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Berichte 2006
 D.a.  2006 - Nr. 375 » ... aktuell * Rückblick
  

Bericht der Delegiertenversammlung am 13.03.2006 in der Gaststätte Birkhofs - Klause
Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff

1. Begrüßung 

Der Bürgerringvorsitzende Josef Stratmann begrüßte die anwesenden Vereinsvertreter zur außerordentlichen Bürgerringversammlung zum Hauptthema "Installation einer Photovoltaikanlage" auf dem Dach des Bürgertreffs und eröffnete die Versammlung um 20:05 Uhr.

2. Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff 

Zu Beginn der Versammlung erklärte Josef Stratmann den Anwesenden warum man sich mit dem Thema "Photovoltaikanlage", nachdem man sich doch vor einem halben Jahr gegen die Anlage entschieden hatte, nunmehr in einer Sondersitzung nochmals befassen müsste bzw. sollte. Das Thema Photovoltaikanlage hatte den Bürgerring im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt. In nicht weniger als drei Delegiertenversammlungen wurde im letzten Jahr über die Möglichkeit und die Bereitschaft zur Installation einer Photovoltaikanlage zum Teil heftig diskutiert und gestritten. Letztendlich entschied man sich gegen den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgertreffs. 

Nunmehr ergaben sich für den Vorstand des Bürgerrings neue Erkenntnisse, die alleine vom Vorstand nicht entschieden werden konnten. Mit Schreiben vom 16.01.2006 stellte die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag, dass ein Gestattungsvertrag für interessierte Investoren/Innen erarbeitet werden soll, der es ermöglicht auf geeigneten städtischen Gebäuden eine Photovoltaikanlage zu errichten. Ein entsprechender Gestattungsvertrag wurde in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vom 1.02.2006 behandelt und beschlossen. Hierbei sollen die Dachflächen z.B. an Vereine im Rahmen der Nutzungsüberlassung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Investoren oder bei gewerblicher Errichtung der Anlagen ist für die Nutzungsüberlassung der städtischen Dachflächen ein einmaliger Betrag von 25,- € pro Quadratmeter zu bezahlen. Das macht eine Mieteinnahme an die Stadt Lippstadt von 1,-€ /Quadratmeter pro Jahr aus. Auf Grund der in der Presse veröffentlichten Darstellung meldete sich eine Investorengruppe bei der Stadt Lippstadt und interessierte sich für mögliche potentielle städtische Dächer, auch für das Dach des Bürgertreffs in Dedinghausen. 

Da der Stadt Lippstadt zwar die ablehnende Entscheidung zum Bau der Photovoltaikanlage vom letzten Jahr bekannt war, wurde der Vorstand des Bürgerrings Dedinghausen darüber informiert, dass ein potentieller Investor auf dem Dach des Bürgertreffs eine Solaranlage errichten möchte. In einem kurzfristig durchgeführten Gespräch mit der Verwaltung wurde der Vorstand des Bürgerrings über die Angelegenheit und die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert, wobei dem Bürgerring ein Vorrecht zum Bau der Anlage eingeräumt wurde. 

Der Vorstand erbat sich einige Tage Zeit, um in einer Sondersitzung die Delegierten bzw. Vorstände der Vereine über den neuen Sachverhalt zu informieren. Sollte sich der Bürgerring selber für den Bau einer Photovoltaikanlage entschließen, so würde man der Investorengruppe eine Absage erteilen. Aus diesen Grunde wurde zur heutigen außerordentliche Delegiertenversammlung eingeladen. Zum Schluss seiner Ausführungen teilte Josef Stratmann der Versammlung mit, dass sich der Vorstand des Bürgerrings seinerzeit mehrheitlich gegen den Bau einer Photovoltaikanlage ausgesprochen hat. Aber unter der neuen Situation, dass eventuell ein Investor auf dem Bürgertreff eine solche Anlage installiert, ohne dass wir hierdurch einen Nutzen erzielen können, sei eine nochmalige "Überdenkung und Entscheidung" wert. 

Nachdem der Bürgerringsvorsitzende seine Ausführungen beendet hatte, ergriff Bernhard Plass (Schützenverein) das Wort, und teilte der Versammlung mit, dass der Schützenverein nur für den Bürgerring nicht für einen Investor bereit sei die erst vor einigen Jahren neugepflanzten Bäume auf dem Schützenplatz zu schneiden oder umzupflanzen (die Bäume werden in einigen Jahren Schatten auf die Photovoltaikanlage werfen), allerdings müssen die notwendigen Kosten vom Bürgerring getragen werden. 

