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Jahre D.a. und viele kamen zur Party, genau 117 Menschen, von
denen ich einer war. Natürlich bin ich erstmal ohne meine
verratende Tracht erschienen. Die Begrüßung war klasse, alle
Redakteure standen im Eingang und begrüßten die Gäste per
Handschlag und jeder erhielt ein Kärtchen. |

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Doch dann ging das
Desaster los: Hatten sich die Gäste gerade gesetzt, trat der Chefe auf
den Plan und begrüßte noch mal alle Gäste. Einen Gast begrüßte er,
obwohl eigentlich keine Offiziellen eingeladen wurden, ganz besonders,
unseren Hammer, der an diesem Tag Geburtstag hatte. Ja das ist schon
schwer, wenn die Aufwandsvergütungen von der Stadt nicht mehr fließen,
muss man eben schauen, wo man bleibt mit seiner Geburtstagsfeier? Keine
Panik oder Aufregung Onkel Hammer, ich will doch nur spielen und es ist
ein Scherz!!!!
Nun, nachdem dieser
Teil erledigt war, erhielten die verteilten Kärtchen ihren Auftritt,
anhand derer drei Gruppen für das nachfolgende Spiel gebildet wurden. Ach
du ……. Es gab eine Völkerwanderung, wie es sie in der Gaststätte
Kehl noch nie gegeben hatte, ganze Familien, Freundes- und
Bekanntengruppen wurden wieder auseinander gerissen und das nur, um mit
dem Spielchen a la der "Große Preis" beginnen zu können.
Es waren auch Alle da,
das nette Hündchen Wumm, also das MMchen an der Technik und der kleine
untersetzte Elefant Wendolin mit der Sprechmaschine in der Hand fehlten
ebenso wenig wie die Hauptschiedsrichter, das Gläsertrio "DG, FC und
GW". Das Spiel ging los und die erste der Sonderaufgaben, die alle
meinen Namen trugen, sollte gelöst werden. Doch du glaubst es nicht,
hatte der Trottel Wendolin doch tatsächlich die Karten für die
Pantomime-Aufgabe in der Tasche vergessen, obwohl der schon zwei Stunden
vor der Feier dumm in der Kneipe rumhing. Gott sei Dank konnten Wendolin
und Chefe die Karten schnell finden. Doch es sah dann so aus, als sollte
das Spiel nun bis zum Schluss einen guten Verlauf nehmen.
Doch dann kam die
letzte Frage. Eine meiner Aufgaben und die Ereignisse überschlugen sich
für mich. Es sollte gesungen werden. Das Steigerlied. Das Steigerlied,
also das Lied, was die SPD zum Abschluss eines jeden Landesparteitages in
NRW singt. Das Steigerlied in der CDU Hochburg Lippstadts. Unglaublich,
was sich Wumm und Wendolin dabei wohl gedacht haben, keiner der Redakteure
wusste es, doch die beiden zogen es durch und es folgte noch mehr.
Erstaunlich war auch,
dass die Gruppe um den OV, die diese Aufgabe gestellt bekamen, obwohl mit
700 Punkten in Führung liegend, nur einen Punkt setzte. Hatte wohl ´ne
Vorahnung oder ist der OV nur kniepig, was? Ich wollte gerade eingreifen,
aber dann sangen auch schon alle los und ich konnte den politischen
Verfall Dedinghausens nicht verhindern. Alle Funktionäre und Amtsträger
der Orts-Union sangen, wie die anderen Gäste auch, aus voller Kehle mit
und das nicht einmal schlecht. Das kann doch nur bedeuten, dass in jedem
Unionspolitiker auch ein mehr oder weniger großer Sozialdemokrat steckt
oder wie würdet Ihr so etwas beurteilen?!!
Doch Wumm und Wendolin
setzten noch einen drauf. Sie hatten den Liedtext kurzerhand in einen
Leidenstext für die D.a.-Redakteure umgeschrieben. Die mussten nach vorne
kommen und diesen Text zum Besten geben; und wieder stimmten alle Gäste
und Parteifunktionäre mit ein, was das Leid der Redakteure sicherlich
linderte. Nach dem Singen der D.a.-Hymne, ließ sich Chefe dazu hinreißen
anzukündigen, dass D.a. jetzt schon drei Lieder habe und er mit den
Redakteuren ins Studio gehen wird, um eine CD aufzunehmen und ein
D.a.-Liederbuch zu veröffentlichen. Jetzt war er gänzlich durchgeknallt,
so was kann Mann und auch Frau sich doch nicht anhören wollen.
Na so weit, so gut,
Chefe kriegte sich ja auch schnell wieder ein. Doch als Wendolin dann die
Siegerehrung vornahm, bei der der Erstplatzierte eine Runde Schnaps
erhielt, der Zweite Zitat "Weiter bleiben und feiern darf" und
nun kommt der Hammer - der war auch in dieser Gruppe -, der Dritte sich in
die Küche begeben möge, um für alle Butterbrote zu schmieren, ging es
so nicht mehr weiter. Kurzerhand warf ich mich in mein eigentliches Gewand
und rettete die Party mit einem ebenso anspruchsvollen wie philosophischen
Vortrag über die Arbeit der Redaktion, von der Adler - Trumpf bis hin zur
Bearbeitung der Texte mit einer Fensterweichware und den neuen
Vermehrungsverfahren der D.a.´s .
| Bis
in fünf Jahren
Euer Urmel |

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