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Berichte 2004

26. Juli 2004
 D.a.  2004 - Nr. 357 » ... aktuell * Rückblick
  

Trotz Dauerregens sahen viele beim Vogelschießen zu –
Regentschaft wechselte von Andreas & Maria
auf Kuno & Carmen


(HWW) Es ist seit langem guter Brauch, dass die Schützen den dritten Festtag mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen. Reichlich gedeckt fanden die Schützen und die Ehrengäste den Frühstückstisch im Festzelt vor. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie sich reichlich Zeit zum gemütlichen Plausch bei musikalischer Untermalung ließen, zumal nach dem Frühstück die ein oder andere Runde Freibier angezapft wurde.

In diesem Jahr fiel unser Schützenfest zwar wieder in die Sommerferien der Schulen, aber der Kindergarten war noch nicht in den Ferien. So wurden die Kinder, wie schon im Vorjahr, mit Musik und Schützenabordnung in einem Festzug vom Kindergarten abgeholt. Die Kindergartenkinder hatten am 12.Juli ihr Kinderschützenkönigspaar ermittelt und präsentierten es nun dem ganzen Dorf. Für das amtierende Königspaar Andreas & Maria hatten sie Präsente dabei.

Nun traten alle Schützen gemeinsam an, um unter die Vogelstange zu ziehen. Für die Kinder waren an exponierter Stelle im trockenen Vorzelt Stühle reserviert.

Trotz des andauernden Landregens hatten sich wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden, um die letzten Minuten vom "Held von Reken zur Fukuhle" mitzuerleben.

Das scheidende Königspaar Andreas Müting & Maria Edler eröffnete das Vogelschießen 2004.

Und dann ging es zügig und heftig zur Sache. Mit dem 13.Schuss holte Achim Stratmann den Apfel, Frank Sprenger schaffte mit dem 16.Schuss die Krone, Stefan Lerche holte mit dem 21. Schuss das Zepter und mit dem 27.Schuss holte Egbert Vossebürger das Fass herunter.

Dann zeigte der Vogel erste Nehmerqualitäten und die ernsthaften Königsaspiranten wurden weniger. Nach gut 1 ½ Stunden war klar, es gab doch eine ganze handvoll Bewerber : Kuno Peter, Guido Plass, Frederik Seiger, Roman Bochert, Andre Kuhn und Reiner Fromm. Doch nach fairem Wettbewerb und dem 249. Schuss lacht nur noch einer : Kuno Peter!

Auf der Theke angekommen gibt der neue Schützenkönig bekannt, dass er seine Frau Carmen zur Königin erwählte. Zum Adjutanten wählte er Günter Hagenhoff.

Mit den Insignienschützen, dem alten Königspaar und vielen Gästen feierten Kuno & Carmen den Start in ihr Regentenjahr.

Dass die Schützen und darüber hinaus das ganze Dorf mit dem Ausgang des Vogelschießens hoch zufrieden waren, zeigte sich durch die starke Teilnahme am Montagsumzug.

Hier zahlte sich wie im Vorjahr wieder die Verlegung des Antritttermins auf 17 Uhr und die Ausgabe von zusätzlichen Biermarken aus.

Nach Ausgabe der Biermarke marschierte eine sehr stattliche Anzahl wackerer Schützen zu der zwischenzeitlich geschmückten neuen königlichen Residenz im Gänseland und holten bei nunmehr wieder sommerlichem Wetter die neuen Regenten ab. Dann brachten die Schützen das Königspaar und seinen Hofstaat auf direktem Weg zum Schützenplatz an der Höchte.

Da man dem Wetter doch nicht recht traute, stellten sich der Hofstaat und die Schützen im Festzelt zum Festakt auf und lauschten den Worten ihres Obersten.

Bernhard Plaß bedankte sich bei dem scheidenden Königspaar Andreas Müting und Maria Edler. Sodann wurden den Insignienschützen ihre Abzeichen überreicht. Nach feierlichen Worten krönte der Oberst den neuen König Kuno Peter durch Umhängen der Königskette. Anschließend schritt der nun offiziell eingesetzte dekorierte König Kuno mit seiner Königin Carmen die Front der angetretenen Schützen ab.

Mit dem Königstanz endete der offizielle Teil am Schützenfest-Montag-Nachmittag und der Hofstaat mit Königspaar konnte am Königstisch Platz nehmen.

Der weitere Nachmittag stand dann im Zeichen der Aufwartungen durch Nachbarn, Freunde usw..

Auch die Polonäse wurde wegen der regnerischen Witterung ins Festzelt verlegt. Angeführt von den beiden Königspaaren und dem Oberst mit seiner Gattin wurde es dann doch recht eng auf den Planken des Zeltes.

Bis zum nächsten Höhepunkt, der Entthronungszeremonie, wurden die Fahnen weggebracht – vorher mit zünftigem Stechschritt, so dass die Planken sich bogen und hinterher mit zünftigem Umtrunk vornehmlich der Jungschützen.

Eine "schwache Minute" des Hofstaats nutzte die D.a.-Redaktion, um den Königstisch zu besetzen. Einer langjährigen Gepflogenheit zur Folge können Gruppen sich des Königstisches bemächtigen, wenn niemand dort anwesend ist. Die Besetzer müssen dann mit "Süffigem" ausgelöst werden. Der Adjutant unserer 25-jährigen Jubelkönigin kann davon ein Lied singen („Ei, ei, ei die Bowle ist weg"; siehe Rede des Oberst am Samstag an anderer Stelle dieser Zeitung).

Zwischenzeitlich füllt sich das Zelt mehr und mehr – ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Entthronungszeremonie bevorsteht. Wiederum zahlreiche Schaulustige aus den Nachbarorten sehen gegen 22 Uhr einen Trecker, einen "Lanz Bolldog" ins Zelt rollen.

Die Geschichte des Treckers (übrigens vom Hofstaat selbst gebastelt und die typischen Bulldog-Geräusche kommen von Band) und der Bezug zum scheidenden Königspaar ist schnell erzählt und ist verarbeitet im Hofstaatlied: Andreas war in seiner frühen Jugend ein leidenschaftlicher Bulldog-Fan. Das ging sogar so weit, dass Andreas sein eigenes Fahrrad mit Schulte-Remmerts Trecker überfuhr.

Toll verabschiedet vom aktuellen Hofstaat schiebt sich der Trecker mit Andreas & Maria durch die Massen im Festzelt zur Theke. Dort gibt es einige letzte Bierchen, und dann ist es vorbei – für Andreas & Maria, nicht für die zahlreichen Gäste und die neue Königsgesellschaft. Denn nun geht die Fete im Zelt so richtig los.

Die Schöninger-Band spielt, wie an den beiden Tagen zuvor, mächtig auf. Die Tanzfläche bebt.

Bis tief in die Nacht – und einige schaffen's bis zum Vormittag – feiert Dedinghausen das Schützenfest 2004.

siehe auch

 

 

        
 Erstellt am: 12.09.2004 (FC)

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