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Berichte 2005
 D.a.  2005 - Nr. 368 » ... aktuell * Rückblick
  

Protokoll der Bürgerringversammlung am 10.08.2005 im Sportheim Dedinghausen

1. Begrüßung 

Der Bürgerringvorsitzende Josef Stratmann begrüßte die anwesenden Vereinsvertreter und deren Delegierten zur außerordentlichen Bürgerringversammlung zum Hauptthema "Installation einer Photovoltaikanlage" auf dem Dach des Bürgertreffs und eröffnete die Versammlung um 20:10 Uhr.

2. Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte Josef Stratmann die Frage an die Anwesenden, ob es zu dem Protokoll der letzten Versammlung vom 6.07.2005, das den Vereinen zugeleitet wurde, Änderungen, Fragen oder Anmerkungen gibt. Dies war nicht der Fall. 

Im Anschluss hieran berichtete der Vorsitzende des Bürgerrings den Anwesenden wie der Vorstand sich nunmehr zum Bau einer Photovoltaikanlage entschlossen hat. Dem Protokoll der letzten Versammlung war eine Risikoanalyse angeheftet, mit der sich auch der Vorstand sehr intensiv auseinandergesetzt hat. Besonders die Punkte 8 und 10 standen hierbei im Mittelpunkt (Punkt 8: Zeitraum bis Gewinn erzielt wird ist zu lang; Punkt 10: Spendenbereitschaft der Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren). Viele Argumente und Einwände aus der letzten Versammlung waren der Grund, dass die anfängliche Euphorie der meisten Vorstandsmitglieder, umsomehr man sich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, gegen die Errichtung einer Photovoltaikanlage geändert habe und letztendlich sich gegen die Anlage mehrheitlich entschieden hat. 

Josef Stratmann verwies darauf, dass der Bürgerring jetzt das Geld benötige um dringend notwendige Renovierungsarbeiten durchzuführen und dass es sehr schwierig sein wird der Dorfbevölkerung zu erklären, dass man für über 50.000€ eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgertreff installiert hat und am Jahresende um Spenden bittet, auch wenn für die Photovoltaikanlage selber kein Cent aus der Bürgerring - Kassen genommen wird. Aus diesen Gründen wird der Vorstand des Bürgerrings gegen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage stimmen ! Die Abstimmung innerhalb des Vorstandes war einstimmig. 

Im Anschluss an die Ausführungen von Josef Stratmann wurde Klaus Panzer (1. Vorsitzender Blau - Weiß Dedinghausen) das Wort erteilt. Die Technik für so eine Anlage sei wohl ausgereift , Unwägbarkeiten gäbe es immer. Er betonte, dass den Sportverein die sehr lange Laufzeit von über 15 Jahren bis die Anlage Gewinn erzielt sehr stört. Der Vorstand von Blau-Weiß stellte 3 für ihn wichtige Punkte heraus. Punkt 1: Wenn die Technik, Investition und der Betreiber beim BR bleiben soll, so sollten zusätzliche Angebote eingeholt werden, um die Investitionskosten zu verringern. Punkt 2: Zusätzlich sollte der Vorstand prüfen lassen, ob man die Dachfläche des Bürgertreffs für eine Photovoltaikanlage an einen Investor vermieten könnte (Mieteinnahmen von 100 € - 1.000 € seien seiner Meinung möglich), so dass das Risiko beim Betreiber der Anlage liegt. Punkt 3: Klaus Panzer wies genau wie Josef Stratmann auf die durch die Anschaffung einer Photovoltaikanlage massiv zurückgehende Spendenbereitschaft der Bevölkerung hin. Der Bürgerring sollte über die Gründung eines Fördervereins oder über einen Bürgerring - Beitrag der Vereine und / oder Privatpersonen nachdenken. Im Hauptvorstand von Blau - Weiß hat man sich das erste Mal sehr intensiv mit der Problematik des derzeitigen Bürgerrings und der erheblichen Problematik zum Erhalt des Bürgertreffs auseinandergesetzt und nicht wie in der Vergangenheit nur über Termine gesprochen. Die Diskussion der letzten Wochen innerhalb der hier anwesenden Personen, Delegierten und Vereinsvorstände habe sehr deutlich die Situation und Probleme aufgezeigt, mit denen sich der Bürgerring in der nächsten Zeit weiterhin befassen muss, um den Bürgertreff und den Bürgerring zu erhalten. 

Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Wilhelm Schulte-Remmert betonte, dass der Bürgerring kurz- bzw. mittelfristig einen erhöhten Finanzierungsbedarf hat und wie bereits erwähnt die Spendenbereitschaft der Bevölkerung zurückgehen wird, wenn eine Solaranlage auf dem Dach des Bürgertreff installiert würde. Daher wird die Kolpingfamilie gegen die Photovoltaikanlage stimmen.

Heinz-W. Wellner (D.a.) wies darauf hin, dass man auch bei einer Lebensversicherung ein Risiko eingeht und nicht weiß was in vielen Jahren als Gewinn ausgezahlt würde. Außerdem liege das Konzept zur Gründung eines Fördervereins bereits seit Dezember 2004 von Andreas Fabig (D.a.) dem Bürgerring - Vorstand vor. Er könne nicht verstehen warum nicht bereits über die Gründung eines Fördervereins hier gesprochen wurde. Er betonte außerdem, dass z.B. in Mönninghausen der dortige Kulturring Mitgliedsbeiträge einnimmt. Dedinghausen - aktuell wird für die Photovoltaikanlage stimmen. 

Der 1. Vorsitzende des Schützenvereins Bernhard Plaß hält die Technik für ausgereift. Der Schützenverein wird aber wegen der Steuerproblematik (Mehrwertsteuer usw.), Zustand des Daches und der zurückgehenden Spendenbereitschaft gegen die Photovoltaikanlage stimmen. 

Der Vertreter des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Bernd Lücker - Corzillius glaubt nicht daran, dass die Spendenbereitschaft der Dorfbevölkerung aus dem Grund zurückgehen wird, wenn auf dem Dach des Bürgertreffs eine Photovoltaikanlage installiert würde. Die Bevölkerung kann sehr wohl zwischen der Photovoltaikanlage und dem Bürgertreff unterscheiden. 

Nachdem Bernd Lücker - Corzillius seine Ausführungen beendet hatte, wurde Jan - Walter Hammer (Landwirtschaftlicher Ortsverein) das Wort erteilt. Da für die meisten Vereine in der letzten Sitzung der Zeitraum von 5 Jahren bis die Anlage in die Gewinnspanne kommen würde (15 Jahre investieren und "nur" 5 Jahre Gewinnabschöpfung), habe er eine neue Berechnung ausgearbeitet.

Auf der Grundlage der vorherigen Daten sieht das neue Ergebnis wie folgt aus. Anlagekosten (brutto) derzeitiges Angebot 71.776,39 € REN-Zuschuss abzgl.: 8.000,00 € abzgl. MWST und Feste Zusage von min. 2 Spenden abzgl.: 3.500,00 € Eigenleistung bei der Installation der Anlage abzgl.: 2.500,00 € Kapitalbedarf von rd. 47.876,20 € Bei einer Verzinsung von rd. 3,88 % effektiv, Versicherungskosten, lineare Leistungsdegression von 80%, bei je nach welcher Sonneneinstrahlung (800kWh-823 kWh)) ergibt sich somit nach seiner Berechnung bereits nach ca. 11-13 Jahren (also über einen Zeitraum von 9-7 Jahren eine Gewinnausschöpfung. Weitere Spender seien bisher von ihm nicht angesprochen worden.

Im Anschluss seiner Ausführung ging Jan Walter Hammer noch auf die Aussage von Klaus Panzer ein, klar könnten noch weitere Angebote eingeholt werden, nur ob dann dieses Jahr noch von den Firmen ein Angebot zu erhalten ist, bzw. diese auch dieses Jahr noch eine Solaranlage installieren können, sei fraglich. Eine Verschiebung in das nächste Jahr ist eine wirtschaftlich schlechtere Alternative. Außerdem hält Jan Walter Hammer die Gründung eines Fördervereins für unumgänglich. 

Der 2. Vorsitzende des KCD Sebastian Schulte hält den Zeitraum 15 -17 Jahre, bis die Anlage Gewinn erbringt für zu lang. Das Geld sollte man besser zur Instandhaltung des Bürgertreffs verwenden. Eine Fremdvermietung der Fläche würde der KCD begrüßen. Der KCD wird gegen die Photovoltaikanlage stimmen. 

