Die D.a.
- Fete am 6. Oktober 2007 anlässlich des 35-jährigen Bestehens
unserer Dorfzeitung, zu der Redakteure und Herausgeber alle ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfer in die Gaststätte Kehl geladen hatten, verdient
eine Nachbetrachtung. Denn niemand der aktuell Verantwortlichen hatte je
mit dieser Resonanz gerechnet. Ganz ehrlich: Meine Schätzung, wie viele
Gäste der Einladung wohl folgen würden, war die niedrigste von allen Redakteuren,
doppelt so viele Gäste kamen und die Räumlichkeiten im D.a. - Stammlokal
platzten aus allen Nähten. Die 12 anwesenden Herausgeber durften weit
über 100 (!) Vereinsvertreter, Autoren, Verteiler, Helfer beim Heften und
andere Aktivisten begrüßen - das war einfach überwältigend!
Es ist
nur schwer einzuschätzen, mit welchen Erwartungen die Helfer/innen zur D.a.
- Fete gekommen waren. Aber ich denke, alle wurden nach den
Begrüßungsworten des Redaktionschefs Heini Wellner zunächst damit
überrascht, dass die gesamte Gesellschaft für drei zu bildende
Spielgruppen erst einmal richtig aufgemischt wurde (Warum auch nicht
Bewährtes vom Sparclub "Fünferli ins Fächerli"
übernehmen?!). Mit ihrer Idee, den Abend mit einem Quiz a la ‚Der
große Preis' aufzulockern, lagen Martin Meyer und Andreas Fabig
goldrichtig. Wie sie das Quiz aufgebaut, organisiert und mit den
Teilnehmer/innen gespielt haben, verdient an dieser Stelle ein dickes Lob.
Natürlich
forderten die Quizfragen besonders das Langzeitgedächtnis heraus, denn
alle ausgesuchten Fragen aus dem Dorfgeschehen waren/sind schließlich in
35 Jahren D.a. nachzulesen. Und auch die Zwischenspiele passten
prächtig: Wer Urmel auf der Spielwand getroffen hatte, sorgte mit
Pantomime, Tanzeinlage, Schätzaufgabe oder Geschicklichkeitsspielchen
zusätzlich für Stimmung. Wie die beiden "Showmaster" die drei
jeweils fast 40-köpfigen Gruppen locker durch das ca. 1 ¼ -stündige
Quiz ‚schaukelten', war große Klasse!
Nachdem
die D.a. - Truppe ihren nicht schönen, aber lauten Gesangsbeitrag -
einmal mehr mit einer neuen Liedkreation über das Dorfzeitungs - Dasein -
geleistet hatte, gab's noch das Stelldichein für den nimmermüden Urmel.
Diesmal schlüpfte Uli Hagenhoff ins ‚alternde Gewand' und lieh dem
spitzzüngigen Redaktionsgeist seine Stimme für seine kurzweiligen, wenn
auch mit ‚triefender Nase' vorgetragenen Anekdötchen und eingestreuten
Witze. Urmel darf halt nicht fehlen!
Vielleicht
war dieser lockere Start mitentscheidend für das Gelingen der Fete, denn
die vom Quiz gut durchgemischte Feiergesellschaft kam dem - wie sagt man
doch so schön - geselligen Teil des späteren Abends zugute. An
Stehtischen und in Tischrunden fanden nach dem kleinen Imbiss alle
Generationen zusammen, um ausgiebig ihr Erlebtes bei und mit der
Dorfzeitung auszutauschen. Es war allenthalben spürbar, wie sich Jung und
Alt in ihrer gemeinschaftlichen Sache D.a. wiederfinden, ja zu
Hause fühlen.
Aber
genug mit Schulter klopfen für Geschehenes. Für alle aktiven
Redaktionsmitglieder, vielleicht ganz besonders für die ‚Senioren' in
der Redaktion - einer von denen versucht sich gerade an diesem Text -
waren die Gespräche und die vielen positiven Zusprüche Motivation erster
Güte, die "älteste Dorfzeitung Deutschlands"
weiterzuentwickeln und so lange wie möglich zu erhalten. Ich persönlich
sehe in diesem D.a. - Abend eine Aufforderung, vor allem unsere jüngere
Generation für diese Gemeinschaftsleistung unseres Dorfes zu begeistern
und den ein oder anderen dauerhaft für die D.a. - Redaktion zu gewinnen.