(WS/AF) Am Samstag, 18.
August 2007, ließ der KCD das fast in Vergessenheit geratene "Spiel
ohne Grenzen" wieder aufleben. Für acht attraktive Spielrunden wurde
fast der gesamte Schützenplatz (von den Schützen natürlich gerne zur
Verfügung gestellt) in Anspruch genommen. Das Fest entwickelte sich im
Verlauf der Wettkämpfe zu einer richtig guten Gaudi, die ihren Höhepunkt
im Einseifen fand. Nach der Vorstellung der Mannschaften durch KCD-Präsi
Kuno Peter gaben die Schiedsrichter kurz nach 15.00 Uhr den Start frei
für die Spiele.
Gleich beim ersten Spiel machten die
Rohrschüttenträger Bekanntschaft mit dem kühlen Nass, denn sie mussten
mit vier Mitstreitern auf schnellstem Bierkisten-Wege möglichst viel
Wasser in den Zieleimer transportieren. Die "unbesiegbaren Kolpies"
setzten ihren Joker und gingen mit Platz 4 und 10 Punkten erst einmal in
Führung. Die ersten beiden Plätze belegten aber mit Vorsprung die
"Ballsportgruppe Dosenbier" (TTV) und die "Kimme &
Korn" - Schützen.
Der "A"- Stelzenlauf war von der
Schwierigkeit her vorher wohl nur schwer einzuschätzen, anders ist die
Zurückhaltung mit den Jokern nicht zu erklären. Wie beim
Rohrschütten-Transport stritten wieder vier Teams gleichzeitig um die
beste Zeit. Am besten verkaufte sich hier die
"Blau-Weiße Power" und heimste die 8 Punkte ein. Aber auch die
"Königliche Attacke 07/08" und "Böschis Löschis"
(nach ihrem ‚Boss" Thorsten Bösch) machten mit je 7 Punkten
erstmals von sich reden.
Obwohl beim Übungsnachmittag im Garten des
KCD-Präsidenten die ein oder andere Mannschaft beim Bierkisten-Stapeln
bereits eine "gute Figur" abgegeben hatte, blieben auch bei
diesem Wettbewerb die Joker aus. Um so mehr wurde das Geschick der Akteure
mit riesig hohen Bierkisten-Türmen vom Publikum bestaunt und beklatscht.
In der letzten Paarung schaffte die "Blau-Weiße Power" 21
Bierkisten und entriss den diesmal nicht "unbesiegbaren Kolpies"
(20 Kisten) noch den Sieg.
Wieder ausgesprochen feucht für die Akteure
wurde es beim 4. Spiel, dem Wasserpumpen mit der Kübelspritze. Jeweils
zwei Teams wetteiferten, wer denn das meiste Wasser der 5 Meter entfernten
handbetriebenen Spritze auffangen würde. Wie selbstverständlich setzte
die Feuerwehr in diesem "ihrem ureigensten" Spiel den Joker und
- siehe da - wurde von der "Blau-Weißen Power" gekontert. -
Majestätsbeleidigung?! Tatsächlich schafften es "BöschisLöschis"
und waren dabei noch so dreist, dem Kolpinger Kübelspritzenpumper eine
ordentliche Dusche zu verpassen. Die Feuerwehr-Truppe hatte den Joker topp
gesetzt und nach dem 4. Spiel die Führung mit 31 Punkten in der
Gesamtwertung klar vor Blau-Weiß gesamt übernommen.
Die anderen Teams
mussten kontern. Und die "Königliche Attacke" folgte auf dem
Fuße, Siggi Müller setzte den Joker beim Skilaufen! Vier Läufer auf
zwei Brettern, da ist Teamspirit und -rhythmus gefordert und -
intelligentes Kurvekriegen! Letzteres wurde dann auch dem ein oder anderen
Quartett zum Verhängnis. Der Hofstaat 2007/08 wurde knapp abgefangen von
den "unbesiegbaren Kolpies", sammelte aber immerhin 12 Punkte
für den 3. Platz vor "Mitgefangen, mitgehangen". Wieder mit den
lautesten Kommandos "rechts - links …" und als Erste im Ziel:
"Böschis Löschis" - unglaublich!
