Zu Beginn der
Versammlung begrüßte Oberst Bernhard Plaß alle Anwesenden. Sein
besonderer Gruß galt dem amtierenden König Andreas Müting, dem
Ehrenoberst Hermann Stratmann, dem Ehrengeschäftsführer Robert Koch, dem
Ehrenhauptmann Willi Grothe, dem Ehrenoffizier Wilfried Plaß sowie dem
Ortsvorsteher Josef Stratmann und den Vertretern von D.a.. Auch die
"Knobelaufsicht", diesmal vom Kolpingverein gestellt, die
Jungschützen und Neubürger wurden nicht vergessen.
Danach berichtete
Oberst Plaß über den Stand der Vorbereitungen zum Schützenfest.
Sämtliche Verträge, ob mit dem Festwirt, den Musikkapellen oder
"Schaustellern" sind bereits unter Dach und Fach. Ebenso gab es
erste Gespräche mit den Jubelmajestäten Hedwig Kehl (50 Jahre) und
Marie-Theres Sprenger (25 Jahre). Die im letzten Jahr eingeführten
Änderungen für den Programmablauf am Schützenfestmontag werden
beibehalten. So wird es auch in diesem Jahr für die antretenden
Schützenbrüder Biermarken geben. Über die Anzahl kann nur spekuliert
werden.
Ergänzend zum Bericht
des Oberst informierte Geschäftsführer Theo Husemann die Versammlung
über die Schänkevergabe. Bei weiterhin konstanten Getränkepreisen (Glas
Bier 1 Euro, alle alkoholfreie Getränke 0,90 Euro) konnte bei den
Verhandlungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Nach den
ausführlichen Schilderungen des Geschäftsführers wurde die Versammlung
mit der Aufnahme der neuen Mitglieder fortgesetzt. Die vorgesehene Ehrung
der Vereinsjubilare 2003 mußte leider entfallen, da die betreffenden
Schützenbrüder kurzfristig abgesagt hatten. Dafür gab es aber um so
größere Freude über etliche neu aufgenommene Schützenbrüder. Für das
600. Mitglied - den Schützenbruder Kaulbars aus dem Neubaugebiet
"Zum Gänseland" - gab es sogar ein kleines
Begrüßungsgeschenk.
Im Anschluß daran
wurde einstimmig beschlossen, das nächste Winterfest am 08.01.2005 zu
feiern. Ausdrücklich bedankte sich Oberst Plaß für die gute Beteiligung
beim diesjährigen Winterball. Es sei immer eine besondere Freude für
Hofstaat, Königspaar und Vorstand in einen voll besetzten Saal einziehen
zu können. Aus der Versammlung gab es dann noch "leise Kritik"
an der musikalischen Gestaltung des Winterfestes. Oberst Plaß versprach
sich der Sache anzunehmen. Zu den Musikern bestehe ein gutes Verhältnis
und man werde die Anregungen weitergeben.
Die Versammlung wurde
dann mit dem Tagesordnungspunkt "Restaurierung der
Traditionsfahne" fortgesetzt. Dem Vorstand liegt ein Angebot der Fa.
Schierling aus dem Bayrischen Wald über 2.842,- Euro (incl. USt) vor. Im
Gegensatz zur Kriegerfahne, bei der es sich in erster Linie um
Stickereiarbeiten handelte, muß die Traditionsfahne neu gemalt werden.
Dabei werden auch einige Details, die im Laufe der Jahrzehnte
verlorengegangen sind, anhand alter Photographien wieder rekonstruiert.
Ein Dankeschön gilt allen Dorfbewohnern, die für diesen Zweck ihre
Photos zur Verfügung gestellt haben. Nach den bisherigen Planungen kann
davon ausgegangen werden, daß die Restaurierung bis zum Schützenfest
abgeschlossen ist.
Nicht unerwähnt soll
an dieser Stelle bleiben, daß sich bei den "Nachforschungen"
herausstellte, daß der Verein bereits 1859 erstmals urkundlich erwähnt
wurde. Aber keine Sorge, deshalb wird nicht gleich ein 150-jähriges
Jubiläum gefeiert. Da das viele "Reden" bekanntlich für
"trockene Kehlen" sorgt, fühlte sich König Andreas gewogen,
den Versammelten ein kühles Pils zu spendieren. Man dankte es mit einem
kräftigen "Horridoh".
Unter dem Punkt
Verschiedenes gab Oberst Plaß dann einige Veranstaltungshinweise bekannt.
Außerdem wies er darauf hin, daß in diesem Jahr bei den
Vereinsmeisterschaften der Schießriege der Jungschützenpokal erstmals
als Wanderpokal ausgeschossen wird. Der Sieger erhält zudem einen
Orden.
Geschäftsführer Theo
Husemann ging dann kurz auf das neue Waffengesetz ein. Demnach müßte der
Verein sämtliche Degen (nicht die Hirschfänger des Vorstands, die gelten
nämlich als "Küchenmesser") der Kreispolizeibehörde melden.
Diese müßten dann begutachtet werden, was wiederum alle 5 Jahre eine
Gebühr von 50 Euro - wohlgemerkt pro Degen - auslösen würde. Man glaubt
es kaum, aber Gottlob ist Abhilfe in Sicht. Nach Aussage des Landrats, als
oberster Dienstherr der Kreispolizeibehörde, werden diese Vorschriften
bis auf weiteres nicht angewandt.
Da im Vorfeld zur
Versammlung auch einige Anfragen hinsichtlich des Mindestalters für die
Teilnahme am Schützenumzug an den Vorstand herangetragen wurden,
erläuterte Geschäftsführer Theo Husemann die Vereinsregelung. Der
Eintritt ist allen Dorfbewohnern unabhängig vom Lebensalter möglich.
Mitmarschiert werden darf ab dem Kalenderjahr des vollendeten 17.
Lebensjahres.
Als es dann gegen 21.10
keine Wortmeldungen mehr gab, wünschte Oberst Plaß allen Anwesenden ein
schönes Wochenende und schloß die Versammlung.
Achim Stratmann