Michael Knieps (2. Vorsitzender BR) gab zu bedenken, dass wenn der Beschluss gefasst wird nunmehr doch die Anlage selber zubauen, so müsste dies sehr schnell gehen, d.h. die Anlage muss bis zum 31.05.06 in Betrieb und abgerechnet sein, da ansonsten der noch gültige vorliegende REN - Zuwendungsbescheid in Höhe von 8000 € erlischt. 

Zur Vorbereitung der Sitzung wurden von Jan Walter Hammer (Delegierter der Ortslandwirte) sowie Michael Knieps zwei neue überarbeitete Finanzierungskonzepte (aufbauend auf den Konzepten aus 2005 mit heutigen neuen Zahlen Einspeisevergütungen, Zinsen, Angebotssumme u.a.m.) zusammengestellt. Im ersten Finanzierungskonzept wurde nur mit Eigenleistung und in Aussicht gestellten Spendengeldern über den Förderverein Dedinghausen e.V. gerechnet. Das zweite Konzept wurde zusätzlich mit aufzubringenden Eigenmitteln des Bürgerrings Dedinghausen berechnet. 

Nachdem Michael Knieps diese Finanzierungsmodelle vorgestellt hatte, kam es zu einer lebhaften nicht immer sachlich geführten Diskussion, in der verschiedene Fragen gestellt sowie Anregungen und Denkanstöße gegeben wurden. Es wurde von einigen Teilnehmern betont, dass das Ziel sein muss den Bürgerring Dedinghausen e.V. langfristig auf solide finanzielle Füße zu stellen, gerade im Hinblick auf die sich in den letzten Jahren abzeichnende finanzielle Haushaltslage der Stadt Lippstadt. Von anderer Seite wie auch vor allem vom Vorstand wurde immer wieder auf die bei positiver Entscheidung für den Bau einer Photovoltaikanlage geänderte Kassen- u. Buchführung im Hinblick auf die Steuerproblematik (Mehrwertsteuer usw.) hingewiesen, da dadurch Vereinsarbeit immer komplizierter wird. 

Nach einer längeren Diskussion kristallisierte sich heraus, dass vielen Versammlungsteilnehmern die im zweiten Konzept zugrunde gelegten Eigenmittel des Bürgerrings als zu hoch erschienen. Auch von Seiten des Vorstandes wurde darauf hingewiesen, dass man auch in den kommenden Jahren in der Lage sein muss verschiedene Investitionen am Bürgertreff oder im Dorf zu tätigen und nicht zuviel Geld in der Photovoltaikanlage festzubinden. Hier muss mit dem zuständigen Geldinstitut eine Vereinbarung getroffen werden, dass eine jederzeitige Sondertilgung und eine evtl. Tilgungsaussetzung möglich sei. Man einigte sich auf einen Vorschlag des Vorstands, das man die Hälfte der Summe der neuvergebenen Schänke im Bürgertreff als Investitionssumme einbringen will. Diesem Finanzierungskonzept zuzüglich der vom Förderverein in Aussicht gestellten Mitteln wurde zugestimmt. 

Abstimmung: Kurz vor der Abstimmung erklärte Josef Stratmann noch einmal die Einzelheiten, damit jedem klar war worüber genau abgestimmt wurde. Des weiteren entschied man sich zu einer geheimen Wahl. Es waren 19 stimmberechtigte Delegierte anwesend. 12 Delegierte stimmten für den Bau einer Photovoltaikanlage. 7 Delegierte stimmten gegen den Bau der Photovoltaikanlage. Damit wird auf dem Dach des Bürgertreffs die erste Photovoltaikanlage auf einem städtischen Gebäude in Lippstadt installiert!

Der Vorstand wird nunmehr in Zusammenarbeit mit Jan Walter Hammer (der selbst eine Photovoltaikanlage betreibt) die nötigen Schritte in die Wege leiten, damit die Anlage fristgerecht an das Netz gehen kann. Hierbei wurde den Anwesenden erklärt, dass es aufgrund des engen Zeitfaktors dem Vorstand offen stehen muss kurzfristige nunmehr selbstständige Entscheidungen und Verträge abschließen zu können, um den vorgegebenen Termin halten zu können. Selbstverständlich werden Vergleichsangebote eingeholt, geprüft und verglichen. Die Versammlungsteilnehmer gaben hierzu ihr Einverständnis. 

Nachdem es keine Wortmeldungen mehr gab, schloss Josef Stratmann die Versammlung um 22:05 Uhr. ...

Für den Bürgerring 

Michael Knieps  (2. Vorsitzende) Markus Schulte (Schriftführer)

siehe auch:

Delegiertenversammlung 06.07.2005 

Delegiertenversammlung 10.08.2005

     
 Erstellt am: 27.04.2006 (RC)

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