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Berichte 2004
 D.a.  2004 - Nr. 356 » ... aktuell * Rückblick
  

6. Europawahl bringt für Dedinghausen erstaunliche Besonderheiten aber auch Trendergebnisse
Wahlbeteiligung entgegen dem Trend relativ hoch - CDU vorn - SPD verliert sehr stark
 

(HWW) Die Europawahl vom 13.Juni 2004 hatte einen deutlichen Verlierer : Die SPD ! Somit ist das Wahlergebnis für Dedinghausen nicht viel anders als es im bundesweiten Trend sichtbar wurde. Dennoch sind am Wahlergebnis für unser Dorf einige Details nicht uninteressant. Unter 22 Parteien hatten die 1325 wahlberechtigten Dedinghauser/innen bei der 6.Europawahl zu wählen.

548 Personen kamen am 13.Juni 2004 ins Wahllokal im Bürgertreff. 77 Dorfbewohner/innen hatten bereits zuvor per Briefwahl ihre "Bürgerpflicht" erfüllt. Damit brachte es Dedinghausen auf 625 Wähler/ innen und auf eine Wahlbeteiligung von 47,17 %! Dieses Ergebnis stellt eine Steigerung von 1,19 % zur letzten Europawahl von 1999 dar. Unser Dorf bildet damit eine (fast) einzigartige Ausnahme, denn überall sank die Wahlbeteiligung. Zwar liegt die Wahlbeteiligung bei uns immer noch unter 50 %, doch steht Dedinghausen im Vergleich mit anderen Wahlbezirken sehr positiv da. Dies stellte auch der für die CDU wiedergewählte Europaabgeordnete Dr. Peter Liese fest. 

Von den 22 in NRW angetretenen Parteien erhielten Liese und die CDU in Dedinghausen die meisten Stimmen. Zwar büßten sie hier relative 0,29 % ein, gewannen aber 5 Stimmen hinzu und konnten mit 54,51 %, das sind 296 Stimmen der Urnenwähler/ innen, die absolute Mehrheit im Dorf erreichen. (Anm. der Red.: Die Stimmen der Briefwähler/innen werden zentral ausgezählt und werden nicht den Stimmbezirken zugerechnet.) 

Die SPD verlor als einzige große Partei in Dedinghausen Wähler/innen (-67). Mit 20,63 % erreichte die SPD ihr schlechtestes Ergebnis aller bisherigen 6 Europawahlen. Mit -13,08 % war der relative Verlust der Berliner Regierungspartei in Dedinghausen überdurchschnittlich. Der Verlust der CDU steht dazu antiproportional. Die andere Berliner Regierungspartei - die Grünen - nutzten in Dedinghausen, wie auch sonst wo die Schwäche der SPD und gewann teilweise kräftig hinzu. In Dedinghausen verdoppelten sie ihr Wahlergebnis von 1999 und bilden ganz klar die dritte politische Kraft im Dorf. Sie konnten 70 Wähler/innen überzeugen und steigerten ihren Anteil von 6,03% auf 12,89%. Allerdings ist Dedinghausen, wie schon bei der Euopawahl 1999, nicht mehr Lippstadts "grünster Stadtteil". Erneut war in Esbeck der Anteil der Grünenwähler/innen mit 13,2 % geringfügig höher als bei uns. 

Die FDP kam aus dem "Tal der Tränen" heraus und schaffte mit ihren 7,18% (das sind 39 Wähler/innen) das beste Ergebnisse aller bisherigen 6 Europawahlen. 23 Wähler bzw. Wählerinnen wählt keine der etablierten Parteien. Diese 23 Stimmen verteilten sich auf Parteien, wobei die PDS, die REP und die Grauen mit je 4 Stimmen bedacht wurden. Auch der Block der "Sonstigen Parteien" konnte bei dieser Wahl von der Schwäche der SPD profitieren und legte 7 Stimmen zu.

Beide unserer Leserschaft durch ihre "Briefe aus dem Europaparlament" bekannten Europapolitiker, Dr. Peter Liese, CDU und Helmut Kuhne, SPD wurden erneut ins europäische Parlament für Deutschland entsandt. Liese ist einer von 40 CDU Abgeordnete (+ 9 x CSU). Er stand auf der Landesliste NRW auf Platz 4. Die NRW-Liste zog bis Platz 10. Viel knapper gestaltete sich der Wiedereinzug für Kuhne. Er stand auf Platz 23 der SPD-Bundesliste. Und genau der Platz reichte, um als letzter SPD-Abgeordnete ins europäische Parlament einzuziehen. Die übrigen Parteien entsenden 27 Parlamentarier (Grüne 13, FDP und PDS je 7). 

siehe auch:

 

Dr. Peter Liese (CDU)

Helmut Kuhne (SPD)

 

        
 Erstellt am: 18.07.2004 (RC)

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