Der immer wieder
beliebte Lippepokal fand wie immer nach der Saison statt. Alle
mitspielenden Teams waren über die Turnierzeit dezimiert oder
angeschlagen, so dass nie ein reelles Ergebnis erzielt werden kann. Man
könnte diesen Pokal eine so viel höhere Bedeutung und Wertigkeit
verschaffen, wenn man den Zeitpunkt des Turniers in die Saisonvorbereitung
mit einbauen könnte, dann wären wenigstens alle Teams komplett und auch
motiviert. Aber nichts desto trotz, auch in diesem Jahr wurde er
ausgespielt. Die BW mussten im ersten Gruppenspiel gegen Mönninghausen
antreten und dies war ein härterer Brocken in diesem Teilnehmerfeld.
1.Runde : BW :
Mönninghausen 1:0
Aber die BW hatten gerade in der ersten Halbzeit ein klares Übergewicht,
was auch durch ein Tor von C. Jütte dokumentiert wurde. In der zweiten
Halbzeit drückte dann Mönninghausen etwas und hatte auch gute Chancen,
aber mit Geschick, Können und etwas Glück konnte man den geringen
Vorsprung über die Zeit bringen und fand sich am Sonntag im Halbfinale
gegen Holsen wieder, die am Donnerstag Hörste mit 6:1 geschlagen
hatten.
Halbfinale : BW :
Holsen 4:0
Gegen Holsen tat man sich am Anfang schwer, was aber auch nicht
verwunderlich war, denn man hatte nachts bis in die Puppen den Polterabend
von C. Jütte gefeiert. Dies hatte man sich auch redlich verdient und das
war auch o.k. Dann aber erzielten S. Michailidis und St. Wolf (3 x) den
standesgemäßen Vorsprung. Die Holsener kämpften redlich, aber an diesem
Tag waren selbst die angeschlagenen BW eine Nummer zu groß für sie. Nun
kam nach einer kurzen Pause das Endspiel gegen Lipperode, die gegen eine
Auswahl von Spielern aus Esbeck gewonnen hatten, denn die Erste befand
sich zu diesem Zeitpunkt schon auf Mannschaftsfahrt. Die Lipperoder hatten
diese auch gerade erst hinter sich und waren auch noch angeschlagen.
Finale : BW :
Lipperode 8:7 n. Elfmeterschießen
Auf Grund der Voraussetzungen konnte man eigentlich kein interessantes
Finale erwarten, aber es kam anders. Die Rivalität der Ortsnachbarn
bescherte uns ein schönes und interessantes Finale. Die BW waren erst
drückend überlegen und führten durch einen Treffer von St. Wolf mit
1:0. Dann hatten sie mehrere gute Chancen zu erhöhen, aber dies gelang
nicht. Also sammelte Lipperode ein paar Kräfte um dann aufzuholen, uns zu
überholen und den Vorsprung auf 3:1 ausbauen. Jetzt hatte jeder den
Eindruck BW kann sich hier nicht mehr aufbäumen, denn die Zungen hingen
bereits bis zum Rasen, aber durch einen Elfmeter der von R. Becker
verwandelt wurde und einen tollen Hammer von S. Schramm konnte man
nochmals ausgleichen. Man darf hier nicht vergessen, die 6 Tore fielen in
zweimal 30 Minuten. Nun kam es dann zum Elfmeterschießen. Hier traten R.
Becker, A. Kuhn, D. Dreising, M. Neuhaus und St. Wolf an. Während die BW
alle verwandelten traf einer der Lipperoder nicht und somit hatte das
Turnier einen sehr guten Ausgang aus BW Sicht. Der Pokal war endlich nach
Dedinghausen geholt worden und man sah die Freude des Präsidenten in
seinen Augen deutlich aufflackern.
Nach dieser tollen
Saison, in der es wohl der beste Tabellenplatz wurde, der je in der A -
Liga erzielt wurde, in der es das erste Mal ist, dass BW drei Jahre
hintereinander in der A - Liga verblieb, da holte man auch nach 27 Jahren
endlich wieder den Lippepokal. Denn es ist die beste Erste, die es je
gab.
Anm. des Autors :
Sollte eine dieser Aussagen nicht ganz stimmen, sehen sie es mir nach, ich
hatte keine Zeit mehr das ganz genau zu recherchieren. Das beruht auf
mündlichen Aussagen ortskundiger Fußballfreunde. Ich hoffe, wir haben
Ihnen auch ein paar schöne Stunden bescheren können, uns hat es dieses
Jahr sehr viel Spaß gemacht für BW zu spielen. Wir bedanken uns bei all
unseren Fans und Zuschauern und hoffen auf eine genauso erfolgreiche
nächste Saison wie dieses Jahr. Wir fahren jetzt auf die wohlverdiente
Mannschaftsfahrt und wünschen Ihnen eine schöne Sommerpause.
Die beste Erste, die
es je gab.
ps: Von unserem Trainer
wurden übrigens Mirco Stellmacher und Simeon Michailidis als die beiden
besten Spielern dieser Saison geehrt.
Christoph Bruns