1. Begrüßung
Der
Bürgerringvorsitzende Josef Stratmann begrüßte die anwesenden
Vereinsvertreter und deren Delegierten zur außerordentlichen
Bürgerringversammlung zum Hauptthema "Installation einer
Photovoltaikanlage" auf dem Dach des Bürgertreffs und eröffnete die
Versammlung um 20:10 Uhr.
2.
Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff
Zu Beginn seiner
Ausführungen stellte Josef Stratmann die Frage an die Anwesenden, ob es
zu dem Protokoll der letzten Versammlung vom 6.07.2005, das den Vereinen
zugeleitet wurde, Änderungen, Fragen oder Anmerkungen gibt. Dies war
nicht der Fall.
Im Anschluss hieran
berichtete der Vorsitzende des Bürgerrings den Anwesenden wie der
Vorstand sich nunmehr zum Bau einer Photovoltaikanlage entschlossen hat.
Dem Protokoll der letzten Versammlung war eine Risikoanalyse angeheftet,
mit der sich auch der Vorstand sehr intensiv auseinandergesetzt hat.
Besonders die Punkte 8 und 10 standen hierbei im Mittelpunkt (Punkt 8:
Zeitraum bis Gewinn erzielt wird ist zu lang; Punkt 10:
Spendenbereitschaft der Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren). Viele
Argumente und Einwände aus der letzten Versammlung waren der Grund, dass
die anfängliche Euphorie der meisten Vorstandsmitglieder, umsomehr man
sich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, gegen die Errichtung einer
Photovoltaikanlage geändert habe und letztendlich sich gegen die Anlage
mehrheitlich entschieden hat.
Josef Stratmann verwies
darauf, dass der Bürgerring jetzt das Geld benötige um dringend
notwendige Renovierungsarbeiten durchzuführen und dass es sehr schwierig
sein wird der Dorfbevölkerung zu erklären, dass man für über 50.000€
eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgertreff installiert hat und
am Jahresende um Spenden bittet, auch wenn für die Photovoltaikanlage
selber kein Cent aus der Bürgerring - Kassen genommen wird. Aus diesen
Gründen wird der Vorstand des Bürgerrings gegen die Anschaffung einer
Photovoltaikanlage stimmen ! Die Abstimmung innerhalb des Vorstandes war
einstimmig.
Im Anschluss an die
Ausführungen von Josef Stratmann wurde Klaus Panzer (1. Vorsitzender Blau
- Weiß Dedinghausen) das Wort erteilt. Die Technik für so eine Anlage
sei wohl ausgereift , Unwägbarkeiten gäbe es immer. Er betonte, dass den
Sportverein die sehr lange Laufzeit von über 15 Jahren bis die Anlage
Gewinn erzielt sehr stört. Der Vorstand von Blau-Weiß stellte 3 für ihn
wichtige Punkte heraus. Punkt 1: Wenn die Technik, Investition und der
Betreiber beim BR bleiben soll, so sollten zusätzliche Angebote eingeholt
werden, um die Investitionskosten zu verringern. Punkt 2: Zusätzlich
sollte der Vorstand prüfen lassen, ob man die Dachfläche des
Bürgertreffs für eine Photovoltaikanlage an einen Investor vermieten
könnte (Mieteinnahmen von 100 € - 1.000 € seien seiner Meinung
möglich), so dass das Risiko beim Betreiber der Anlage liegt. Punkt 3:
Klaus Panzer wies genau wie Josef Stratmann auf die durch die Anschaffung
einer Photovoltaikanlage massiv zurückgehende Spendenbereitschaft der
Bevölkerung hin. Der Bürgerring sollte über die Gründung eines
Fördervereins oder über einen Bürgerring - Beitrag der Vereine und /
oder Privatpersonen nachdenken. Im Hauptvorstand von Blau - Weiß hat man
sich das erste Mal sehr intensiv mit der Problematik des derzeitigen
Bürgerrings und der erheblichen Problematik zum Erhalt des Bürgertreffs
auseinandergesetzt und nicht wie in der Vergangenheit nur über Termine
gesprochen. Die Diskussion der letzten Wochen innerhalb der hier
anwesenden Personen, Delegierten und Vereinsvorstände habe sehr deutlich
die Situation und Probleme aufgezeigt, mit denen sich der Bürgerring in
der nächsten Zeit weiterhin befassen muss, um den Bürgertreff und den
Bürgerring zu erhalten.