Dann muss eben
ein Glücksspiel her, sagten sich schon bei der Vorbereitung der Spiele
die KCD'ler. Als kleine Hilfe für eine ‚gerechte Punktverteilung'. Nur,
den Joker setzen beim Glücksrad? Das traute sich dann doch kein Team.
Aber was hilft's, wenn man die Null dreht, wie es dem "Grand Slam
Team" gleich zweimal und "Kimme & Korn" einmal
widerfuhr? Besser erging es da den Hofstaat-Vertretern "Mitgefangen,
mitgehangen" (3.), der "Blau-Weißen Power" (2.) und den
diesmal "unbesiegbaren Kolpies" (1.).Die Mannschaften rückten
wieder enger zusammen und erst vier Joker waren gesetzt. Für noch zwei
Spiele!
Der Sulky-Lauf muss es bringen: Mit jeweils zwei Spielern eines
Teams und der Schwierigkeit, vom ‚fahrenden' Sulky aus große Bierdosen
am Rande des Parcours zu treffen. Gleich drei Teams setzten ihren Joker:
Blau-Weiß Tennis, Schützenverein und TTV. Eigentlich ist die schnellste
Laufzeit gar nicht so wichtig, denn es gibt 10 Bonus-Sekunden Abzug für
jede getroffene Dose! Die "Königliche Attacke" hat's verstanden
und dazu treffsichersten Werfer auf dem Sulky - Platz 1 und volle 8
Punkte. Aber auch die "Ballsportgruppe Dosenbier" (14 Punkte)
wird ihrem Nicknamen vollauf gerecht und nutzt den Joker genauso gut aus
wie "Kimme & Korn" (10 Punkte) auf dem 4. Platz.
Für Mitspieler und Zuschauer blieb die Spannung bis zum großen Showdown,
dem "Plane rutschen", erhalten. Denn die ersten fünf
Mannschaften trennten ganze vier Punkte in der Gesamtwertung. Eher
zufällig kam auch der letzte Joker noch zum Einsatz, dann begann das aus
früheren Schützenfest-Montag-Ereignissen wohl bekannte
"Brustkorbprellen" auf ungepolsterter Rutschbahn in drei
Durchgängen. Nachdem die 50 Meter lange Plane gewässert war und die
KCD-Führungsriege, insbesondere "Quacks der Bruchpilot" Kuno
Peter als Vorspringer gezeigt hatte, wie's geht, wurden die
Springer der Teams erstmal ordentlich eingeseift. Mit langem Anlauf
tauchten sie dann nacheinander gekonnt (na ja) ins Wasser-Seife-Gemisch,
um eine möglichst lange Rutschpartie am Maßband entlang zu schaffen. Um
es kurz zu machen: Hätten "Böschis Löschis" den Joker nicht
in ihrer Parade-Disziplin gesetzt - beim Plane rutschen hät's erst recht
gepasst. Guido Plaß (Zitat: "Ich habe noch nie gewonnen")
absolvierte nicht nur alle Sprünge für die Feuerwehr, er schaffte mit
exakt 30 m auch die weiteste Rutsche und gewann in allen drei
Durchgängen. Damit sicherte er der Freiwilligen Feuerwehr auch endgültig
den Gesamtsieg beim KCD- "Spiel ohne Grenzen" und den großen
Siegerpokal. Nach der Siegerehrung war die Veranstaltung natürlich noch
lange nicht beendet.

Und abends kamen die Räuber
Am Abend traf man sich
zum gemütlichen Beisammensein unter den Bäumen vor dem Bürgertreff. Bei
Gyros und Champignons sowie Bier und Cocktails entwickelte sich eine
ausgelassene Party, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Zur
guten Stimmung trugen besonders auch die Räuber aus Warstein bei, die
eigentlich aus gesundheitlichen Gründen die Gitarren schon "an den
Nagel gehängt hatten", für den KCD aber aufgrund der langjährigen
Freundschaft ein letztes Mal spielten.
Am Sonntagmorgen fanden
sich die ganz Hartgesottenen zum Frühschoppen, der musikalisch von "Spontan
und
Ungezwungen" gestaltet wurde, wieder auf dem Platz vor dem
Bürgertreff ein. Mit Kaffee und dem restlichen Kuchen starteten die
Anwesenden in den Tag und gegen Mittag schmeckten auch das eine oder
andere Bier oder Grillwürstchen wieder.
Simone Urbanke