Zurück zum Inhalt
Berichte 2003
 D.a.  2003 - Nr. 347 » ... aktuell * Rückblick
  

Mein Land - dein Land - Irland
Maskottchen der St. Severin - Tours berichtet von den Erlebnissen der Jugenlichengruppenleiter

Mit meinem Bruder Robby fuhr ich, der Tobi, vom 22.08. bis zum 7.09.2003 nach Irland in den Urlaub. Zur besseren Erinnerung habe ich jeden Abend kurz unsere Erlebnisse des Tages niedergeschrieben. Unglaublicherweise trafen wir hier im Land der Mythen und Legenden gegen Ende unserer Reise eine Gruppe Jugendleiter / innen aus der St. Severin Gemeinde. Sie hatten exakt dieselbe Reiseroute wie wir und ihre Erlebnisse glichen den unseren enorm. Aber lesen Sie doch selbst....

Anfahrt: Von Zeebrügge aus ging es mit der ersten Fähre nach Hull in England. Robby war die ganze Überfahrt lang seekrank, so dass ich den nächsten Tag die 300 km durch Wales nach Holyhead fahren musste. Auf der Schnellfähre nach Dublin ging es ihm besser. Vielleicht auch, weil er durch die Helikopter - Rescue - Übung während der Überfahrt abgelenkt wurde. Abends erreichten wir dann die zweckmäßig eingerichtete Jugendherberge in Dublin. 

1. Tag Wir entschieden uns zuerst das Umfeld Dublins zu erkunden. So fuhren wir nach Glendalough, eine der schönstgelegenen Klöster Irlands aus dem 6. Jahrhundert. Bei der "kleinen" Wanderung durch das Tal der zwei Seen lief sich Robby prompt die erste Blase. Diese war aber abends in den Pubs im bekannten Stadtgebiet Temple bar schnell bei Guinness, Cider, Smithwichs und Whiskey vergessen. 

2. Tag Eine Stadterkundung der irischen Hauptstadt ist wunderschön und wahnsinnig interessant - aber auch kostspielig! Zu Fuß erreichten wir problemlos zum Beispiel das Trinity College, die Christ Church und die Grafton Street. Robbys Blase ist zum Glück weg, aber dafür ist er jetzt pleite. 

3. Tag Und weiter ging es nach Westen, in die Jungendherberge nach Ougterard. Beim Zwischenstopp in der alten Klosteranlage Clonmacnoise besichtigten wir Hochkreuze, Kapellen, Kathedralen und Rundtürme. Robby maulte nur herum, weil er "kein Bock mehr auf tote Steinberge hatte". Kulturbanause! 

4. Tag Papa hat Robbys Konto wieder aufgefüllt. So unternahmen wir eine Besichtigungstour durch Connemara zur Kylemore Abbey. Anschließend relaxten wir an einem einsamen Sandstrand und planschten im Atlantik. Robby stellt den vergleich mit Mallorca auf. Ahhhh.... 

5. Tag Mit der Fähre ging es nach Inishmore, der größten der Aran Islands. Hier mieteten wir uns Mountainbikes. Über bergiges Gelände ging es zu dem höchst interessanten Ringfort Dun Aengus. Robby beschwert sich über den Muskelkater und den Aufwand für ein paar Steine auf Steinen. Wir können nicht miteinander verwandt sein. 

6. Tag Galway - das Zentrum der gälischsprechenden Bevölkerung im Westen des Landes ist wirklich ein schmuckes Städtchen. Robby hat sich an Vanilleeis überfressen. Wäre es strafbar, wenn ich ihn beim nächsten Pinkelstopp einfach vergesse? 

7. Tag Auf dem Weg zu unserem letzten Quartier im Südwesten Irlands, Annascaul auf der Halbinsel Dingle, stoppten wir an den Cliffs of Moher. 200 m ragen diese atemberaubenden Felsen aus dem Meer. Robby wäre fast herunter gefallen. Ich konnte ihn gerade noch festhalten. Nächstes Jahr fahre ich ohne in den Urlaub! 

8. Tag Wir erkundeten die Halbinsel Dingle und den gleichnamigen Ort. Am Inch-Beach war Robby Krebse suchen. Ein besonders großer Krebs fand ihn - das hatte er auch verdient! 

