(HWW)
Seit dem Frühjahr 1975 gibt es das Preisknobeln in Dedinghausen. Die
Dorfvereine nutzen seitdem den Spiel- und Gewinntrieb der
Dorfbevölkerung, um für ihre Projekte und Aufgaben
"Zuschüsse" erknobeln zu lassen. 1975 war es der SV Blau-Weiß,
der als erster Verein ein derartiges Knobelturnier veranstaltete. Bereits
im dritten Jahr - 1977 - war die Löschgruppe der Feuerwehr erstmals
Ausrichter dieser Veranstaltung. Vom 21.März bis zum 13.April 2003
richtete nun die Feuerwehr zum vierten Mal das Preisknobeln aus.
In
diesem Jahr sollte der zu erwartende Überschuss die Kassen der
Löschgruppe füllen helfen, denn in den nächsten Tagen und Wochen steht
der Baubeginn zur Erweiterung des Gerätehauses am Bürgertreff an, und da
ist ein Eigenanteil eingeplant und Eigenleistung dringend erforderlich. Am
Freitag, den 21.März ging's dann los. In den drei Dorfkneipen wurde
freitags, samstags und sonntags geknobelt was die Becher hergaben. An den
folgenden vier Sonntagabenden wurden dann in jeder Kneipe zusammen 12
Wochenendpreise ausgeknobelt. Alle Teilnehmer, die mit dreimal drei
Würfeln 42 oder mehr Punkte erzielten waren hier
teilnahmeberechtigt.
Um am
Endstechen teilnehmen zu dürfen musste man mindestens 45 Punkte
erwürfeln. Dies gelang 37 Personen. 26 davon fanden sich am Sonntag vor
Ostern gegen 20 Uhr in der Gastwirtschaft Kehl zum Endstechen ein. Hier
machte jeder Teilnehmer/in zunächst noch einmal (kostenlos) drei Würfe,
die zu seinem / ihren bisherigen Ergebnis addiert wurden. Nach 55 Minuten
und neun erforderlichen Zusatzstechen Punktgleicher standen um 21 Uhr die
Gewinner des Preisknobelns 2003 fest.
Die Sieger des Preisknobeln 2003:
1. Rainer Fromm, 2. Björn Aring, 3. Heinrich Nünnerich, 4. Bernhard
Köthenbürger, sen., 5. Tommy Stratmann, 6. Tatjana Hagenhoff, 7. Hans
Langels, 8. Franz Brunnert, 9. Josef Startmann, 10. Marc Grothe
Löschgruppenführer Franz Discher überreichte den
drei Erstplazierten ihre Gutscheine in Höhe von 150,-€, 125,-€ und
100,-€. Die Teilnehmer des Endstechens, die sich auf den Plätzen 3. bis
26. einreihten konnten ihrer Platzierungen gemäß nacheinander an den
"Gabentisch" treten und sich aus der Fülle der Preise etwas
aussuchen. Die Preis waren gespendet bzw. von gespendetem Geld
gekauft.
Eine Anmerkung, die den Modus des Preisknobelns
beleuchtet, sei noch angeführt. Anja Vossebürger lag vor dem Endstechen
mit 51 Punkten hoch und landete nach dem Endstechen nicht einmal unten den
besten 10. Der Sieger Rainer Fromm kam mit gerade einmal 46 Punkten zum
Endstechen und gewann dies mit 90 Punkten.