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aus D.a. April '98 (Nr.288)
Der Ortsvorsteher hat das Wort:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Gerade hatten wir uns alle ein wenig von dem Schock des Flugzeugabsturzes erholt, da eilt eine neue Hiobsbotschaft durch unser Dorf. Freitag, der 13. März: unser Küster Heinz Grothe entdeckt gegen 18.15 Uhr - er will gerade die Kirche abschließen - das Kirchenschiff voll Qualm und Rauch. Die Uhr in der Sakristei ist um 15.30 Uhr stehengeblieben.
Als ich gegen 18.30 Uhr die Kirche betrete, bot sich mir ein trostloses Bild: Die Gesangbücher und Handzettel mit dem Publicandum lagen verstreut auf dem Fußboden, vom Beichtstuhl war nur ein Häufchen Asche übriggeblieben. Allen Anwesenden standen Sprachlosigkeit, Trauer und Empörung ins Gesicht geschrieben. Erinnerungen an die vielen Arbeitsleistungen freiwilliger Helfer während der letzten Renovierung 1992/93 wurden wach. - Warum? Weshalb dieser Vandalismus und die sinnlose Zerstörungswut? Wohin steuert unsere Gesellschaft, wenn solche Übeltäter nicht einmal mehr das Innere eines Gotteshauses verschonen? Mir stellt sich die Frage, wie es denn in Zukunft weitergehen wird.
Müssen auch schon in unseren Dörfern die Kirchen verschlossen bleiben aus Angst vor dem sinnlosen Tun einiger Chaoten?
Auch die Tatsache, daß dieser Schaden versicherungsmäßig abgedeckt ist, kann niemanden in unserem Dorf beruhigen.
Vor diesem Hintergrund und auch wegen verschiedener unerfreulicher Erfahrungen in den letzten Jahren setze ich als Ortsvorsteher eine Belohnung von 500,-- DM aus für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Stratmann
Ortsvorsteher
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© D.a. online 1997/98 - D.a.@Dedinghausen.de