Der D.a. - Vertreter Andreas Fabig betonte, dass die Dachfläche nicht Eigentum des Bürgerrings ist und somit nach seiner Auffassung auch nicht vermietet werden kann. An dieser Stelle verwies Andreas Fabig, dass die Anlage ab dem ersten Tag, wenn sie arbeitet, einen Gewinn abwerfen würde. Der Bürgerring hat von Anfang an und das ist richtig entschieden, dass die Strompreisvergütung von rd. 4700,-€ als ganzes zur Tilgung des Darlehen eingesetzt werden sollte, um frühestmöglich den Kredit abbezahlt zu haben. Die Strompreisvergütung von rd. 4700,- € ist höher als der notwendige Betrag zur Tilgung des Kredites über den Zeitraum von 20 Jahren. Der Überschussbetrag ist Gewinn, der ab dem ersten Tag/ Jahr dem Bürgerring sofort zur Verfügung stehen könnte. Das war und ist nicht gewollt. Erst soll der Kredit abbezahlt werden. Nach seiner Auffassung trage der Bürgerring überhaupt kein Risiko bei der Erstellung einer solchen Solaranlage. 

Josef Stratmann antwortete auf die Ausführungen von Andreas Fabig, dass die Dorfbevölkerung nicht das Hintergrundwissen habe wie wir, die wir uns seit einiger Zeit sehr intensiv mit dem Thema Photovoltaikanlage beschäftigt haben. Es sei sehr schwer der Bevölkerung zu vermitteln, dass bei einer Investition von rd. 50.000€ auf dem Dach des Bürgertreffs (dies zwar ohne einen Cent aus den bisherigen Mitteln des Bürgerring finanziert würden) die Bevölkerung zu weiteren Spenden aufzurufen, wenn es um die Bürgertreffinnensanierung gehen würde. 

Heinz W. Wellner von D.a. fand, dass der Bürgerring den 2.Schritt vor dem 1. macht, d.h. man hätte erst den Förderverein gründen sollen, um dann durch den Förderverein die Photovoltaikanlage zu installieren. Klaus Panzer (Blau - Weiß) stellte die Frage in den Raum, was aus der Photovoltaikanlage nach dem Jahr 2025 wird. Die nächste Generation hat dann auch keine geregelten Einnahmequellen mehr. An die Adresse von Jan Walter Hammer (Landwirtschaftlicher Ortsverein) gerichtet fragte er, warum es nicht möglich ist die Dachfläche zu vermieten. Hierzu teilte Jan Walter Hammer seine Auffassung mit, dass es für den Kämmerer der Stadt - Lippstadt ein großer Unterschied sei, ob die Photovoltaikanlage vom BR - Dedinghausen selbst errichtet worden ist oder die Dachfläche vermietet werden soll. Als Beispiel nannte er die Feuerwache in Lippstadt. Er betonte außerdem, dass nach der von ihm erstellten Berechnung die Gewinnspanne nicht wie bisher 4 Jahre sondern 8 Jahre beträgt. Das Ziel muss sein den Bürgerring Dedinghausen langfristig auf solide finanziellen Füße zu stellen. Nur so könne der Bürgerring und der Bürgertreff für Dedinghausen gesichert werden. 

Der TTV, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Michael Arendt, ist grundsätzlich für die Photovoltaikanlage, da es sich um eine Investition für die Zukunft handelt. Das Thema, so Michael Arendt, würde im Dorf sehr intensiv diskutiert. Der TTV überlegt, die Einnahmen des Sommerfestes anlässlich des 30-jährigen Bestehens an den Bürgerring zu spenden. 

Klaus Panzer betonte, dass Unternehmen mit Fremdkapital so operieren würden, aber nicht Vereine wie der Bürgerring. Er wies noch einmal auf die Steuerproblematik hin. Was wird mit den Mieteinnahmen, der Vermietung allgemein, um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem sei die Überwachung der Anlage ein nicht zu unterschätzender Aufwand, was ihm ein Experte mitteilte ,hier müsste man sich professioneller Betreiber oder Anbieter bedienen . Dorfspenden seien nach seiner Auffassung auf Jahre sehr fraglich. 1000,-€ von dem Tilgungsbetrag abzweigen und der laufenden Unterhaltung des Bürgerrings sofort zur Verfügung stellen, lehnt auch Klaus Panzer ab.

Andreas Fabig (D.a.) hält das vorhandene Konzept für tragbar. Er verstehe die ganze Diskussion überhaupt nicht, seitens des Bürgerrings oder des Dorfes müsste überhaupt kein "Cent" ausgegeben werden, um eine solche Anlage zu finanzieren. Jede Spende würde natürlich helfen. Man müsste an später denken. Grundsätzlich sind alle Vereine steuerpflichtig, so Andreas Fabig (D.a.), jedoch gilt ein bestimmter Freibetrag, unter den derzeit auch der Bürgerring Dedinghausen fällt. 

