(LSR)
Im kommenden Jahr bestehen die freundschaftlichen Bande zwischen der
Einrichtung für mehrfachbehinderte Blinde in Detmold - Heidenoldendorf
und den Dedinghäuserinnen und Dedinghäusern seit nun mehr 20 Jahren.
Aktuellster Ausdruck dieser Beziehung ist die Spende der Teufelsgeiger in
Höhe von 1.000 €, die im Rahmen der feierlichen Einweihung des
Wohnheimanbaus in Detmold übergeben werden konnte.
Einer
Einladung folgend machte sich die kleine Delegation bestehend aus Theo
Husemann, Bernhard Köthenbürger, Wilfried Plaß und Ludger Schulte -
Remmert am 11. April auf den Weg in den Detmolder Vorort unweit des
Hermanndenkmals. Herr Kruse, Leiter des Wohnbereichs und durch die Besuche
im Bürgertreff vielen bei uns bekannt, ließ sich die persönliche
Begrüßung der Dedinghäuser Gäste nicht nehmen und nahm die Spende
dankbar entgegen.
Nach
der festlichen Ansprache im vollbesetzten Speisesaal durch den
Geschäftsführer des Lippischen Blindenwerks, Herrn Schulz, konnten die
Gäste selbst den Erweiterungsbau in Augenschein nehmen. 16 neue
Wohnplätze konnten hier geschaffen werden, die den Betreuten langfristig
Lebensort und -perspektive bieten. Großzügig und rollstuhlgerecht
geschnitten, erfüllen die Räumlichkeiten aktuelle und absehbare bauliche
Anforderungen. Vor allem versuchen die neuen (und alten) Wohnbereiche, von
denen es mittlerweile vier gibt, in Gestaltung und Lage den verschiedenen
Bedürfnissen und Ansprüchen der Betreuten gerecht zu werden.
In
allen Bereichen arbeitet entsprechend geschultes Personal daran, die
behinderungsbedingten Defizite der Bewohner auszugleichen, erbringt
Pflegeleistungen, gibt lebenspraktische Hilfen und bietet Freizeitangebote
für Spaß und Entspannung und mit förderndem Charakter. Aufnahme in der
Einrichtung finden alle blinden Menschen die zusätzlich behindert sind,
ihre Schulpflicht beendet haben und in der Werkstatt arbeiten
möchten.
Das
Lippische Blindenwerk nimmt dabei mit der Art dieser Einrichtung in
Anspruch, Pionier und Vorbild für Einrichtungen aus anderen
Bundesländern zu sein. Hierzu haben die Dedinghäuserinnen und
Dedinghäuser - sowie jetzt wieder die Teufelsgeiger - im Sinne der
Betreuten in vielen Jahren einen wertvollen Beitrag geleistet.