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Berichte 2006
 D.a.  2005 - Nr. 374 » ... aktuell * Rückblick
  

D.a.-Kulturattachee (Urmel) kann auch arbeiten ...
Urmel bei der KCD Arbeitstruppe ?????

Im letzten Monat habe ich mich aufgerafft und dem KCD beim Aufbau für den Karneval in Dedinghausen geholfen. Ich kann euch sagen, das war eine riesen Maloche. Was ich alles schleppen, hochhalten, ankleben, anbinden, befestigen und insbesondere aber auch trinken musste, war die Hölle. Doch nun mal der Reihe nach. 

Alles begann damit, dass sich zwölf - ja zwölf und nicht die närrischen elf - am 10. und wiederum nicht am 11. Februar um 18.00 Uhr im BT, also nur damit keine Missverständnisse auftreten, nicht auf der Behindertentoilette sondern im Bürgertreff zum Aufbau der KCD Bühne trafen. Darunter waren Beamte, Versicherungsvertreter, Arbeiter, Angestellte, der Präsident des KCD, der Vizepräsident und ein Monarch a.D. nebst Gattin, also genauer das Königspaar aus dem Jahr 200… oder lassen wir das Jahr doch lieber weg. 

Mit der Anwesenheit des Monarchen begann dann auch das ganze Theater. Nach einigen Bierchen und königlichem Geschwafel war dieser nämlich und das glaubt man kaum, nicht mehr so recht in der Lage die Zahlen Vier -4- und Sieben -7- auseinander zu halten. Prompt kam die Bühnenstange 7 auf den Platz der Stange 4 und umgekehrt. Aber dreht man nun die 7 auf den Kopf sieht sie ja auch wirklich ein bisschen aus wie ´ne 4 oder? Oh ja! Staunen in der Runde, was nun? 

Nur einer kannte die Vorgehensweise des Monarchen wohl schon aus den vorherigen Jahren - der Vizepräsi. Dieser zog sich nämlich lieber für ein kurzes Nickerchen unter die teils aufgebaute Bühne zurück. Ach egal, was oben nicht passt wird passend gemacht - alle waren dieser Überzeugung -, nun Schwamm drüber und die Bühne weiter aufgebaut. Nach dem Nickerchen entschloss sich der Vize dann doch einen Aufbauplan zu fertigen, damit dieser Fehler nicht wieder passieren kann. Gegen 22.30 Uhr stand dann auch endlich die Bühne. 

Ebenfalls war der Technikstand aufgebaut worden. Letzteren hatten der Pärsi und zwei weitere Helfer, die aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht namentlich genannt werden möchten aufgebaut, doch soviel sei verraten, es waren Panzerknacker. Na wenigstens bei Tapezieren machte der Ex- Monarch ein gute Figur, denn er hatte seinen Kleisterautomaten mitgebracht, was den anderen Helfern zu gute und sehr gelegen kam. Konnte der Monarch, so mit einkleistern und abmessen beschäftigt, zumindest die Bahnen nicht auch noch falsch herum an die Bühnenwand kleben. So schafften die Helfer es trotz allem, am Sonntag die Bühne in einem ordnungsgemäßen Zustand an die Pinselschwingerinnen des KCD zu übergeben. 

Angeführt vom KCD Dr. Conny machten sich die Damen ans Werk und zauberten in nur wenigen Tagen ein phantastisches Bühnenbild an die Bühnenwand - Anmerkung: hierbei machte die Ex- Monarchin eine einwandfreie Figur - , welches in der näheren Umgebung seinesgleichen suchen dürfte. Allein die exakt abgezählten 85.365,50 Zuschauer waren der reine Wahnsinn, musste das Stadion doch den FIFA Statuten entsprechen und durfte nicht mehr Zuschauer fassen. Doch das war sowieso egal, stellt das Bühnenbild doch sicher, dass die Veranstaltungen des KCD, die meist besuchten in der Geschichte des KCD und des Dorfes würden. Da kam selbst Köln nicht mit und böse Zungen behaupten, der KCD wolle sich damit einen Eintrag im Buch der Rekorde sichern. 

In Anbetracht der Pannen beim Aufbau der Bühne - Ihr wisst schon, das mit dem Monarchen - machte sich der Vizepräsident gleich auf die Suche nach zuverlässigen Eineurojobern, damit der Umbau für den Kinderkarneval nicht auch noch durch fehlendes königliches - technisches versteht sich - Verständnis in die Hose ging. Hiervon mussten auch Vertreter des Verm....´s erfahren haben und nahmen an einem frühen Sonntagmorgen zunächst den Arbeitsanfall und den Arbeitsfortschritt in Augenschein. Obwohl der Euro auch in Form von Bier oder anderen Getränken ausgezahlt werden konnte, ist von diesen niemand erschienen. 

Was aber allerdings auch dazu führte, das der Monarch am Sonntag wieder auftauchte und seine Hilfe anbot. Da man einen bürgernahen Monarchen nicht vor Kopf stößt, wurde die Hilfe angenommen, aber gleichwohl jede seiner Handlungen von den Vorstandsmitgliedern des KCD kritisch überwacht. Besser is es! 

Alles in Allem werden - insbesondere nach dem "guten Vorverkaufsstunden" - die drei Großveranstaltungen des KCD sicherlich auch in diesem Jahr als erfolgreich verbucht werden können und ganz bestimmt alle Mühen wert sein. Dieser Erfolg dann sicherlich beim Heringsessen bei Gerry und Tatjana am Aschermittwoch einen würdigen Abschluss und rahmen finden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Aufarbeiten, sagen wir mal mancher Unzulänglichkeiten, dem Ex- Monarchen die ein oder andere Runde kostete. 

Doch nun wird euer Urmel mal ernst!! Ich habe in diesem Jahr am eigenen Leibe verspürt, welchen riesen Aufwand - Bühne, Technik, Proben der Akteure usw. - der KCD Jahr für Jahr betreibt, um den Dedinghausern drei Karnevalsveranstaltungen zu bieten, die im Kreis einen Vergleich nicht scheuen müssen und muss feststellen, dass diese Mühen vom KCD, von den Akteuren und Helfern aller Ehren wert sind. 

Als Scharlatan der D.a.-Redaktion bleibt selbst mir abschließend nichts anderes übrig, als dem KCD höchstes Lob und Anerkennung hierfür zu zollen.

Bis bald euer Urmel !!!
     
 Erstellt am: 15.02.2006 (RC)

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