Wolfgang Hahne (Kassierer Bürgerring) teilte der Versammlung mit, dass der Bürgerring im vergangenen Jahr ca. 400 € an Mehrwertsteuer hätte unter diesen Bedingungen abführen müssen. Franz Xaver Stratmann erklärte, dass man dieses Thema mit steuerlichen Belangen nicht hier diskutieren sollte, sondern dies nur in Verbindung mit einer Steuerfachfrau-/mann erfolgen sollte. Dies wurde auch von Josef Stratmann so gesehen. 

Von Bernd Lücker-Corzillius wurde die Frage gestellt wie man der Dorfbevölkerung erklären will, dass man auf soviel Geld verzichtet ? Er hätte seine Anlage auch komplett fremdfinanziert (über Kredit) und rechne fest damit, dass er bereits nach 12 Jahren die Anlage abbezahlt habe und ihm dann die volle Einspeisevergütung zur Verfügung steht. 

Heini Wellner stellte noch mal den finanziellen Aspekt in den Raum. Man investiert für die geplante Solaranlage 50.000 € (über eine Bank) ohne einen Cent auszugeben und könnte nach ca. 13-15 Jahren über einen Zeitraum von rd. 5 Jahren dann aber ca. 20.000 -25000,- € Gewinn abschöpfen. Sebastian Schulte stellte nochmals die Frage, was ist nach den 20 Jahren mit der Solaranlage und der Einspeisevergütung. Hierzu konnte keiner etwas sagen, das derzeitige Programm läuft noch über 20 Jahre, danach wird wahrscheinlich der Strom, der produziert und eingespeist wird, mit dem gleichen Preis verrechnet wie auch der Strom an den Verbraucher von den Stadtwerken abgegeben wird. Aber endgültig weiß dies noch keiner. 

Der 1. Vorsitzende von Blau - Weiß Klaus Panzer betonte noch einmal, dass der Bürgerring das Geld heute benötigt und nicht erst in 12 Jahren. Jan Walter Hammer unterstrich hierzu nochmals, dass eine 1000 € Spende bei der Finanzierung rd. 1800 € Tilgung- und Finanzierung bringt. Desweiteren unterstrich Jan - Walter Hammer deutlich, dass die zugesagten Spenden nur für die Photovoltaikanlage vorgesehen sind, nicht für andere Maßnahmen und er zudem noch nicht bei weiteren evtl. Sponsoren nachgefragt habe. 

Hier ergriff Josef Stratmann das Wort und erklärte, dass er in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe wie schwer es ist gerade in der heutigen Zeit, wo alle kürzer treten müssen, um Geld zu bitten. 

Von Wilhelm Schulte-Remmert (Kolping) wurde die Frage gestellt, wer in Zukunft die durch die Photovoltaikanlage anfallende Mehrarbeit bewältigen soll, und ob man in Zukunft noch Leute findet, die sich im Bürgerring engagieren ? Der 2. Vorsitzende des KCD Sebastian Schulte glaubt schon, dass sich auch in Zukunft junge Leute für die Vorstandsarbeit im Bürgerring finden werden. Der KCD hält die Gründung eines Fördervereins für unausweichlich. Der KCD würde für die Photovoltaikanlage stimmen, wenn der Gewinnzeitraum wie von Jan Walter Hammer berechnet 8, anstatt 4 Jahre dauert. Die Idee einen Förderverein zu gründen müsse aus der Dorfbevölkerung kommen, um somit auch andere Leute mit einzubinden, so Jan Walter Hammer. Er sagte auf den Einwand von Klaus Panzer (Überwachung der Anlage sei sehr aufwändig), dass man ganz einfach über eMail eine Meldung bekommt, wenn die Anlage nicht ordnungsgemäß läuft. 

Der Kassierer vom KCD Dieter Radtke fand, dass die Diskussion am Ziel vorbeigehe. Die Technik sei ausgereift und in Ordnung. Man müsse die Photovoltaikanlage und eine Spendensammlung streng trennen. Er machte den Vorschlag, dass man prüfen müsste, ob die gesamten Einnahmen der Photovoltaikanlage zur Tilgung eingesetzt werden müssen. (vergl. hierzu oben die Aussagen von Andreas Fabig bzgl. Gewinn). Klaus Panzer erwiderte hierzu, dass kein vorzeitiges Geld aus der Anlage in den Bürgertreff fließen soll, zuerst muss die Solaranlage komplett finanziert werden.