Der Vorsitzende der
Kolpingfamilie Wilhelm Schulte-Remmert betonte, dass der Bürgerring kurz-
bzw. mittelfristig einen erhöhten Finanzierungsbedarf hat und wie bereits
erwähnt die Spendenbereitschaft der Bevölkerung zurückgehen wird, wenn
eine Solaranlage auf dem Dach des Bürgertreff installiert würde. Daher
wird die Kolpingfamilie gegen die Photovoltaikanlage stimmen.
Heinz-W. Wellner (D.a.)
wies darauf hin, dass man auch bei einer Lebensversicherung ein Risiko
eingeht und nicht weiß was in vielen Jahren als Gewinn ausgezahlt würde.
Außerdem liege das Konzept zur Gründung eines Fördervereins bereits
seit Dezember 2004 von Andreas Fabig (D.a.) dem Bürgerring - Vorstand
vor. Er könne nicht verstehen warum nicht bereits über die Gründung
eines Fördervereins hier gesprochen wurde. Er betonte außerdem, dass
z.B. in Mönninghausen der dortige Kulturring Mitgliedsbeiträge einnimmt.
Dedinghausen - aktuell wird für die Photovoltaikanlage stimmen.
Der 1. Vorsitzende des
Schützenvereins Bernhard Plaß hält die Technik für ausgereift. Der
Schützenverein wird aber wegen der Steuerproblematik (Mehrwertsteuer
usw.), Zustand des Daches und der zurückgehenden Spendenbereitschaft
gegen die Photovoltaikanlage stimmen.
Der Vertreter des
Landwirtschaftlichen Ortsvereins Bernd Lücker - Corzillius glaubt nicht
daran, dass die Spendenbereitschaft der Dorfbevölkerung aus dem Grund
zurückgehen wird, wenn auf dem Dach des Bürgertreffs eine
Photovoltaikanlage installiert würde. Die Bevölkerung kann sehr wohl
zwischen der Photovoltaikanlage und dem Bürgertreff unterscheiden.
Nachdem Bernd Lücker -
Corzillius seine Ausführungen beendet hatte, wurde Jan - Walter Hammer
(Landwirtschaftlicher Ortsverein) das Wort erteilt. Da für die meisten
Vereine in der letzten Sitzung der Zeitraum von 5 Jahren bis die Anlage in
die Gewinnspanne kommen würde (15 Jahre investieren und "nur" 5
Jahre Gewinnabschöpfung), habe er eine neue Berechnung ausgearbeitet.
Auf der Grundlage
der vorherigen Daten sieht das neue Ergebnis wie folgt aus. Anlagekosten
(brutto) derzeitiges Angebot 71.776,39 € REN-Zuschuss abzgl.: 8.000,00
€ abzgl. MWST und Feste Zusage von min. 2 Spenden abzgl.: 3.500,00 €
Eigenleistung bei der Installation der Anlage abzgl.: 2.500,00 €
Kapitalbedarf von rd. 47.876,20 € Bei einer Verzinsung von rd. 3,88 %
effektiv, Versicherungskosten, lineare Leistungsdegression von 80%, bei je
nach welcher Sonneneinstrahlung (800kWh-823 kWh)) ergibt sich somit nach
seiner Berechnung bereits nach ca. 11-13 Jahren (also über einen Zeitraum
von 9-7 Jahren eine Gewinnausschöpfung. Weitere Spender seien bisher von
ihm nicht angesprochen worden.
Im Anschluss seiner
Ausführung ging Jan Walter Hammer noch auf die Aussage von Klaus Panzer
ein, klar könnten noch weitere Angebote eingeholt werden, nur ob dann
dieses Jahr noch von den Firmen ein Angebot zu erhalten ist, bzw. diese
auch dieses Jahr noch eine Solaranlage installieren können, sei fraglich.
Eine Verschiebung in das nächste Jahr ist eine wirtschaftlich schlechtere
Alternative. Außerdem hält Jan Walter Hammer die Gründung eines
Fördervereins für unumgänglich.
Der 2. Vorsitzende des
KCD Sebastian Schulte hält den Zeitraum 15 -17 Jahre, bis die Anlage
Gewinn erbringt für zu lang. Das Geld sollte man besser zur
Instandhaltung des Bürgertreffs verwenden. Eine Fremdvermietung der
Fläche würde der KCD begrüßen. Der KCD wird gegen die
Photovoltaikanlage stimmen.
