Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger !
Das
Wochenende am 17. / 18. Juni 2006 steht ganz im Zeichen des Dorffestes,
des "Fukuhlenfestes", das alle zwei Jahre vom Bürgerring
ausgerichtet wird. Das Fest steht unter dem Motto: "30 Jahre
Bürgerring Dedinghausen." Das gibt mir Gelegenheit, Rückschau zu
halten auf die zurückliegende Zeitspanne und die wichtigsten Aufgaben und
Aktivitäten des Bürgerrings zu beleuchten.
Vor 30
Jahren war es der damalige Ortsvorsteher Wilhelm Schulte - Remmert (bis
1975 Bürgermeister unseres Dorfes) der sich vehement für die Gründung
des Bürgerringes einsetzte. Anlass war die freiwerdende Grundschule und
die daraus ergebenden Verwendungsmöglichkeiten. Nach langen Überlegungen
und Diskussionen schlossen sich alle im Ort ansässigen Vereine und
Gruppen zum "Bürgerring Dedinghausen" zusammen, wobei jede
Gruppe mit jeweils 2 Delegierten vertreten war. Wenn man so will, sollte
diese neue Institution die Interessen im Stadtteil Dedinghausen
koordinieren und nach außen hin mit einer Stimme vertreten.
Ganz
bewusst sollten die politischen Parteien in diesem Gremium nicht vertreten
sein, eine gute Entscheidung, wie ich meine. Und so wurde es auch in der
Satzung des Bürgerrings festgeschrieben, wo es heißt: "Der
Bürgerring ist politisch, religiös und rassisch neutral." Weiter
heißt es "Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke wie
...Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums... und die Unterhaltung
der ehemaligen Grundschule als Kommunikationszentrum." Gerade der
letztgenannte Aufgabenbereich war es, der den Bürgerring in all den
Jahren mit unterschiedlicher Intensität gefordert hat.
Neben
den alltäglichen kleineren und größeren Arbeiten im und um den
Bürgertreff waren es vor allem 2 große Baumaßnahmen: a.) der An- und
Umbau im Jahre 1984 / 85, als die Räumlichkeiten zum heutigen Jugend-,
Senioren- und Küchenbereich umgebaut wurden und gleichzeitig der Saal zum
Schützenplatz hin erweitert wurde. b.) die Erweiterung des Bürgertreffs
um den heutigen Eingangsbereich mit Flur, Abstellraum und Garderobe; dass
zwischenzeitlich der Sanitärbereich gänzlich erneuert und das Dach fast
komplett neu eingedeckt wurde, soll nicht unerwähnt bleiben.
Aber
ohne die gewaltigen Eigenleistungen, ohne den jeweiligen städtischen
Zuschuss und insbesondere ohne die enorme Spendenbereitschaft unserer
Dorfbewohnern wäre keine der genannten Aktionen möglich gewesen. Aber
auch andere Aktivitäten des Bürgerrings seien erwähnt, so die
Sommerfeste in den ersten Jahren am Bürgertreff "Spiel ohne
Grenzen", "Bienenpreisflug", "Teilnahme am
Herbstwochenumzug", "Martinszug", dann heute der
"Schnadgang", "Ansingen des 1. Advent",
"Preisknobeln" usw.
Es gab
aber auch Feierlichkeiten von besonderer Ausstrahlung; das waren für mich
1. die Festwoche anlässlich der 950 - Jahr - Feier im Jahre 1986, 2. das
Fest am 3. Oktober 1990 auf "Nünnerichs - Ecke" anlässlich der
deutschen Wiedervereinigung 3. die Silvesterparty im Bürgertreff zur
Jahrtausendwende 1999 / 2000.
Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit diesen wenigen Daten und Fakten habe
ich versucht, Ihnen zu erläutern welche Bedeutung dem Bürgerring in
unserem Dorf zukommt, der seine Aufgaben nur wahrnehmen kann, wenn er die
Akzeptanz und Anerkennung seitens der Dorfbevölkerung hat. Anders als
jeder andere Verein hat er nur wenige Möglichkeiten der
Selbstdarstellung, ist eigentlich ein abstraktes Gebilde und doch mit ganz
konkreten Aufgaben versehen. Er verfolgt keine Eigeninteressen, sondern
versucht die Anliegen, Wünsche, Vorhaben, Forderungen und Vorstellungen
aller Gruppen unter einen Hut zu bringen und dabei das Gesamtbild des
Dorfes im Auge zu haben. Das ist wahrlich keine leichte und beneidenswerte
Aufgabe, deren Erfüllung nur gelingt, wenn der Bürgerring sich des
Wohlwollens und Unterstützung aller Dorfbewohner sicher sein kann.
Mit
freundlichen Grüßen
Josef
Stratmann (Ortsvorsteher)