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Berichte 2004
 D.a.  2004 - Nr. 353 » ... aktuell * Rückblick
  

Schützen - Frühjahrsversammlung 
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres beginnt fast schon wieder die Schützensaison. So waren dann auch 90 Schützenbrüder der Einladung zur Frühjahrsversammlung am 27.03.2004 in das Vereinslokal Kehl gefolgt.
 

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Oberst Bernhard Plaß alle Anwesenden. Sein besonderer Gruß galt dem amtierenden König Andreas Müting, dem Ehrenoberst Hermann Stratmann, dem Ehrengeschäftsführer Robert Koch, dem Ehrenhauptmann Willi Grothe, dem Ehrenoffizier Wilfried Plaß sowie dem Ortsvorsteher Josef Stratmann und den Vertretern von D.a.. Auch die "Knobelaufsicht", diesmal vom Kolpingverein gestellt, die Jungschützen und Neubürger wurden nicht vergessen. 

Danach berichtete Oberst Plaß über den Stand der Vorbereitungen zum Schützenfest. Sämtliche Verträge, ob mit dem Festwirt, den Musikkapellen oder "Schaustellern" sind bereits unter Dach und Fach. Ebenso gab es erste Gespräche mit den Jubelmajestäten Hedwig Kehl (50 Jahre) und Marie-Theres Sprenger (25 Jahre). Die im letzten Jahr eingeführten Änderungen für den Programmablauf am Schützenfestmontag werden beibehalten. So wird es auch in diesem Jahr für die antretenden Schützenbrüder Biermarken geben. Über die Anzahl kann nur spekuliert werden.

Ergänzend zum Bericht des Oberst informierte Geschäftsführer Theo Husemann die Versammlung über die Schänkevergabe. Bei weiterhin konstanten Getränkepreisen (Glas Bier 1 Euro, alle alkoholfreie Getränke 0,90 Euro) konnte bei den Verhandlungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Nach den ausführlichen Schilderungen des Geschäftsführers wurde die Versammlung mit der Aufnahme der neuen Mitglieder fortgesetzt. Die vorgesehene Ehrung der Vereinsjubilare 2003 mußte leider entfallen, da die betreffenden Schützenbrüder kurzfristig abgesagt hatten. Dafür gab es aber um so größere Freude über etliche neu aufgenommene Schützenbrüder. Für das 600. Mitglied - den Schützenbruder Kaulbars aus dem Neubaugebiet "Zum Gänseland" - gab es sogar ein kleines Begrüßungsgeschenk. 

Im Anschluß daran wurde einstimmig beschlossen, das nächste Winterfest am 08.01.2005 zu feiern. Ausdrücklich bedankte sich Oberst Plaß für die gute Beteiligung beim diesjährigen Winterball. Es sei immer eine besondere Freude für Hofstaat, Königspaar und Vorstand in einen voll besetzten Saal einziehen zu können. Aus der Versammlung gab es dann noch "leise Kritik" an der musikalischen Gestaltung des Winterfestes. Oberst Plaß versprach sich der Sache anzunehmen. Zu den Musikern bestehe ein gutes Verhältnis und man werde die Anregungen weitergeben. 

Die Versammlung wurde dann mit dem Tagesordnungspunkt "Restaurierung der Traditionsfahne" fortgesetzt. Dem Vorstand liegt ein Angebot der Fa. Schierling aus dem Bayrischen Wald über 2.842,- Euro (incl. USt) vor. Im Gegensatz zur Kriegerfahne, bei der es sich in erster Linie um Stickereiarbeiten handelte, muß die Traditionsfahne neu gemalt werden. Dabei werden auch einige Details, die im Laufe der Jahrzehnte verlorengegangen sind, anhand alter Photographien wieder rekonstruiert. Ein Dankeschön gilt allen Dorfbewohnern, die für diesen Zweck ihre Photos zur Verfügung gestellt haben. Nach den bisherigen Planungen kann davon ausgegangen werden, daß die Restaurierung bis zum Schützenfest abgeschlossen ist. 

Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, daß sich bei den "Nachforschungen" herausstellte, daß der Verein bereits 1859 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Aber keine Sorge, deshalb wird nicht gleich ein 150-jähriges Jubiläum gefeiert. Da das viele "Reden" bekanntlich für "trockene Kehlen" sorgt, fühlte sich König Andreas gewogen, den Versammelten ein kühles Pils zu spendieren. Man dankte es mit einem kräftigen "Horridoh". 

Unter dem Punkt Verschiedenes gab Oberst Plaß dann einige Veranstaltungshinweise bekannt. Außerdem wies er darauf hin, daß in diesem Jahr bei den Vereinsmeisterschaften der Schießriege der Jungschützenpokal erstmals als Wanderpokal ausgeschossen wird. Der Sieger erhält zudem einen Orden. 

Geschäftsführer Theo Husemann ging dann kurz auf das neue Waffengesetz ein. Demnach müßte der Verein sämtliche Degen (nicht die Hirschfänger des Vorstands, die gelten nämlich als "Küchenmesser") der Kreispolizeibehörde melden. Diese müßten dann begutachtet werden, was wiederum alle 5 Jahre eine Gebühr von 50 Euro - wohlgemerkt pro Degen - auslösen würde. Man glaubt es kaum, aber Gottlob ist Abhilfe in Sicht. Nach Aussage des Landrats, als oberster Dienstherr der Kreispolizeibehörde, werden diese Vorschriften bis auf weiteres nicht angewandt.

Da im Vorfeld zur Versammlung auch einige Anfragen hinsichtlich des Mindestalters für die Teilnahme am Schützenumzug an den Vorstand herangetragen wurden, erläuterte Geschäftsführer Theo Husemann die Vereinsregelung. Der Eintritt ist allen Dorfbewohnern unabhängig vom Lebensalter möglich. Mitmarschiert werden darf ab dem Kalenderjahr des vollendeten 17. Lebensjahres. 

Als es dann gegen 21.10 keine Wortmeldungen mehr gab, wünschte Oberst Plaß allen Anwesenden ein schönes Wochenende und schloß die Versammlung. 

Achim Stratmann

D.a.-Online im Bilde

 

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 Erstellt am: 06.04.2004 (RC)

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