Freunde zu Besuch

Heidenolderdorfer und Dedinghauser verbringen gemeinsam erlebnisreiche und genussvolle Stunden

‚Das kann nicht gut gehen! Wir sind viel zu wenige Betreuer für viel zu viele Betreute!’, sagt im Vorfeld die besorgte Mitarbeiterin des Lippischen Blindenwerkes, als sie erstmalig den Bus zur Fahrt nach Dedinghausen besteigt. Die erfahrene Kollegin widerspricht gelassen: ‚Kein Problem! In Dedinghausen wird es gut gehen, da packen alle mit an.” Von diesem kleinen Dialog berichtet später die besorgte Mitarbeiterin selbst und muss dabei schmunzeln. “Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viele Menschen sind, die unsere Leute einfach an die Hand nehmen und mit Ihnen losziehen, sobald wir aus dem Bus gestiegen waren. Das kenne ich so überhaupt nicht.”

Die Wahrnehmung der Mitarbeiterin beschreibt ein Phänomen, dass auch die diesjährige Auflage des Festes mit den Freunden aus Heidenoldendorf gut beschreibt: viele persönliche Begegnungen und gemeinsame Eindrücke von Menschen mit und ohne Behinderung, viele helfende Hände, die einen erlebnisreichen Tag ermöglichen. Dass Dedinghausen sich seit 1984 regelmäßg als Ort der gelebten Inklusion zeigen darf, wird durch das vielfältige Engagement der Helfer möglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sei hier folgenden Menschen ein herzliches Dankeschön gesagt:

  • Den “Auf- und Abbauern” am Freitagabend und Samstag
  • Den “Kuchen-, Torten- und Geldspendern” der reichhaltigen Kaffeetafel
  • Dem Helferteam in der Küche und an der Theke
  • Dem Königspaar und seinem Hofstaat für die tatkräftige Unterstützung
  • Den Menschen, die unsere Gäste persönlich durch den Tag begleiten
  • Der Familie Schäfers für das Zurverfügungstellen des Zeltes
  • Den Stegbauern, der ‘Boarding-Crew’ und dem WSC Lippstadt für die Kanu-Kreuzfahrten mit der MS Fukuhle
  • Dem Chor ‘Cäcilia’, Klaus Grothe an der Orgel und unseren Musikfreunden für die musikalischen Höhepunkte
  • Dem Team am Grill und den Waffeleisen
  • Der Feuerwehr und dem Teufelsgeigerwagen-Team für die Touren in und um unser Dorf
  • Theo und Mariane Husemann für die Leitung von ‘Team Dedinghausen’
  • Familie Bolte für das ‘tierische Vergnügen’
  • Dem Schützenverein und den Teufelsgeigern für die wertvollen Flachgeschenke

Am Ende dieses erlebnisreichen Tages, als unsere Gäste nach dem Abendessen wieder die Heimreise nach Detmold-Heidenoldendorf antraten, blieben wie immer viele tiefe Eindrücke zurück – bei unseren Gästen wie den Gastgebern gleichermaßen. Ein besonderer Tag, den Bernd Kruse in einem Dankschreiben u.a. so auf den Punkt bringt: “Beeindruckt hat mich sehr, mit welcher Geduld, Toleranz und Einfühlungsvermögen auch schwerstbehinderte blinden Menschen von Bürgern aus Dedinghausen während des Festes betreut wurden. Keine Berührungsängste, wir probieren das einfach und es klappte. Wären die Dedinghauser nicht so, wie sie sind, könnten wir solchen gut gemeinten Einladungen garnicht mehr folgen… In Dedinghausen haben wir Unterstützung von Ankunft bis Abfahrt. Das ist im positven Sinne nicht normal bzw. besonders. Deshalb kommen wir gerne und entspannt.” Dem Statement ist nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht: Wir freuen uns auf das nächste Fest mit Euch!

Ein kleines Video zur Bootsfahrt auf der Fukuhle …