Der D.a. - Vertreter
Andreas Fabig betonte, dass die Dachfläche nicht Eigentum des
Bürgerrings ist und somit nach seiner Auffassung auch nicht vermietet
werden kann. An dieser Stelle verwies Andreas Fabig, dass die Anlage ab
dem ersten Tag, wenn sie arbeitet, einen Gewinn abwerfen würde. Der
Bürgerring hat von Anfang an und das ist richtig entschieden, dass die
Strompreisvergütung von rd. 4700,-€ als ganzes zur Tilgung des Darlehen
eingesetzt werden sollte, um frühestmöglich den Kredit abbezahlt zu
haben. Die Strompreisvergütung von rd. 4700,- € ist höher als der
notwendige Betrag zur Tilgung des Kredites über den Zeitraum von 20
Jahren. Der Überschussbetrag ist Gewinn, der ab dem ersten Tag/ Jahr dem
Bürgerring sofort zur Verfügung stehen könnte. Das war und ist nicht
gewollt. Erst soll der Kredit abbezahlt werden. Nach seiner Auffassung
trage der Bürgerring überhaupt kein Risiko bei der Erstellung einer
solchen Solaranlage.
Josef Stratmann
antwortete auf die Ausführungen von Andreas Fabig, dass die
Dorfbevölkerung nicht das Hintergrundwissen habe wie wir, die wir uns
seit einiger Zeit sehr intensiv mit dem Thema Photovoltaikanlage
beschäftigt haben. Es sei sehr schwer der Bevölkerung zu vermitteln,
dass bei einer Investition von rd. 50.000€ auf dem Dach des
Bürgertreffs (dies zwar ohne einen Cent aus den bisherigen Mitteln des
Bürgerring finanziert würden) die Bevölkerung zu weiteren Spenden
aufzurufen, wenn es um die Bürgertreffinnensanierung gehen würde.
Heinz W. Wellner von
D.a. fand, dass der Bürgerring den 2.Schritt vor dem 1. macht, d.h. man
hätte erst den Förderverein gründen sollen, um dann durch den
Förderverein die Photovoltaikanlage zu installieren. Klaus Panzer (Blau -
Weiß) stellte die Frage in den Raum, was aus der Photovoltaikanlage nach
dem Jahr 2025 wird. Die nächste Generation hat dann auch keine geregelten
Einnahmequellen mehr. An die Adresse von Jan Walter Hammer
(Landwirtschaftlicher Ortsverein) gerichtet fragte er, warum es nicht
möglich ist die Dachfläche zu vermieten. Hierzu teilte Jan Walter Hammer
seine Auffassung mit, dass es für den Kämmerer der Stadt - Lippstadt ein
großer Unterschied sei, ob die Photovoltaikanlage vom BR - Dedinghausen
selbst errichtet worden ist oder die Dachfläche vermietet werden soll.
Als Beispiel nannte er die Feuerwache in Lippstadt. Er betonte außerdem,
dass nach der von ihm erstellten Berechnung die Gewinnspanne nicht wie
bisher 4 Jahre sondern 8 Jahre beträgt. Das Ziel muss sein den
Bürgerring Dedinghausen langfristig auf solide finanziellen Füße zu
stellen. Nur so könne der Bürgerring und der Bürgertreff für
Dedinghausen gesichert werden.
Der TTV, vertreten
durch den 1. Vorsitzenden Michael Arendt, ist grundsätzlich für die
Photovoltaikanlage, da es sich um eine Investition für die Zukunft
handelt. Das Thema, so Michael Arendt, würde im Dorf sehr intensiv
diskutiert. Der TTV überlegt, die Einnahmen des Sommerfestes anlässlich
des 30-jährigen Bestehens an den Bürgerring zu spenden.
Klaus Panzer betonte,
dass Unternehmen mit Fremdkapital so operieren würden, aber nicht Vereine
wie der Bürgerring. Er wies noch einmal auf die Steuerproblematik hin.
Was wird mit den Mieteinnahmen, der Vermietung allgemein, um nur einige
Beispiele zu nennen. Außerdem sei die Überwachung der Anlage ein nicht
zu unterschätzender Aufwand, was ihm ein Experte mitteilte ,hier müsste
man sich professioneller Betreiber oder Anbieter bedienen . Dorfspenden
seien nach seiner Auffassung auf Jahre sehr fraglich. 1000,-€ von dem
Tilgungsbetrag abzweigen und der laufenden Unterhaltung des Bürgerrings
sofort zur Verfügung stellen, lehnt auch Klaus Panzer ab.
Andreas Fabig (D.a.)
hält das vorhandene Konzept für tragbar. Er verstehe die ganze
Diskussion überhaupt nicht, seitens des Bürgerrings oder des Dorfes
müsste überhaupt kein "Cent" ausgegeben werden, um eine solche
Anlage zu finanzieren. Jede Spende würde natürlich helfen. Man müsste
an später denken. Grundsätzlich sind alle Vereine steuerpflichtig, so
Andreas Fabig (D.a.), jedoch gilt ein bestimmter Freibetrag, unter den
derzeit auch der Bürgerring Dedinghausen fällt.