9. Tag Mit dem Boot machten wir einen Ausflug zu den Skellig Islands. Auf der 17 Hektar großen und 218m hohen Felseninsel Skellig Michael thront auf einem Felsgesims ein einsames frühchristliches Kloster. Robby war von den über 600 unebenen Steinstufen völlig erschöpft. Endlich mal Ruhe! 

10. Tag Und am 10. Tag sollst du ruhen... so verbrachten wir den Tag mit Lesen und Gesellschaftsspielen, wie Kupp und Kniffel. Abends gingen wir in den ortsansässigen Pub. Dort erlebten wir einen richtig tollen Abend am Kamin mit irischer Live-Musik. Ich habe mir tagsüber noch einen Blick über unsere Vorräte verschafft. Von den 330 Portionen Puddings sind erst 16 weg. Wer war noch mal für den Einkauf zuständig? Danke Robby! 

11. Tag Der Ring of Kerry ist eine ca. 180 km lange Route um die Halbinsel Iveragh. Wir bewunderten die mit Fischerdörfern gesprenkelte Landschaft und erholten uns an einem der vielen kleinen Strände. Robby war abends immer noch etwas blass um die Nase von dem Geschaukel im Auto. Die Straßen sind hier nun mal nicht ganz so perfekt wie in Deutschland ausgebaut. 

12. Tag Die Rundfahrt über die Halbinsel Dingle bietet eine Menge interessanter Altertümer, wie beispielsweise Gallarus Oratory. Eine kleine Steinkirche die wie ein umgedrehter Schiffsrumpf aussieht. Robby hat mehrere Dosen Cider getrunken und den Rest der Tour verschlafen. Abends haben wir aber dann noch gemütlich zusammen gesessen und über unsere Erlebnisse und Eindrücke aus diesem Urlaub philosophiert. 

13. Tag Neben Aufräumen, Packen und Putzen sind wir aber zum Abschluss über den Conor Pass noch mal zum Baden an einen der einsamen Sandstrände gefahren. Robby meinte, so viel Glück mit dem Wetter in den letzten 2 Wochen hier, fast am Nordpol, wäre schon ziemlich unheimlich. Dummerle! Abends im Pub genossen wir unser Abschlussbier mit irischer Live-Musik und gaben den begeisterten Iren das deutsche Volkslied "Kein schöner Land" zum Besten. 

14. Tag Auf dem Weg zum Hafen nach Rosslare, im Südosten Irlands, fiel uns ein weiterer roter Bulli mir Soester-Kennzeichen auf. Es waren Ruth Lohmeier, Ruth Guntermann, Ludger Schulte - Remmert, Benedict Stratmann, Stefanie Hoffmann, Bernadette Koch, Ingo Conze, Christoph Ahlke und Kerstin Christ - neun Jugendleiter / innen aus der St. Severin Gemeinde. Gemeinsam fuhren wir erst mit der Fähre nach Frankreich und dann noch die 950 km Richtung Esbeck, Rixbeck und Dedinghausen. Während der Überfahrt tauschten wir unsere Erlebnisse und Eindrücke aus und siehe da, sie hatten exakt dieselbe Reiseroute wie wir gehabt. Sogar ihre täglichen Ereignisse, Eindrücke und Empfindungen waren den unseren verblüffend ähnlich. Aber trotz dieser unheimlichen Situation waren sich alle einig: es war ein wunderschöner und einzigartiger Urlaub! Tätärätätäääää.....! 

Tobi (genannt Kerstin Christ - Anmerkung der Red.) 

D.a.-Online im Bilde

347ab-irland-dublin.jpg (32785 Byte)

347ab-irland-fels.jpg (34722 Byte)

347ab-irland-kubb.jpg (59931 Byte)

347ab-irland-pub.jpg (42786 Byte)

347ab-irland-kylemore.jpg (57176 Byte)

347ab-irland-skellig.jpg (28347 Byte)

347ab-irland-gruppe.jpg (43814 Byte)

Klicken Sie auf die Bilder, um sie in Großformat zu sehen.
        
 Erstellt am: 14.09.2003 (RC)

oben Inhalt
© D.a.-Online 1997-2003