Im letzten Monat habe
ich mich aufgerafft und dem KCD beim Aufbau für den Karneval in
Dedinghausen geholfen. Ich kann euch sagen, das war eine riesen Maloche.
Was ich alles schleppen, hochhalten, ankleben, anbinden, befestigen und
insbesondere aber auch trinken musste, war die Hölle. Doch nun mal der
Reihe nach.
Alles begann damit,
dass sich zwölf - ja zwölf und nicht die närrischen elf - am 10. und
wiederum nicht am 11. Februar um 18.00 Uhr im BT, also nur damit keine
Missverständnisse auftreten, nicht auf der Behindertentoilette sondern im
Bürgertreff zum Aufbau der KCD Bühne trafen. Darunter waren Beamte,
Versicherungsvertreter, Arbeiter, Angestellte, der Präsident des KCD, der
Vizepräsident und ein Monarch a.D. nebst Gattin, also genauer das
Königspaar aus dem Jahr 200… oder lassen wir das Jahr doch lieber
weg.
Mit der Anwesenheit des
Monarchen begann dann auch das ganze Theater. Nach einigen Bierchen und
königlichem Geschwafel war dieser nämlich und das glaubt man kaum, nicht
mehr so recht in der Lage die Zahlen Vier -4- und Sieben -7- auseinander
zu halten. Prompt kam die Bühnenstange 7 auf den Platz der Stange 4 und
umgekehrt. Aber dreht man nun die 7 auf den Kopf sieht sie ja auch
wirklich ein bisschen aus wie ´ne 4 oder? Oh ja! Staunen in der Runde,
was nun?
Nur einer kannte die
Vorgehensweise des Monarchen wohl schon aus den vorherigen Jahren - der
Vizepräsi. Dieser zog sich nämlich lieber für ein kurzes Nickerchen
unter die teils aufgebaute Bühne zurück. Ach egal, was oben nicht passt
wird passend gemacht - alle waren dieser Überzeugung -, nun Schwamm
drüber und die Bühne weiter aufgebaut. Nach dem Nickerchen entschloss
sich der Vize dann doch einen Aufbauplan zu fertigen, damit dieser Fehler
nicht wieder passieren kann. Gegen 22.30 Uhr stand dann auch endlich die
Bühne.
Ebenfalls war der
Technikstand aufgebaut worden. Letzteren hatten der Pärsi und zwei
weitere Helfer, die aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht namentlich
genannt werden möchten aufgebaut, doch soviel sei verraten, es waren
Panzerknacker. Na wenigstens bei Tapezieren machte der Ex- Monarch ein
gute Figur, denn er hatte seinen Kleisterautomaten mitgebracht, was den
anderen Helfern zu gute und sehr gelegen kam. Konnte der Monarch, so mit
einkleistern und abmessen beschäftigt, zumindest die Bahnen nicht auch
noch falsch herum an die Bühnenwand kleben. So schafften die Helfer es
trotz allem, am Sonntag die Bühne in einem ordnungsgemäßen Zustand an
die Pinselschwingerinnen des KCD zu übergeben.
Angeführt vom KCD Dr.
Conny machten sich die Damen ans Werk und zauberten in nur wenigen Tagen
ein phantastisches Bühnenbild an die Bühnenwand - Anmerkung: hierbei
machte die Ex- Monarchin eine einwandfreie Figur - , welches in der
näheren Umgebung seinesgleichen suchen dürfte. Allein die exakt
abgezählten 85.365,50 Zuschauer waren der reine Wahnsinn, musste das
Stadion doch den FIFA Statuten entsprechen und durfte nicht mehr Zuschauer
fassen. Doch das war sowieso egal, stellt das Bühnenbild doch sicher,
dass die Veranstaltungen des KCD, die meist besuchten in der Geschichte
des KCD und des Dorfes würden. Da kam selbst Köln nicht mit und böse
Zungen behaupten, der KCD wolle sich damit einen Eintrag im Buch der
Rekorde sichern.
In Anbetracht der
Pannen beim Aufbau der Bühne - Ihr wisst schon, das mit dem Monarchen -
machte sich der Vizepräsident gleich auf die Suche nach zuverlässigen
Eineurojobern, damit der Umbau für den Kinderkarneval nicht auch noch
durch fehlendes königliches - technisches versteht sich - Verständnis in
die Hose ging. Hiervon mussten auch Vertreter des Verm....´s erfahren
haben und nahmen an einem frühen Sonntagmorgen zunächst den
Arbeitsanfall und den Arbeitsfortschritt in Augenschein. Obwohl der Euro
auch in Form von Bier oder anderen Getränken ausgezahlt werden konnte,
ist von diesen niemand erschienen.
Was aber allerdings
auch dazu führte, das der Monarch am Sonntag wieder auftauchte und seine
Hilfe anbot. Da man einen bürgernahen Monarchen nicht vor Kopf stößt,
wurde die Hilfe angenommen, aber gleichwohl jede seiner Handlungen von den
Vorstandsmitgliedern des KCD kritisch überwacht. Besser is es!
Alles in Allem werden -
insbesondere nach dem "guten Vorverkaufsstunden" - die drei
Großveranstaltungen des KCD sicherlich auch in diesem Jahr als
erfolgreich verbucht werden können und ganz bestimmt alle Mühen wert
sein. Dieser Erfolg dann sicherlich beim Heringsessen bei Gerry und
Tatjana am Aschermittwoch einen würdigen Abschluss und rahmen finden. Ich
könnte mir aber vorstellen, dass das Aufarbeiten, sagen wir mal mancher
Unzulänglichkeiten, dem Ex- Monarchen die ein oder andere Runde
kostete.
Doch nun wird euer
Urmel mal ernst!! Ich habe in diesem Jahr am eigenen Leibe verspürt,
welchen riesen Aufwand - Bühne, Technik, Proben der Akteure usw. - der
KCD Jahr für Jahr betreibt, um den Dedinghausern drei
Karnevalsveranstaltungen zu bieten, die im Kreis einen Vergleich nicht
scheuen müssen und muss feststellen, dass diese Mühen vom KCD, von den
Akteuren und Helfern aller Ehren wert sind.
Als Scharlatan der
D.a.-Redaktion bleibt selbst mir abschließend nichts anderes übrig, als
dem KCD höchstes Lob und Anerkennung hierfür zu zollen.
| Bis
bald euer Urmel !!! |
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