Zurück zum Inhalt
Berichte 2007
 D.a.  2007 - Nr. 391 » ... aktuell * Meinung
  
Urmel: 

Was für ein Sommer ?!

Der Sommer: Das ist laut Kalender die Zeit zwischen dem 22. Juni und 23. September. Das weiß doch jedes Kind! Nur Petrus, dieser ältere Herr irgendwo da oben und für das Wetter zuständig scheint in diesem Jahr mit dem Kalender auf Kriegsfuß gestanden zu haben. Was der als Sommer geboten hat das grenzt nicht nur an eine, das war eine Frechheit! 

Im April diese Bullenhitze und danach……Merde! Ich habe so manches mal gedacht beim mich Trockenlegen nach einem kräftigen Schauer, irgendwann mal muss doch der große Tank da oben leer sein!? Aber Nein! Mit diabolischem Grinsen oder war das doch eher ein resigniertes Lächeln, kündete die TV-Wetterfee allabendlich ein neues Tiefdruckgebiet an. Wie auf einer Rennstrecke kam da ein Tief nach dem anderen über den Atlantik angerauscht. Über die Britischen Inseln hinweg, dann scharf rechts abbiegen über der Nordsee, noch mal richtig Speed aufnehmen und dann, juchuu!, hinein ins Land der Germanen. 

Auch wir in Dedinghausen haben reichlich unseren Teil abbekommen. So mancher stellte überrascht fest, dass Kühltruhen denkbar ungeeignet sind zum Schwimmen. Und das Waschmaschinen zwar waschen, aber eben nicht wasserdicht sind. Die Mädels und Jungs unserer Feuerwehr leisteten hervorragende Arbeit und verhinderten Schlimmeres. Respekt! Vor dieser Leistung ziehe ich meinen Hut. 

Zweimal ist Dedinghausen haarscharf an einer Katastrophe vorbeigekommen.
1.: Wir von D.a. hatten beim Drucken in unserem Keller an der Breslauerstraße Besuch vom Hochwasser. Aber unsere Feuerwehr ist auf Zack: Mit dem Ruf "Keine Angst, wir holen euch hier raus" stürzten sich unsere Retter in die Fluten und retteten uns und die D.a. Man stelle sich vor, Dedinghausen ohne D.a. - Undenkbar!! 

2.: Und dann stand unser Lokal- Getränke- Dealer buchstäblich nicht mehr auf dem Trockenen, sondern relativ tief in den Fluten. Auch hier konnte mit Hilfe der Nachbarn, unserer tapferen Feuerwehr, sowie unter freundlicher Mithilfe etlicher Sandsäcke einen SuperGau verhindert werden. Man stelle sich mal dieses Horror-Szenario vor: No Nachschub von Tommy - Dedinghausen sitzt auf dem Trockenen. Undenkbar!! 

Aber es gab auch Gewinner in dieser Regenzeit. Glaubt ihr nich? Is aber so: Schützenfest- Sonntag, kurz nach 14 Uhr. Eigentlich ist um diese Zeit für ca. 2 Std. tote Hose auf dem Schützenplatz. Denn das Batallion ist auf dem Marsch zur Königsresidenz, danach großer Umzug durch das Dorf. 
Nicht so in diesem Jahr: Es regnet, nein es gießt wie aus Eimern. Ununterbrochen! An`s Marschieren ist gar nicht zu denken. Rund 250 Schützen stehen ziemlich frustriert auf dem Zelt…. Und trinken ein Bier. Regnets immer noch? Noch eins. Hört heut nicht mehr auf; mach mal nen Tablett mit Bier fertig…….und noch en Bier, komm hier, haste auch eins. Und noch ne Runde. Bier, Bier…….So ging das stundenlang! Ich habe ihn zwar nicht selbst gesehen, aber mir wurde zu getragen, dem Festwirt sollen ob dieser unerwarteten Bierschwemme die Freudentränen in den Augen gestanden haben. 

Aber es gab auch einige wenige trockene, laue Sommerabende. Nach getaner Arbeit lümmelte ich mich dann im Garten auf meiner Liege und genoss das schöne Wetter. Die Vögel zwitscherten und meine Frau servierte einen coolen Drink. Hach was war das Leben schön! Aber nach wenigen Minuten war es dann immer vorbei mit der Idylle: Reihum springen die Rasenmäher an. Denn meine Nachbarn handeln nach dem Motto: Hab ich kein Wasser im Keller, will ich wenigstens den Rasen mähen. Egal ob er es nötig hat oder nicht! Wenn der Regen es nicht schafft, mach ich dem Rasen eben selbst den Garaus. 

So gesehen war das doch ein ganz normaler Sommer. Oder? 

Urmel

 

 

 Erstellt am: 14.10.207 (RC)

oben Inhalt
© D.a.-Online 1997-2007