Judith O’Higgins – Rechtsmedizinerin

In dieser vierten Folge unserer Serie stellte sich Heinz-W. Wellner die Frage…

„… geborene Schroer … Lippstadt“ – könnte das nicht vielleicht unsere ehemalige Nachbarin sein?

 Judith O’Higgins (geb. Schroer) (Foto: WRD¸ Bildrechte: Patrick Ohligschläger/S. Fischer Verlage)

Judith O’Higgins (geb. Schroer)
(Foto: WRD¸ Bildrechte: Patrick Ohligschläger/S. Fischer Verlage)

Und in der Tat, Judith O’Higgins ist die 43-jährige Tochter des im Waldweg wohnenden Ehepaares Schroer. Vater Horst, selbst Dr. der Medizin und als Frauenarzt bzw. Gynäkologe tätig, klärte auf:

„Seit unserem Umzug nach Dedinghausen im Jahre 1983 hat Judith ihre Kinder- und Jugendzeit hier verbracht. Nach dem Abitur am Ostendorf-Gymnasium studierte sie in Münster Medizin und Musik. Danach war sie bis zum Facharzt in Hamburg tätig.

Nachdem sie nach London übergesiedelt und dort verheiratet ist, besucht sie uns in regelmäßigen Abständen. Leider ist die Fluglinie Paderborn/ Lippstadt nunmehr eingestellt und somit Dortmund der Flughafen der Wahl.“

Aufmerksam wurde man nun auf die ausgewanderte Nachbarin, weil sie ein Buch über ihre Berufserfahrung schrieb und dadurch eine Einladung in die WRD-Talkrunde „Kölner Treff“ bekam.

In ihrer Zeit in Hamburg lernte sie einen englischen Jazzmusiker kennen und lieben. Sie zog mit ihm nach London, wo sie seit einigen Jahren als Rechtsmedizinerin tätig ist. Dort schrieb sie mit einem Hamburger Co-Autor ihr Buch „Spuren des Todes“.

Das Buch ist im Fischer Krüger Verlag erschienen. Die Daten:

Judith O’Higgins, Fred Sellin:
Spuren des Todes
ISBN 978-3-8105-1321-2
Preis: 14,99 €

Am 11. Juli war sie Gast in der WDR-Sendung „Kölner Treff“. Bettina Böt­tinger hatte neben der Rechtsmedizinerin mit dedinghauser Wurzeln, die Schau­spielerin Jutta Spei­del, den Schlagersänger Guildo Horn, den Literaturkritiker Denis Scheck, die Musikerin Miss Platnum und den ehemaligen Profitänzer Joachim Llambi versammelt.

In der Ankündigung zur Sendung vom 11. Juli ließ der WDR Folgendes verlautbaren:

„Den Anblick von Toten ist sie gewohnt. Judith O’Higgins ist Rechtsmedizinerin, rund 500 Leichen obduziert sie pro Jahr. Täglich sieht sie, wie schnell das Leben zu Ende sein kann, und für gewöhnlich betrachtet sie das mit professioneller Distanz. Nur einmal war alles anders – als sie erkannte, dass es sich bei der Leiche eines verunglückten Motorradfah­rers um einen Freund handelte. Wie das ihr Leben verändert hat und wie sie generell mit ihrer Arbeit und dem Tod umgeht: Das schildert Judith O‘Higgins in einem Buch und im Gespräch mit Bettina Böttinger.“

Das tat sie dann auch … und es war interessant

Am 19. Juli – auch der Patriot war auf Judith O’Higgins aufmerksam geworden – brachte die Lippstädter Tageszeitung ein längeres Interview mit der Rechtsmedizinerin. Titel: „Mit Toten konfrontiert zu sein, macht mich lebendig“