(HWW) Ohne großen
Pomp, ohne je viel Aufhebens von seinem Einsatz zu machen und ohne je im
Rampenlicht gestanden zu haben verrichtete er seinen "Dienst im
Dorf". Nun, nach 18 Jahren geht er in den wohlverdienten Ruhestand.
Zum 31.Januar 2007 endet sein Vertrag mit der Stadt. Ein offizieller
Entlassungsakt wird noch folgen.
Am 25.Januar 2007
nutzte OV Josef Stratmann einen freien Nachmittag, um Werner Vossebürger
im Namen des Dorfes zu danken. Er lobte den baldigen Pensionär für
seinen "Dienst im Dorf". "Ohne Werner wäre Dedinghausen
nicht so schön und vieles wäre liegen geblieben." Werner
Vossebürger "beerbte" Ernst Schlüter im Amte des "Mannes
für alle Fälle".
Seine Aufgaben waren
vielfältig, so goss er im Sommer Baum- und Blumenbeete, sorgte auf dem
Friedhof für Ordnung oder sorgte dafür, dass unser Liebling, die Fukuhle
in einem ansprechbaren Zustand blieb bzw. wieder versetzt wurde. Josef
Stratmann erinnert sich, dass der "Wechsel von Ernst auf Werner einen
ganz entscheidenden Vorteil mit sich brachte. Ernst erledigte die Arbeit
mit dem Fahrrad, Werner hatte seinen Kleintraktor mit Anhänger." Und
so wird ihn wohl irgendwann jeder Dorfbewohner/in einmal durchs Dorf
fahren gesehen haben - im "Dienste für Dedinghausen".
Allerdings ist zu
bezweifeln, dass viele dies bewusst wahrgenommen haben, denn Werner hat
nie viel Aufheben um seinen Job gemacht. Dabei kamen in Sommerwochen schon
man gut 40 Stunden zusammen. "In heißen Jahren brauchte ich 1.000 l
Wasser, um die Blumenbeete im Dorf zu gießen", erinnert er
sich.
Wenn Werner nun in
Ruhestand geht, ist seine Nachfolge ungeklärt. OV Stratmann glaubt nicht
an eine solche. "Es ist kein Geld da", begründet er seinen
Pessimismus und resümiert: "Da müssen wir alle im Dorf ein wenig
mehr mit anpacken!"