(HWW)
Bevor die Teufelsgeiger Dedinghausen "unsicher" machen können,
steht seit Jahren drei Tage vor dem Rosenmontag ein Pflichttermin an. Die
letzten Vorbereitungen für den Bau des Karnevalswagens, der
"Teufelsgeiger-Bahre" sowie die Reparatur der arg ramponierten
Teufelsgeigen wurden am Freitag, den 28. Februar ab 16.00 Uhr bei
Hagemanns Schmiede vorgenommen. Nach getaner Arbeit nahm man noch einen
"zur Brust" und verabredete sich für den Rosenmontag.
Über die Ereignisse am Rosenmontag berichtet Theo Husemann in
seinem Teufelsgeiger - Tagebuch :
06.30
Uhr: Relativ entspannt werde ich wach, da in diesem Jahr das Fernsehen ja
nicht kommt. Aber mein Kopf brummt und die Nase läuft; eine Grippe
kündigt sich an. Zu allem Unglück regnet es auch noch.
07.30
Uhr: Trotzdem muss ich die vorbestellten Brötchen für die Mittagspause
abholen.
08.00
Uhr: Da Marianne auch nicht auf dem Damm ist, fällt das sonst übliche
"große Frühstück" aus.
08.50
Uhr: Rein in die Klamotten und die Sparschweine klargemacht. Gerti
Köthenbürger und Rommy Plaß kommen, um die Brötchen zu
schmieren.
09.00
Uhr: Bei Schulte-Remmert treffen so nach und nach die Teufelsgeiger ein.
Selbst Pana und sein Gefolge sind schon da.
09.15
Uhr: Nachdem Obergeiger Wilfried Plaß es sich in seinem zum Käfig
umgebauten Frontlader gemütlich gemacht hat, geht es mit Pauken,
Trommeln, Trompeten und natürlich den Teufelsgeigen los.
10.30
Uhr: Die Bauernecke ist geschafft und wir rücken zur Bahn und darüber
hinaus. Bei Dr. Gerry und Tatjana schmeckt das gezapfte Bier sehr gut. Das
lassen wir auch die drei Leute vom Patriot wissen, die uns ab jetzt
begleiten.
11.15
Uhr: Agnes Langels, bei der wir bereits seit Jahren vorzüglich bedient
werden, ist es, die in diesem Jahr mit unserem Orden "Der
Teufelsgeige 2003" ausgezeichnet wird. Sie ist freudig
überrascht.
12.30
Uhr: Endlich ist Mittagspause bei Martina und Hans Kehl, der sich zum
echten Teufelsgeiger gemausert hat. Wir lassen uns die Brötchen und
Bockwürstchen schmecken. Des kürzlich verstorbenen Teufelsgeigers
Günter Gerhardus wird gedacht.
13.30
Uhr: Auf zur zweiten Halbzeit. Der Rest des Dorfes muss auch noch
heimgesucht werden und zwar bis zum letzten Haus auf der Heide.
15.00
Uhr: Wir unterbrechen unseren Marsch und statten dem KCD mit seinem
Kinderkarneval im Bürgertreff unseren Besuch ab. Es ist enorm was
los.
16.00
Uhr: Jetzt kommen noch die angenehmsten Straßen, Haslei und Breslauer
Straße, dran. Die Bewohner erwarten uns bereits vor dem Haus stehend. Es
macht richtig Spaß.
17.00
Uhr: Bei Hammu angekommen, werden noch einige Eier etc. abgeladen und der
Großteil der Teufelsgeiger zieht in die Birkhofsklause ein. Die restliche
Beute, die von Anton Henkemeier und Günther Ost bestens auf dem Wagen
verstaut worden ist, wird in Remmerts Scheune gebunkert. Danach streiche
ich die Segel und lege mich ins Bett; es geht mir besch.....
18.30
Uhr: Ich habe mir sagen lassen, dass es allen anderen in der
Birkhofsklause sowohl gut geschmeckt als auch gut gefallen hat. Die
hilfsbereiten Damen erhalten zum Dank ein Präsent. Dank auch an alle, die
mitgemacht haben, die uns freundlich aufgenommen und bedacht haben. Über
die Verwendung der Spenden werden wir - wie gewohnt - an dieser Stelle
berichten. In diesem Jahr steht ja eine angekündigte Einladung des
Blindenheimes in Heidenoldendorf an.
Theo
Husemann