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Berichte 2003
 D.a.  2003 - Nr. 343 » ... aktuell * Rückblick
  

Rosenmontag 03. März 2003 - Tagebuch eines Teufelsgeigers

(HWW) Bevor die Teufelsgeiger Dedinghausen "unsicher" machen können, steht seit Jahren drei Tage vor dem Rosenmontag ein Pflichttermin an. Die letzten Vorbereitungen für den Bau des Karnevalswagens, der "Teufelsgeiger-Bahre" sowie die Reparatur der arg ramponierten Teufelsgeigen wurden am Freitag, den 28. Februar ab 16.00 Uhr bei Hagemanns Schmiede vorgenommen. Nach getaner Arbeit nahm man noch einen "zur Brust" und verabredete sich für den Rosenmontag. 

Über die Ereignisse am Rosenmontag berichtet Theo Husemann in seinem Teufelsgeiger - Tagebuch : 

06.30 Uhr: Relativ entspannt werde ich wach, da in diesem Jahr das Fernsehen ja nicht kommt. Aber mein Kopf brummt und die Nase läuft; eine Grippe kündigt sich an. Zu allem Unglück regnet es auch noch. 

07.30 Uhr: Trotzdem muss ich die vorbestellten Brötchen für die Mittagspause abholen. 

08.00 Uhr: Da Marianne auch nicht auf dem Damm ist, fällt das sonst übliche "große Frühstück" aus. 

08.50 Uhr: Rein in die Klamotten und die Sparschweine klargemacht. Gerti Köthenbürger und Rommy Plaß kommen, um die Brötchen zu schmieren. 

09.00 Uhr: Bei Schulte-Remmert treffen so nach und nach die Teufelsgeiger ein. Selbst Pana und sein Gefolge sind schon da. 

09.15 Uhr: Nachdem Obergeiger Wilfried Plaß es sich in seinem zum Käfig umgebauten Frontlader gemütlich gemacht hat, geht es mit Pauken, Trommeln, Trompeten und natürlich den Teufelsgeigen los. 

10.30 Uhr: Die Bauernecke ist geschafft und wir rücken zur Bahn und darüber hinaus. Bei Dr. Gerry und Tatjana schmeckt das gezapfte Bier sehr gut. Das lassen wir auch die drei Leute vom Patriot wissen, die uns ab jetzt begleiten. 

11.15 Uhr: Agnes Langels, bei der wir bereits seit Jahren vorzüglich bedient werden, ist es, die in diesem Jahr mit unserem Orden "Der Teufelsgeige 2003" ausgezeichnet wird. Sie ist freudig überrascht. 

12.30 Uhr: Endlich ist Mittagspause bei Martina und Hans Kehl, der sich zum echten Teufelsgeiger gemausert hat. Wir lassen uns die Brötchen und Bockwürstchen schmecken. Des kürzlich verstorbenen Teufelsgeigers Günter Gerhardus wird gedacht. 

13.30 Uhr: Auf zur zweiten Halbzeit. Der Rest des Dorfes muss auch noch heimgesucht werden und zwar bis zum letzten Haus auf der Heide. 

15.00 Uhr: Wir unterbrechen unseren Marsch und statten dem KCD mit seinem Kinderkarneval im Bürgertreff unseren Besuch ab. Es ist enorm was los. 

16.00 Uhr: Jetzt kommen noch die angenehmsten Straßen, Haslei und Breslauer Straße, dran. Die Bewohner erwarten uns bereits vor dem Haus stehend. Es macht richtig Spaß. 

17.00 Uhr: Bei Hammu angekommen, werden noch einige Eier etc. abgeladen und der Großteil der Teufelsgeiger zieht in die Birkhofsklause ein. Die restliche Beute, die von Anton Henkemeier und Günther Ost bestens auf dem Wagen verstaut worden ist, wird in Remmerts Scheune gebunkert. Danach streiche ich die Segel und lege mich ins Bett; es geht mir besch..... 

18.30 Uhr: Ich habe mir sagen lassen, dass es allen anderen in der Birkhofsklause sowohl gut geschmeckt als auch gut gefallen hat. Die hilfsbereiten Damen erhalten zum Dank ein Präsent. Dank auch an alle, die mitgemacht haben, die uns freundlich aufgenommen und bedacht haben. Über die Verwendung der Spenden werden wir - wie gewohnt - an dieser Stelle berichten. In diesem Jahr steht ja eine angekündigte Einladung des Blindenheimes in Heidenoldendorf an.

Theo Husemann

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 Erstellt am: 02.04.2003

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