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aus D.a. 292 - September 1998

Ab Mitte Oktober wird der Sportplatz von dioxinhaltiger Asche befreit

(HWW) "Die unendliche Geschichte der Entsorgung der kieselrotbelasteten Flächen geht für Lippstadt langsam dem Ende entgegen", so begrüßte die stell. Bürgermeisterin Marlies Stotz am 20. Aug. 1998 gegen 14.30 Uhr die Staatssekretärin Christiane Friedrich aus dem Umweltministerium NRW und eine weitere illustre Experten- und Gästeschar auf dem Sportplatz am Haslei.
Die Staatssekretärin war stellvertretend für Bärbel Höhn, NRW-Ministerin für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft nach Dedinghausen gekommen, um sich über die Vorbereitungsarbeiten zur Sanierung des Kieselrot-verunreinigten Sportplatzes zu informieren.
Die Staatssekretärin und Herr Menting gaben einen Überblick über die Entwicklung des seit 1991 anstehenden Problemes der Sanierung der kieselrotverunreinigten Flächen in NRW und Lippstadt (D.a. hat wiederholt darüber berichtet).
Eine von Umweltministerin Bärbel Höhn im Jahr 1996 veranlaßte landesweite Bestandsaufnahme hatte gezeigt, daß nur wenige der verunreinigten Flächen saniert worden waren. Daher wurden vom Land im letzten und in diesem Jahr jeweils 5 Millionen DM für die Sanierung kieselrotverunreinigter Flächen bereitgestellt. Gefördert wird aus diesen Mitteln die Entnahme, der Transport sowie die Entsorgung des Materials einschließlich notwendiger Maßnahmen zum Arbeits- und Nachbarschaftsschutz in einer Höhe von 80 %. Im Rahmen des Förderprogrammes wurden 1997 insgesamt 28 Sanierungsmaßnahmen durchgeführt oder begonnen. 1998 können mit den zur Verfügung gestellten Mitteln wiederum 30 kieselrotverunreinigte Flächen saniert werden. Darunter unser Sportplatz !
Auf dem Sportplatz "Am Haslei" sind die Laufbahn, die Anlaufbahn der Sprunggrube, die Hochsprunganlage und der Kugelstoßplatz mit dioxinhaltiger Schlacke verunreinigt. Die Belastungen sind mit Werten zwischen 22.000 und 57.000 Nanogramm Toxizitätsäquivalenten pro Kilogramm Trockensubstanz relativ hoch. Die Staatssekretärin wurde durch den Dipl. Ökologen Ekkehard Schuller anhand von Bodenschürfen über die Verteilung der Kieselrotbelastungen informiert. Über den Ablauf sowie notwendige Schutzvorkehrungen bei der geplanten Sanierung informierte Herr Menting.
Die Kosten für die Sanierung des Sportplatzes betragen 280.000 DM, von denen 224.000 DM vom Land bereitgestellt werden. Die Kosten für die anschließende Wiederherstellung des Sportplatzes in Höhe von zunächst kalkulierten 100.000 DM werden vollständig von der Stadt Lippstadt getragen.
Derzeit wird vom Amt für Umweltschutz und Stadtreinigung der Stadt Lippstadt die Ausschreibung und Vergabe der Sanierungs- und Entsorgungsarbeiten vorbereitet. Mit den Arbeiten vor Ort soll voraussichtlich Mitte/Ende Oktober 1998 begonnen werden. Die Arbeiten werden dann ca. sechs Wochen dauern. Etwa Ende November kann dann mit der Wiederherstellung der Anlagen begonnen werden.
Bezüglich der Planungen zur Wiederherstellung der Anlagen traten nun aber unerwartete Probleme auf. Für die Planer war die Aussage von Herrn Schuller neu, daß ca. ein halber Meter rechts und links der zu sanierenden Flächen mit entsorgt werden müssen. Insbesondere für das Geländer um die Laufbahn entstehen bisher nicht berücksichtigte Konsequenzen.
Über den konkreten Ablauf sowie notwendige Schutzvorkehrungen der Maßnahme berichtet D.a. demnächst.
 


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