Der
Winter ist vorbei und es geht mit großen Schritten auf die nächste
Schützensaison zu. Daher gilt es sich ausreichend zu informieren. Diesen
Eindruck konnte man zumindest angesichts der Teilnehmerzahl - mehr als 80
Schützen waren der Einladung in das Vereinslokal Kehl gefolgt - an diesem
Abend gewinnen.
Zu
Beginn der Versammlung begrüßte Oberst Bernhard Plaß alle Anwesenden.
Sein besonderer Gruß galt dem amtierenden König Ulrich Greschniok, den
Ehrenobristen Heinz Grothe und Hermann Stratmann, den Ehrenoffizieren
Wilfried Plaß und Bernhard Brink sowie dem Ortsvorsteher Josef Stratmann
und den Vertretern von D.a.. Auch die "Knobelaufsicht"
der freiwilligen Feuerwehr, die Jungschützen und Neubürger wurden nicht
vergessen.
Anschließend
wurde des kurz zuvor verstorbenen Schützenbruders und Schützenkönigs
1987/1988 Uwe Greschniok gedacht. Danach berichtete Oberst Plaß über den
Stand der Vorbereitungen zum diesjährigen Schützenfest. Demnach wurden
bereits alle Verträge sowohl mit dem Festwirt als auch mit den
Musikkapellen und den "Budenbetreibern" abgeschlossen.
Die
Jubelmajestäten sind in diesem Jahr Frau Elisabeth Lummer (40 Jahre)
sowie Heino Heidepeik und Anneliese Bochert (25 Jahre). Schon bei der
letzten Generalversammlung hatte Oberst Plaß die geringe Beteiligung der
Schützen am Festumzug Schützenfestmontag beklagt und Überlegungen zur
Abhilfe angekündigt. Erste Ergebnisse sind, dass der Vorstand künftig
mit auf dem Schützenplatz antritt und nicht mehr an der Königsresidenz
abgeholt wird. Außerdem werden zusätzliche Biermarken an die
angetretenen Schützen ausgegeben. (keine Minderung der Biermarkenausgabe
am Sonntag). Aus den Reihen der gewählten Offiziere wird dem neuen
Königspaar ein "Betreuungsoffizier" zur Seite gestellt, der
für alle offenen Fragen, Wünsche und Anregungen Ansprechpartner ist. Des
weiteren wird künftig erst um 17.00 Uhr angetreten, so dass sich der
Kindertanz auf 18.45 Uhr bis 19.00 Uhr verschiebt.
Ergänzend
zum Bericht des Oberst informierte Geschäftsführer Theo Husemann die
Versammlung über den Vertragsabschluss mit dem Festwirt Hubert Flottmeier
aus Verlar. Bei zum Vorjahr gleichbleibenden Getränkepreisen (Glas Bier 1
Euro, alkoholfreie Getränke 0,90 Euro) konnte bei den Verhandlungen
wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Dennoch sollte
aber allen klar sein, dass die Zeiten in der Gastronomiebranche
schwieriger geworden sind und auch das große Risiko des Festwirts nicht
außer acht gelassen werden darf. Daher sei auch dieses Mal ein Abschluss,
der die Interessen beider Parteien berücksichtigt, angestrebt
worden.
Für
die musikalische Gestaltung des Schützenfestes wurden neben der
Blaskapelle Schöning und dem Tambourkorps Hörste, der Spielmannszug
Westereiden und das Fanfarenkorps Erwitte verpflichtet. Der kleine Hunger
zwischendurch kann in diesem Jahr wieder am Würstchen-, Pizza- und
Fischstand gestillt werden. Natürlich wird es auch wieder eine
Schießbude und ein Kinderkarussell geben. Die im vergangenen Jahr
aufgekommene Kritik an der Qualität der angebotenen Würstchen wurde an
die betroffene Firma weitergegeben, die auch Besserung versprochen hat.
Erwähnenswert ist auch, dass es in diesem Jahr für das Essenszelt wieder
eine Bedienung angestellt wird.
Nach
den ausführlichen Schilderungen des Geschäftsführers wurde die
Versammlung mit den Ehrungen wegen langjähriger Vereinsmitgliedschaft und
der Aufnahme neuer Mitglieder fortgesetzt. Dabei konnte Oberst Plaß dem
Schützenbruder Adolf Ahls zu 40 Jahren Vereinstreue gratulieren und die
Jungschützen Pelz und Lilltlejohn in den Vereinsreihen begrüßen.
Da sich
König Ulrich Greschniok gewogen gefühlt hatte der Versammlung eine Runde
Freibier zu spendieren, bedankten sich die Schützen mit einem kräftigen
"Horrido".
Im
Anschluss daran wurde einstimmig beschlossen, das nächste Winterfest am
10.01.2004 zu feiern. In diesem Zusammenhang richtete Oberst Plaß aber
auch einige kritische Worte an die Versammlung. Zwar sei die Teilnahme am
Winterball insgesamt gut, unbefriedigend seien aber die leeren Tische zu
Beginn der Veranstaltung. Zunehmend kämen die Gäste erst zwischen 21.00
und 22.00 Uhr. Dabei sollte es für jeden Schützenbruder eine
Selbstverständlichkeit sein, bereits beim Einzug des Königspaares und
Hofstaates anwesend zu sein. Der Vorstand wird sich dieser Sache annehmen
und in der Generalversammlung Vorschläge unterbreiten, wie die
Beteiligung wieder verbessert werden soll.
Unter
dem Punkt Verschiedenes gab Oberst Plaß dann einige
Veranstaltungshinweise bekannt. Schießriegenoffizier Jürgen Wahner
erläuterte der Versammlung die mit dem neuen Waffengesetz zum 01.04.2003
eingetretenen verschärften Bestimmungen. So musste u.a. ein neuer
Waffenschrank angeschafft werden, um die vereinseigenen Waffen unter
Verschluss zu halten. Als es dann gegen 21.10 Uhr keine Wortmeldungen mehr
gab, wünschte Oberst Plaß allen Anwesenden ein schönes Wochenende und
schloss die Versammlung.
Achim
Stratmann