Auch in diesem Jahr
fanden sich wieder zahlreiche Schützenbrüder (achtzig an der Zahl) im
Vereinslokal Kehl ein, um die aktuellsten Informationen zum Vereinsleben
des Schützenvereins aus dem Munde des Obersts zu vernehmen. Zu Beginn der
Versammlung begrüßte Oberst Bernhard Plaß alle Anwesenden. Sein
besonderer Gruß galt dem amtierenden König Kuno Peter, den Ehrenobristen
Heinz Grothe und Hermann Stratmann, dem Ehrengeschäftsführer Robert
Koch, den Ehrenhauptmännern Willi Grothe und Anton Henkemeier, den
Ehrenoffizieren Wilfried Plaß und Helmut Schulte sowie dem Ortsvorsteher
Josef Stratmann und den Vertretern von D.a.. Auch die
"Knobelaufsicht", diesmal vom KCD gestellt, die Jungschützen
und Neubürger wurden nicht vergessen.
Danach berichtete
Oberst Plaß über den Stand der Vorbereitungen zum Schützenfest 2005.
Dafür, dass Urmel in der März Ausgabe von D.a. bereits gemutmaßt hatte,
das Schützenfest müsse mangels Festwirt ausfallen, konnte Oberst Plaß
die Sorgenfalten in den Gesichtern der Anwesenden schnell vertreiben. Zwar
stimmt es, dass unser langjähriger Festwirt Hubert Flottmeier aus
gesundheitlichen Gründen die Schänke nicht mehr übernommen hat, dafür
konnte aber mit Herbert Volk aus Salzkotten wieder jemand gewonnen werden,
der ebenfalls über große Erfahrung verfügt und unser Fest bereits von
früher her kennt.
Die Verträge mit den
Musikkapellen und "Schaustellern" sind ebenfalls unter Dach und
Fach, so dass man ganz beruhigt dem Schützenfest entgegensehen kann,
Neuerungen im Festablauf wird es in 2005 nicht geben. Allerdings hat der
Vorstand aufgrund des starken Antretens den Spielmannszug Westereiden
erstmals auch für den Montag Nachmittag verpflichtet. Zukünftig werden
sie im jährlichen Wechsel mit dem Fanfarenzug Erwitte zum Umzug
aufspielen. Erste Gespräche mit den Jubelmajestäten Roswitha
Schulte-Remmert (40 Jahre) und Gerd Reinhold (25 Jahre) haben bereits
stattgefunden.
Ergänzend zum Bericht
des Obersts informierte Geschäftsführer Theo Husemann die Versammlung
über die Schänkevergabe. Dabei ging er noch einmal ausführlich auf die
sicherlich nicht leichte Suche nach einem neuen Festwirt ein. Herr Volk
richtet neben dem Dedinghauser Schützenfest u.a. auch die Feste in
Oestereiden und Hörste aus. Es handelt sich um eine kleines
Familienunternehmen, an dem neben seiner Frau auch sein Sohn tatkräftig
mitarbeiten. Da dieser selbst Elektromeister ist, wird auch dieser Bereich
vom Festwirt abgedeckt. Geschäftsführer Theo Husemann nahm das
Ausscheiden Hubert Flottmeiers noch einmal zum Anlass, den Dank des
Vorstands auszusprechen. Die langjährige Zusammenarbeit war immer
geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis, was letztendlich
auch zum Erfolg für beide Seiten geführt hat. Natürlich ging er auch
auf die brennende Frage der Getränkepreise ein. Trotz Wechsel des
Festwirts bleibt hier aber alles beim Alten. Das Glas Bier kostet
weiterhin 1,- €, die Flasche 1,20 € und die Kiste 28,80 €.
Erfreulicherweise bleibt auch der Preis für die alkoholfreien Getränke
mit 0,90 € stabil.
Nach den ausführlichen
Schilderungen des Geschäftsführers wurde die Versammlung mit der Ehrung
der Vereinsjubilare 2004 fortgesetzt. Mit den beiden Jubilaren Franz-Josef
Brink (40 Jahre) und Thomas Grothe (25 Jahre) freute sich die Versammlung
über die Auszeichnungen. Der Freude tat es keinen Abbruch, dass
anschließend ein Fässchen von Franz-Josef aufgelegt wurde.
Nachdem dann die
Barzahler ihre Vereinsbeiträge entrichtet hatten, wurde einstimmig
beschlossen, das nächste Winterfest am 14.01.2006 zu feiern. In diesem
Zusammenhang gab es ein dickes Dankeschön an das amtierende Königspaar
Kuno und Carmen Peter, das mit der tollen Deko dieses Jahr für eine
besonders schöne Atmosphäre beim Winterball gesorgt hatte.
Unter dem Punkt
Verschiedenes wies Oberst Plaß noch auf einige Termine hin. Daneben gab
er zur Überraschung aller eine "Strukturänderung" im Festumzug
bekannt. Da die Zugstärken wegen der guten Beteiligung der Schützen in
den letzten Jahren erfreulicherweise stetig gewachsen sind, werden der 1.
und 2. Zug ab sofort als 1. und 2. Kompanie geführt. Damit verbunden
waren selbstverständlich einige Beförderungen. Durch symbolische
Übergabe der Schulterklappen beförderte Oberst Plaß die beiden
Zugführer Egbert Vossebürger und Jens Kißler zu Hauptleuten und den
bisherigen Hauptmann Antonius Vossebürger zum Major.
Nach den erfreulichen
Dingen gab es vom Oberst auch ein paar kritische Töne zu hören. Leider
ist wiederholt aufgefallen, dass während der Festumzüge geraucht und
getrunken wird. Daher ging sein Appell an die Schützenbrüder, künftig
etwas mehr Disziplin an den Tag zu legen. Gleichzeitig forderte er die
Kompanieführer auf, verstärkt auf ein "angemessenes Verhalten"
zu achten. Trete keine Besserung ein, drohe ein Biergericht.
Zum Schluss erörterte
der stellvertretende Oberst Martin Grothe die neuesten behördlichen
Anordnungen zum Kugelfang. Dieser muss mit einer Sicherheitsklappe
versehen werden, die einen genauen Einblick in das Innenleben gestattet.
Damit muss nach der Neuanschaffung vor einigen Jahren wieder einmal am
Kugelfang "gebastelt" werden.
Als es dann gegen 21.10
keine Wortmeldungen mehr gab, wünschte Oberst Plaß allen Anwesenden ein
schönes Wochenende und schloss die Versammlung.
Achim Stratmann