Der
Sommer: Das ist laut Kalender die Zeit zwischen dem 22. Juni und 23.
September. Das weiß doch jedes Kind! Nur Petrus, dieser ältere Herr
irgendwo da oben und für das Wetter zuständig scheint in diesem Jahr mit
dem Kalender auf Kriegsfuß gestanden zu haben. Was der als Sommer geboten
hat das grenzt nicht nur an eine, das war eine Frechheit!
Im
April diese Bullenhitze und danach……Merde! Ich habe so manches mal
gedacht beim mich Trockenlegen nach einem kräftigen Schauer, irgendwann
mal muss doch der große Tank da oben leer sein!? Aber Nein! Mit
diabolischem Grinsen oder war das doch eher ein resigniertes Lächeln,
kündete die TV-Wetterfee allabendlich ein neues Tiefdruckgebiet an. Wie
auf einer Rennstrecke kam da ein Tief nach dem anderen über den Atlantik
angerauscht. Über die Britischen Inseln hinweg, dann scharf rechts
abbiegen über der Nordsee, noch mal richtig Speed aufnehmen und dann,
juchuu!, hinein ins Land der Germanen.
Auch
wir in Dedinghausen haben reichlich unseren Teil abbekommen. So mancher
stellte überrascht fest, dass Kühltruhen denkbar ungeeignet sind zum
Schwimmen. Und das Waschmaschinen zwar waschen, aber eben nicht
wasserdicht sind. Die Mädels und Jungs unserer Feuerwehr leisteten
hervorragende Arbeit und verhinderten Schlimmeres. Respekt! Vor dieser
Leistung ziehe ich meinen Hut.
Zweimal
ist Dedinghausen haarscharf an einer Katastrophe vorbeigekommen.
1.: Wir von D.a. hatten beim Drucken in unserem Keller an der
Breslauerstraße Besuch vom Hochwasser. Aber unsere Feuerwehr ist auf
Zack: Mit dem Ruf "Keine Angst, wir holen euch hier raus"
stürzten sich unsere Retter in die Fluten und retteten uns und die D.a.
Man stelle sich vor, Dedinghausen ohne D.a. - Undenkbar!!
2.: Und
dann stand unser Lokal- Getränke- Dealer buchstäblich nicht mehr auf dem
Trockenen, sondern relativ tief in den Fluten. Auch hier konnte mit Hilfe
der Nachbarn, unserer tapferen Feuerwehr, sowie unter freundlicher
Mithilfe etlicher Sandsäcke einen SuperGau verhindert werden. Man stelle
sich mal dieses Horror-Szenario vor: No Nachschub von Tommy - Dedinghausen
sitzt auf dem Trockenen. Undenkbar!!
Aber es
gab auch Gewinner in dieser Regenzeit. Glaubt ihr nich? Is aber so:
Schützenfest- Sonntag, kurz nach 14 Uhr. Eigentlich ist um diese Zeit
für ca. 2 Std. tote Hose auf dem Schützenplatz. Denn das Batallion ist
auf dem Marsch zur Königsresidenz, danach großer Umzug durch das
Dorf.
Nicht so in diesem Jahr: Es regnet, nein es gießt wie aus Eimern.
Ununterbrochen! An`s Marschieren ist gar nicht zu denken. Rund 250
Schützen stehen ziemlich frustriert auf dem Zelt…. Und trinken ein
Bier. Regnets immer noch? Noch eins. Hört heut nicht mehr auf; mach mal
nen Tablett mit Bier fertig…….und noch en Bier, komm hier, haste auch
eins. Und noch ne Runde. Bier, Bier…….So ging das stundenlang! Ich
habe ihn zwar nicht selbst gesehen, aber mir wurde zu getragen, dem
Festwirt sollen ob dieser unerwarteten Bierschwemme die Freudentränen in
den Augen gestanden haben.
Aber es
gab auch einige wenige trockene, laue Sommerabende. Nach getaner Arbeit
lümmelte ich mich dann im Garten auf meiner Liege und genoss das schöne
Wetter. Die Vögel zwitscherten und meine Frau servierte einen coolen
Drink. Hach was war das Leben schön! Aber nach wenigen Minuten war es
dann immer vorbei mit der Idylle: Reihum springen die Rasenmäher an. Denn
meine Nachbarn handeln nach dem Motto: Hab ich kein Wasser im Keller, will
ich wenigstens den Rasen mähen. Egal ob er es nötig hat oder nicht! Wenn
der Regen es nicht schafft, mach ich dem Rasen eben selbst den
Garaus.
So
gesehen war das doch ein ganz normaler Sommer. Oder?
Urmel |

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