(HWW)
Seit Jahren wird in Dedinghausen der Martinsbrauch gepflegt. So fand auch
diesmal wieder der Martinszug mit einem Fackelzug statt, in diesem Jahr am
Dienstag, den 11.11.2003, dem Martinsfest. Um 17 Uhr versammelten sich in
der Kirche zahlreiche Kinder mit ihren Eltern, um dem Martinsspiel des
Kindergartens beizuwohnen. Anschließend formierten sich Kinder und
Erwachsene mit ihren unterschiedlich kreativen Laternen zum Fackelzug
durch Dedinghausen.
St.
Martin ritt auf seinem Pferd voraus und es herrschte eine spannende und
mysteriöse Stimmung. Die Feuerwehr trug mit ihren Fackelträgern dazu bei
und sicherte den Zug. Schon nach kurzer Wegstrecke machte der Zug auf
Nünnerichs Ecke Halt und sang mit Unterstützung durch das Trompetenspiel
Ralf Henkemeiers Martinslieder. Nun zog der doch recht lange Zug (es waren
wieder einige Besucher mehr als im letzten Jahr) weiter durch die Wasser-
und Schultenstraße. Dort hielt man erneut an, um Trompeten unterstützt
Lieder zu singen. Bei beiden Stopps ging im ganzen Dorf die
Straßenbeleuchtung aus. Was für die Kinder eine zusätzliche Spannung
erzeugte und den Verursachern vermutlich Spaß bereitete, rief bei einigen
Erwachsenen Unmut hervor, weil sie z.B. ihre Liedertexte nicht mehr lesen
konnten.
Zurück
durchs Neubaugebiet Erlenbruch und über Nünnerichs Ecke kehrten nun die
meisten, hungrig auf die leckeren Brezel, zur Scheune von Schulte -
Remmert zurück. Die Scheune war gemütlich geschmückt und leuchtete in
einer vorweihnachtlichen Atmosphäre, die einem ein Gefühl von zu Hause
gab. Andere konnten sich auch einfach nur an einem heißen Kakao oder
Glühwein von der Kälte draußen wieder aufwärmen lassen. Die Bewirtung
hatte die "Kolping - Jugend" übernommen, die aber mit
Sicherheit nicht die Einzigen waren, denen man Dank für die Mithilfe
dieses gelungenen Abends aussprechen sollte.