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Berichte 2003
 D.a.  2003 - Nr. 348 » ... aktuell * Rückblick
  

D.a. stellt vor :
Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Schulte - Remmert

(HWW) Vor einigen Jahren begann D.a. mit einer Serie über die Landwirtschaft in Dedinghausen. Damals schlief die Serie schnell ein, weil innerhalb der Redaktion niemand die notwendige Zeit aufbringen konnte. Unlängst meldete sich Arno Krienke bei der Redaktion mit der Idee die landwirtschaftlichen Betriebe unseres Dorfes - vor allem in Bildern - vorzustellen. In dieser Ausgabe beginnen wir die Serie mit dem Betrieb der Familie Schulte-Remmert.

Klicken Sie auf die Bilder, um sie in Großformat zu sehen.
 

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Blick auf das Wohnhaus 

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Wilhelm Schulte - Remmert und sein Mitarbeiter Nikolaus Doktor 

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Wilhelm Schulte - Remmert muss täglich die Futteraufnahme der Schweine überprüfen. Der Vorgang wird über Transponder im PC ausgewertet.

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Im Büro muss Wilhelm die Temperatur der Tiere, die Vitamin- und Mineralienzuführung und Sonstiges dokumentieren, weil dies nachweispflichtig ist.

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Der Stolz des Schweinezüchters : Der alte Eber. Auf dem Hofe Schulte-Remmert gibt es auch noch einen jüngeren Eber.

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Kernaufgabe einer Schweinezucht ist das Besamen. Zu 85 % wird künstlich besamt. Hierzu wird einer Sau eine Kanüle eingeführt. Das Aufsitzen von Wilhelm suggeriert der Sau, dass der Eber aktiv ist. Der Vorgang dauert ca. 10 - 15 Minuten.

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Die Zeit der Empfängnisbereitschaft nennt man bei Sauen 'Rausche'. Am Ende dieser Zeit ist die Sau aufnahmebereit, dann wird die Sau vom Eber oder künstlich abgedeckt. Wenn das Besamen nicht erfolgreich ist und die Sau "überrauscht" ist, wird sie zurück getrieben.

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Nach 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen wird abgeferkelt, das geschieht in einem separaten Raum. Hier herrschen besondere Hygiene und Sorgfaltspflichten, damit den Ferkeln nach Möglichkeit nichts passiert.

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Des Schweinezüchters tägliche Pflicht ist das Füttern seiner Tiere.

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Beim Füttern wird auch der gesundheitliche Zustand der Tiere in Augenschein genommen ...

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... und gegebenenfalls mit vorbeugenden Maßnahmen reagiert. So werden zum Beispiel Vitamine und Mineralien sowie Medikamente dem Futter zugegeben.

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Die Sau kann selbst entscheiden ob sie ihren Tag in der Box, im Stall verbringen will oder einen Ausflug ins Freie unternehmen möchte. Die Sau öffnet dazu mit ihrem Hinterteil die Box. Sie kann sich dann im Stall frei bewegen oder nach draußen gehen.

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Den Schweinen steht ein abgetrennter Bereich zur freien Verfügung. Früher, als Bauern noch knapp 10 Schweine hatten, war ein gänzlich freier Auslauf noch möglich. Heute bei einer Anzahl von 450 Tieren würde eine Wiese binnen zwei Tagen von den Schweinen umgegraben.

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Damals wie heute keine schöne Aufgabe, das Aus­misten der Ställe. Doch früher geschah dies mit einer Forke und Muskelkraft – heute mit einem Radlader.

Vorstellung des Betriebes

1. Betriebsleiter: 
Wilhelm und Dorothea Schulte-Remmert 

2. Lage:
59558 Lippstadt-Dedinghausen, Thingstraße 7 Kreis Soest

3. Betriebsentwicklung:
bis 1970: 
Gemischtbetrieb mit 17 Milchkühen + Aufzucht 

1972: 
Aufbau der durch Feuer zerstörten Gebäude mit gleichzeitiger Umorganisation der tierischen Produktion auf 40 Sauen im geschlossenen System. 

1985: 
durch Umbau Erweiterung des Sauenbestandes auf 80 Tiere, weiterhin 200 Mastschweineplätze.

1990: 
Spezialisierung auf Sauenhaltung nach Umbau auf 150 Sauen. Abgabe der Feldarbeiten an anderen landwirtschaftlichen Betrieb.

1998: 
Bau eines neuen Wartestalles. Aufstockung auf 250 Sauen, Verkauf von Absatzferkeln. 

2002: 
Wiederaufnahme der eigenen Feldarbeiten 

2003: 
Zupacht Stall Hammer 200 Sauenplätze plus eigene Jungsauenaufzucht 450 Sauen

4.Betriebsfläche: 
Bewirtschaftete Fläche: 32.6 ha Pacht : 1.6 ha Forst: 2.83 ha 

5. Arbeitswirtschaft:
Betriebsleiter 1,0 Ak Mitarbeiter (fremd) 1,0 Ak 

        
 Erstellt am: 24.11.2003 (RC)

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