Wilhelm Schulte - Remmert (Kolping) hatte die Idee ein sogenanntes "Photovoltaikteam" zu bilden, um den Vorstand zu entlasten. Dies Team sollte sich vor der Abstimmung bilden. Josef Stratmann unterbrach die Versammlung um 21:45 Uhr für eine kurze Pause. Um 22:05 wurde die Versammlung fortgesetzt. Folgende Personen wären bereit, in einem "Photovoltaikteam" mitzuarbeiten : Jan - Walter Hammer, Klaus Panzer, Andreas Fabig, Bernd Lücker - Corzillius. 

Theo Husemann meinte, das der Vorstand, egal wie die Versammlung entscheidet, bei der Stadt - Lippstadt zwecks Vermietung der Dachfläche anfragen sollte. Wilhelm Schulte - Remmert (Kolping) bat die Vereine, dass alle an einem Strang ziehen und die Entscheidung mittragen, egal wie sie ausfalle. Grundlage der Abstimmung für oder gegen die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgertreff war das bisherige Konzept mit dem neu hinzugekommenen Finanzierungsmodell von Jan Walter Hammer vom 10.8.2005, wo bereits nach ca. 12 Jahren mit dem Ende der Tilgung zurechnen ist. Die Abstimmung erfolgte auf der Grundlage des vorherigem Protokollbeschluss, dass jeder Verein von Dedinghausen, der im Bürgerring vertreten ist, sowie der Vorstand des Bürgerrings selber, mit je 3 wahlberechtigten Stimmen (1.Vorsitzender und 2 Wahlberechtigten, (z.B. Vorstand oder Delegierte)) mit abstimmen darf. Für diese Abstimmung ergab dies 23 Wahlberechtigte. 

Ergebnis der Abstimmung : 9 Ja Stimmen 13 Nein Stimmen 1 Enthaltung Es erfolgte ein Moment der Stille !! Die Entscheidung musste erst von Befürwortern und den Stimmberechtigten, die abgelehnt hatten, erst einmal verstanden werden. Der Antrag eine Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff zu installieren wurde abgelehnt ! 

Josef Stratmann Bürgerringvorsitzender und Ortsvorsteher fand als erster die Worte wieder und bat, dass sich die Vereine und der Vorstand jetzt Gedanken machen müssten wie es weitergehen soll. Er nannte verschiedene Maßnahmen um Geld einzunehmen z.B. Haussammlung, Fukuhlenfest, alle 2 Jahre Preisknobeln usw. Man wird sich in absehbarer Zukunft wieder zusammensetzen, um über die Gründung eines Fördervereins zu sprechen. 

Der Vorstand hoffe auf eine faire Berichterstattung im Hinblick auf die Äußerung von D.a., dass es schwer sei, der Bevölkerung die gerade beschlossene Entscheidung zu erklären. 

Klaus Panzer betonte ausdrücklich, dass sich der Vorstand für die jetzt getroffene Entscheidung der Versammlung in keiner Weise zu rechtfertigen habe. Der Vorstand habe das Thema über mehrere Sitzungen vorgestellt, analysiert, erläutert, die ablehnende Entscheidung aber haben alle Vereine in einer geheimen Wahl jeder für sich entschieden. Es sind aus der Dorfbevölkerung nicht nur positive Stimmen zu der Photovoltaikanlage zu hören. 

Sebastian Schulte (KCD) meinte als jüngster Teilnehmer dieser Versammlung, dass die Entscheidung eine Entscheidung gegen die heutige Jugend und gegen den langfristigen Erhalt des Bürgertreffs sei. 

Der Vertreter von D.a. Heinz W. Wellner appellierte an den Vorstand, die Gründung eines Fördervereins nicht auf die lange Bank zu schieben sondern sehr schnell in die Wege zu leiten. Andreas Fabig dankte dem Vorstand für die Arbeit, die er sich in den letzten Monaten gemacht hat. Josef Stratmann bedankte sich bei allen für die Unterstützung und schloss die Versammlung um 22:15 Uhr. 

Michael Knieps (2. Vorsitzender) Markus Schulte (2. Vorsitzender) (Schriftführer)

siehe auch:


Gründungsaufruf Förderverein

Protokoll Sitzung Bürgerring zur Photovoltaikanlage die 1.

 

        
 Erstellt am: 12.09.2005 (RC)

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