![]() |
|
|
|||||||
| aus D.a. Dez. '98 (Nr.295) | |||||||||
Vorbei sind nun der Sommer und der Herbst und der Winter hat uns ja schon ganz kräftig im Griff. Obwohl, hat der Sommer in diesem Jahr überhaupt stattgefunden?! Also Muskelkater vom Rasenmähen hat sicherlich niemand bekommen, und auch der Verbrauch von Grillkohle dürfte eher gegen Null tendieren. Wenn ich es mir richtig überlege, fand der Sommer in diesem Jahr an einem Wochenende im Juli statt. Und just an diesem Wochenende, welch Zufall, war das Schützenfest in Dedinghausen.
Nun steigt also die Herbst/Winter Saison in Dedinghausen. Da ist ganz schön was los, ein Termin jagt den selbigen!
Der Schützenverein hielt schon seine Hauptversammlung ab. Und da jeder weiß, wie verarmt der Verein ist, waren die Schützen recht dankbar für diverse Freibierrunden. Es gab Chef-Bier, Königs-Pilsener, 500er Bräu und auch der Festwirt hatte noch ein Fäßchen vom Schützenfest über. So dermaßen gesättigt fiel es den Schützenbrüdern leicht, über das Schützenfest im kommenden Jahr abzustimmen. Und, o Wunder, mit wenigen Enthaltungen und kaum Gegenstimmen, wurde beschlossen im nächsten Jahr wieder ein Schützenfest zu feiern.
Das heißt also, nächstes im Juli zieht Vatter seinen Bauch ein und schlüpft in die weißen Hosen, zwängt sich in die grüne Jacke, schultert sein Gewehr, verabschiedet sich von seinen Lieben und ward 3 Tage nicht mehr gesehen! Also im Grunde genommen die gleiche Prozedur wie in jedem Jahr. Auch wenn unser Oberst Skepsis verbreitet, irgend jemand wird sich am Schützenfest - Montag finden, der den letzten Rest des Vogels aus dem Kugelfang holt. Und wenn nicht Wiederwahl!!!!
Sind Euch auch in den letzten Tagen schon einige Typen mit so seltsamen Kappen und Hüten entgegengekommen? Keine Angst, die sind nirgendwo ausgebrochen! Das sind unsere Karnevalisten, die tapfer das närrische Fähnchen in der karnevalistischen Diaspora Lippstadt hochhalten.
Neuerdings schleppen sie eine große Kanone auf ihren Zügen durch`s Dorf und anderswo mit. Soll jetzt der närrische Bazillus mit Waffengewalt in Lippstadt eingeführt werden? Derart bedroht hat unser Ortsvorsteher jedenfalls rasch kapituliert und den Schlüssel für den Bürgertreff rausgerückt. Und da haben die Narren nun ihr Stammquartier bis Aschermittwoch aufgeschlagen.
Leute, Dedinghauser, geht sie zahlreich besuchen und erweist eure Referenzen, sonst rücken sie euch mit der Kanone auf den Pelz.
So langsam werden nun die ersten Fenster weihnachtlich geschmückt. Es ist im übrigen interessant, die neuesten Trends der Weihnachtsbeleuchtungsindustrie in jedem Jahr zu sehen! In diesem Jahr sind glaube ich beleuchtete Strohsterne der letzte Schrei.
Der Riesenbaum auf Nünnerichs Ecke wird wieder der strahlende Mittelpunkt des Dorfes sein und uns Dedinghauser in dieser dunklen Jahreszeit heimleuchten. Man kann ihn übrigens sehr weit sehen, diesen Baum.
Wie weit, das wollen wir von der Redaktion von Euch wissen.Urmel
![]()
© D.a. online 1997/98 - D.a.@Dedinghausen.de