(HWW) "Das hat es
noch nie gegeben!", sagen die einen, "Das wird uns nun häufiger
treffen!", orakeln andere. Beide Gruppen übertreiben - leicht doch
auch - bedingt durch subjektive Wahrnehmung - nachvollziehbar. Fakt ist,
derartige Regenmassen sind für unsere Breiten eher selten und kamen
nachweislich in den letzten 15 Jahren nicht vor.
Die Regenrekordmarken
für Dedinghausen aus den letzten 15 Jahren standen bei 56 l/m² (am
7.06.2002) und bei 168,5 l/m² (im Oktober 1998). Im 9.August 2007 fielen
beide Marken mit 66 l/m² am. In den Abendstunden des 9.August begann das
Debakel. Ein Gewittertief zog über Westfalen und ließ mancherorts
Flüsse und Keller überlaufen.
Im Vergleich mit
anderen Orten kam Dedinghausen noch ganz gut davon. Die Feuerwehr sprach
später von 7 Einsätzen im Dorf. Einer davon fand im D.a.-Druckkeller in
der Breslauer Straße statt. Der Einsatz rettete unsere August-Ausgabe -
Danke !
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½ Wochen später (21./22.08.2007) traf es Dedinghausen noch härter. Straßen
z.B. ‚Am Kusel’ oder ‚Störmeder Strasse’, Bäche wie der
Scheinebach oder Grundstücke wie die Tennisplätze und viele Keller
liefen voll. Vorallem aber der Schauer in den frühen Abendstunden am Donnerstag,
dem 23. August 2007, verschärfte die Situation erheblich, war es doch
sehr lokal, kurz und heftig. Unsere Feuerwehr leistete Großes. Von Dienstgag,
21. bis Freitag, 24. August 2007 war sie fast durchgehend im Einsatz. Da
bleiben kleine Unachtsamkeiten nicht aus, so sollen sie das Straßenwasser
im Birkhof in einen Schmutzwasserkanal geleitet haben.
Aber
die Feuerwehr allein hätte es nicht geschafft alle Notrufe zu bearbeiten.
Nachbarschaftliche
Hilfe war gefragt und wurde zahlreich praktiziert. Schon während man
Keller leer pumte und aufräumte wurden natürlich mögliche Ursachen
diskutiert. Das spekulative Gerücht, welches sich im Dorf verbreitete,
die Stadt hätte Pumpen abgestellt, um die Kernstadt zu schützen wurde
mit Nachdruck sowohl vom Ortsvorsteher Henkemeier als auch vom Ratsmitglied
Hammer dementiert. Bereits in der vergangenen Woche trafen sich Experten
zur Ursachenerforschung.