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aus D.a. 292 - September 1998

St. Johannes-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Renovierung nach Brand in nur 4 Monaten abgeschlossen

(GW) An einem Freitag, dem 13. März 1998, schreckten am frühen Abend die Bewohner Dedinghausens auf, als die Sirene einen Brand in der Kirche meldete. Durch Brandstiftung war der Beichtstuhl ein Raub der Flammen und der gesamte Innenraum durch Ruß und Qualm unbenutzbar geworden. Damit wurde schnell klar, daß eine aufwendige Renovierung der Kirche erfolgen mußte.
Daß diese in nur 4 Monaten abgeschlossen werden konnte, ist zum einen der zügigen Arbeit der beteiligten Firmen zu verdanken. Aber auch die unbürokratische Arbeit des Kirchenvorstandes trug maßgeblich dazu bei, denn der Renovierungsbeginn wurde festgelegt, ohne auf die Zustimmung des Generalvikariats aus Paderborn zu warten. Glücklicherweise wurde der Gesamtschaden von rd. 250.000,00 DM von der Brandversicherung reguliert.
Voller Erwartungen und Freude war die Gemeinde dann am 12.Juli eingeladen, die Wiedereröffnung des Gotteshauses mit einer heiligen Messe zu feiern. Und sicherlich fühlten sich viele besonders berührt, als am Sonntag Morgen nach langer Zeit endlich wieder die Glocken läuteten. Und so konnte Pastor Ulrich Möller in der vollbesetzten Kirche viele Gläubige begrüßen, die wohl wie er "von den Glocken gerufen worden waren".
In seiner Predigt ging Pastor Möller natürlich auf die Frage ein, die schon Tage vorher im Ort diskutiert wurde : Soll die Kirche zukünftig verschlossen bleiben oder sollen spezielle Öffnungszeiten eingeführt werden ? Denn natürlich bleibe die Angst vor einem neuen Anschlag. Seine Meinung dazu war aber klar und deutlich: "Wir dürfen uns nicht verbarrikadieren und kleinkriegen lassen." Auch wenn immer häufiger auch Kirchen zum Ort einer sinnlosen Zerstörung werden, müsse ein Gotteshaus für die Menschen offen sein. Für viele Menschen sei die Kirche ein Ort des Gebetes, der Ruhe und der Einkehr. Diesen dürfe man ihnen nicht verschließen.
Außerdem sei die St.-Johannes-Kirche von Dedinghausen ja auch nicht irgendeine Kirche. "Es ist Ihre, meine, unsere Kirche, mit der wir alle Erinnerungen verbinden." Nur so seien die Gefühle zu erklären, die viele Einwohner nach dem Brand geäußert hätten. Mit Wut und Hilflosigkeit über die Zerstörungswut und Tränen in den Augen hätten viele Einwohner gezeigt, daß ihnen "ihre Kirche viel bedeute".
Auf die Frage in der letzten Umfrage von D.a., was für unser Dorf wichtig sei, landete die Kirche nur auf Platz 14. Nach den Geschehnissen vom März und den damit verbundenen Reaktionen hoffe er nun, daß bei der nächsten Umfrage eine deutliche Verbesserung des Platzes möglich wird.
Besonders dankte Pastor Möller in dem Gottesdienst allen, die beim Löschen und der Renovierung tatkräftig geholfen hatten. Dazu zählen neben der Feuerwehr und den beteiligten Renovierungs- und Restaurationsfirmen auch viele Gemeindemitglieder, die bei den anfallenden Arbeiten kräftig mit angepackt hatten.
Die Feuerwehrmänner der Löschgruppe 7 aus Lippstadt, Rixbeck, Bökenförde und Dedinghausen hatten eine spezielle Einladung zu dem Eröffnungsgottesdienst erhalten. Durch ihr schnelles Eingreifen am 13.März war ein größerer Schaden verhindert worden.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem Umtrunk mit Imbiß eingeladen. Aufgrund der unbeständigen Witterung fanden sich viele in der Scheune Schulte-Remmert ein, um sich gemeinsam in lockerer Runde über die schnelle und schöne Renovierung unserer Kirche zu freuen.
 


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