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| D.a. 303 - September 1999 | ||
Stadtflucht -Graf Bernhard emigriert auf`s Land
Nun ist er endlich da, der Bernhard. Es hat sich ja etwas verzögert, bis die D.a. -Redaktion sich die Bronzeplastik beim Bürgermeister abholen durfte. Aber am Freitagnachmittag, den 27.08. nahm Bronze-Bernhard dann an bzw. auf Kehl`s Theke Platz und blickt seitdem wohlwollend auf seine neuen Untertanen herab. Und was er da so sieht, gefällt ihm augenscheinlich. Denn ein permamentes, glückliches Grinsen überzieht sein Gesicht.
Alles, aber auch wirklich alles was in Dedinghausen Rang und Namen hat war zur Verleihung ins Rathaus eingeladen worden. Nur mich, den Star der Redaktion, den Fixstern am Dedinghauser Pressehimmel hatte man nicht geladen. Ich war aber trotzdem da, eingeschlichen durch den Hintereingang.
Und diese Veranstaltung war eine im wahrsten Sinne schweißtreibende Angelegenheit. Zunächst drängte sich halb Dedinghausen und einige „Die-was-zu-sagen-haben" glauben aus Lippstadt im großen Sitzungssaal des Rathauses, der auf einmal gar nicht mehr so groß war! Am Schluß erschien einer mit
einer großen Kette um den Hals. Gerade wollte ich schon fragen, wieviel Schuß er denn für seine Königswürde gebraucht habe, da machte mich mein Nachbar darauf aufmerksam, daß dieses der Bürgermeister sei. Beinahe wäre ich vor Ehrfurcht erstarrt.
Aber nur beinahe. Denn dann hätte ich ja gar nicht mitbekommen, was der Bürgermeister so von sich gab. Was der alles über Dedinghausen und D.a. wußte! Und wie gut wir sind! Die anwesenden Dedinghauser staunten mit offenen Mündern. Und am Schluß der Rede waren alle restlos überzeugt: Jawohl , wir sind so gut, wir haben uns eine Belohnung verdient!
Also, den Bernhard einpacken und ab nach Hause. Aber zuvor mußten wir alle noch mithelfen die dargereichten Häppchen sowie die diversen Getränke zu verzehren. Nach getaner Arbeit wollten wir nun aber endgültig gehen, aber ein verspäteter Gast wollte uns unbedingt noch huldigen und seine Anerkennung aussprechen: Der Innenminister von NRW schaute persönlich vorbei, um D.a. und Dedinghausen seine Glückwünsche auszusprechen. Im Schlepptau hatte er den ehemaligen Stadtdirektor von Bad Berleburg, der aber eigentlich mehr auf der Suche nach einer Quelle war.
Am Abend leerten die Dedinghauser und ihre Gäste im Gasthof Kehl noch so manches Glas auf Bernhards Wohl. Und ein glückliches Grinsen überzog sein Gesicht.
Urmel
| Erstellt am: 04.09.1999 |
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