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Berichte 2007
 D.a.  2007 - Nr. 392 » ... aktuell * Meinung
  

Urmel : Die Rettung der Party
Die Party 35 Jahre D.a. drohte das Dorf zu verwirren….? ...und dann kam ich

35 Jahre D.a. und viele kamen zur Party, genau 117 Menschen, von denen ich einer war. Natürlich bin ich erstmal ohne meine verratende Tracht erschienen. Die Begrüßung war klasse, alle Redakteure standen im Eingang und begrüßten die Gäste per Handschlag und jeder erhielt ein Kärtchen. 

Doch dann ging das Desaster los: Hatten sich die Gäste gerade gesetzt, trat der Chefe auf den Plan und begrüßte noch mal alle Gäste. Einen Gast begrüßte er, obwohl eigentlich keine Offiziellen eingeladen wurden, ganz besonders, unseren Hammer, der an diesem Tag Geburtstag hatte. Ja das ist schon schwer, wenn die Aufwandsvergütungen von der Stadt nicht mehr fließen, muss man eben schauen, wo man bleibt mit seiner Geburtstagsfeier? Keine Panik oder Aufregung Onkel Hammer, ich will doch nur spielen und es ist ein Scherz!!!! 

Nun, nachdem dieser Teil erledigt war, erhielten die verteilten Kärtchen ihren Auftritt, anhand derer drei Gruppen für das nachfolgende Spiel gebildet wurden. Ach du ……. Es gab eine Völkerwanderung, wie es sie in der Gaststätte Kehl noch nie gegeben hatte, ganze Familien, Freundes- und Bekanntengruppen wurden wieder auseinander gerissen und das nur, um mit dem Spielchen a la der "Große Preis" beginnen zu können. 

Es waren auch Alle da, das nette Hündchen Wumm, also das MMchen an der Technik und der kleine untersetzte Elefant Wendolin mit der Sprechmaschine in der Hand fehlten ebenso wenig wie die Hauptschiedsrichter, das Gläsertrio "DG, FC und GW". Das Spiel ging los und die erste der Sonderaufgaben, die alle meinen Namen trugen, sollte gelöst werden. Doch du glaubst es nicht, hatte der Trottel Wendolin doch tatsächlich die Karten für die Pantomime-Aufgabe in der Tasche vergessen, obwohl der schon zwei Stunden vor der Feier dumm in der Kneipe rumhing. Gott sei Dank konnten Wendolin und Chefe die Karten schnell finden. Doch es sah dann so aus, als sollte das Spiel nun bis zum Schluss einen guten Verlauf nehmen. 

Doch dann kam die letzte Frage. Eine meiner Aufgaben und die Ereignisse überschlugen sich für mich. Es sollte gesungen werden. Das Steigerlied. Das Steigerlied, also das Lied, was die SPD zum Abschluss eines jeden Landesparteitages in NRW singt. Das Steigerlied in der CDU Hochburg Lippstadts. Unglaublich, was sich Wumm und Wendolin dabei wohl gedacht haben, keiner der Redakteure wusste es, doch die beiden zogen es durch und es folgte noch mehr. 

Erstaunlich war auch, dass die Gruppe um den OV, die diese Aufgabe gestellt bekamen, obwohl mit 700 Punkten in Führung liegend, nur einen Punkt setzte. Hatte wohl ´ne Vorahnung oder ist der OV nur kniepig, was? Ich wollte gerade eingreifen, aber dann sangen auch schon alle los und ich konnte den politischen Verfall Dedinghausens nicht verhindern. Alle Funktionäre und Amtsträger der Orts-Union sangen, wie die anderen Gäste auch, aus voller Kehle mit und das nicht einmal schlecht. Das kann doch nur bedeuten, dass in jedem Unionspolitiker auch ein mehr oder weniger großer Sozialdemokrat steckt oder wie würdet Ihr so etwas beurteilen?!! 

Doch Wumm und Wendolin setzten noch einen drauf. Sie hatten den Liedtext kurzerhand in einen Leidenstext für die D.a.-Redakteure umgeschrieben. Die mussten nach vorne kommen und diesen Text zum Besten geben; und wieder stimmten alle Gäste und Parteifunktionäre mit ein, was das Leid der Redakteure sicherlich linderte. Nach dem Singen der D.a.-Hymne, ließ sich Chefe dazu hinreißen anzukündigen, dass D.a. jetzt schon drei Lieder habe und er mit den Redakteuren ins Studio gehen wird, um eine CD aufzunehmen und ein D.a.-Liederbuch zu veröffentlichen. Jetzt war er gänzlich durchgeknallt, so was kann Mann und auch Frau sich doch nicht anhören wollen.

Na so weit, so gut, Chefe kriegte sich ja auch schnell wieder ein. Doch als Wendolin dann die Siegerehrung vornahm, bei der der Erstplatzierte eine Runde Schnaps erhielt, der Zweite Zitat "Weiter bleiben und feiern darf" und nun kommt der Hammer - der war auch in dieser Gruppe -, der Dritte sich in die Küche begeben möge, um für alle Butterbrote zu schmieren, ging es so nicht mehr weiter. Kurzerhand warf ich mich in mein eigentliches Gewand und rettete die Party mit einem ebenso anspruchsvollen wie philosophischen Vortrag über die Arbeit der Redaktion, von der Adler - Trumpf bis hin zur Bearbeitung der Texte mit einer Fensterweichware und den neuen Vermehrungsverfahren der D.a.´s .

Bis in fünf Jahren 

Euer Urmel

     
 Erstellt am: 03.11.207 (RC)

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