Wolfgang Hahne
(Kassierer Bürgerring) teilte der Versammlung mit, dass der Bürgerring
im vergangenen Jahr ca. 400 € an Mehrwertsteuer hätte unter diesen
Bedingungen abführen müssen. Franz Xaver Stratmann erklärte, dass man
dieses Thema mit steuerlichen Belangen nicht hier diskutieren sollte,
sondern dies nur in Verbindung mit einer Steuerfachfrau-/mann erfolgen
sollte. Dies wurde auch von Josef Stratmann so gesehen.
Von Bernd
Lücker-Corzillius wurde die Frage gestellt wie man der Dorfbevölkerung
erklären will, dass man auf soviel Geld verzichtet ? Er hätte seine
Anlage auch komplett fremdfinanziert (über Kredit) und rechne fest damit,
dass er bereits nach 12 Jahren die Anlage abbezahlt habe und ihm dann die
volle Einspeisevergütung zur Verfügung steht.
Heini Wellner stellte
noch mal den finanziellen Aspekt in den Raum. Man investiert für die
geplante Solaranlage 50.000 € (über eine Bank) ohne einen Cent
auszugeben und könnte nach ca. 13-15 Jahren über einen Zeitraum von rd.
5 Jahren dann aber ca. 20.000 -25000,- € Gewinn abschöpfen. Sebastian
Schulte stellte nochmals die Frage, was ist nach den 20 Jahren mit der
Solaranlage und der Einspeisevergütung. Hierzu konnte keiner etwas sagen,
das derzeitige Programm läuft noch über 20 Jahre, danach wird
wahrscheinlich der Strom, der produziert und eingespeist wird, mit dem
gleichen Preis verrechnet wie auch der Strom an den Verbraucher von den
Stadtwerken abgegeben wird. Aber endgültig weiß dies noch keiner.
Der 1. Vorsitzende von
Blau - Weiß Klaus Panzer betonte noch einmal, dass der Bürgerring das
Geld heute benötigt und nicht erst in 12 Jahren. Jan Walter Hammer
unterstrich hierzu nochmals, dass eine 1000 € Spende bei der
Finanzierung rd. 1800 € Tilgung- und Finanzierung bringt. Desweiteren
unterstrich Jan - Walter Hammer deutlich, dass die zugesagten Spenden nur
für die Photovoltaikanlage vorgesehen sind, nicht für andere Maßnahmen
und er zudem noch nicht bei weiteren evtl. Sponsoren nachgefragt
habe.
Hier ergriff Josef
Stratmann das Wort und erklärte, dass er in den letzten Jahren immer
wieder erlebt habe wie schwer es ist gerade in der heutigen Zeit, wo alle
kürzer treten müssen, um Geld zu bitten.
Von Wilhelm
Schulte-Remmert (Kolping) wurde die Frage gestellt, wer in Zukunft die
durch die Photovoltaikanlage anfallende Mehrarbeit bewältigen soll, und
ob man in Zukunft noch Leute findet, die sich im Bürgerring engagieren ?
Der 2. Vorsitzende des KCD Sebastian Schulte glaubt schon, dass sich auch
in Zukunft junge Leute für die Vorstandsarbeit im Bürgerring finden
werden. Der KCD hält die Gründung eines Fördervereins für
unausweichlich. Der KCD würde für die Photovoltaikanlage stimmen, wenn
der Gewinnzeitraum wie von Jan Walter Hammer berechnet 8, anstatt 4 Jahre
dauert. Die Idee einen Förderverein zu gründen müsse aus der
Dorfbevölkerung kommen, um somit auch andere Leute mit einzubinden, so
Jan Walter Hammer. Er sagte auf den Einwand von Klaus Panzer (Überwachung
der Anlage sei sehr aufwändig), dass man ganz einfach über eMail eine
Meldung bekommt, wenn die Anlage nicht ordnungsgemäß läuft.
Der Kassierer vom KCD
Dieter Radtke fand, dass die Diskussion am Ziel vorbeigehe. Die Technik
sei ausgereift und in Ordnung. Man müsse die Photovoltaikanlage und eine
Spendensammlung streng trennen. Er machte den Vorschlag, dass man prüfen
müsste, ob die gesamten Einnahmen der Photovoltaikanlage zur Tilgung
eingesetzt werden müssen. (vergl. hierzu oben die Aussagen von Andreas
Fabig bzgl. Gewinn). Klaus Panzer erwiderte hierzu, dass kein vorzeitiges
Geld aus der Anlage in den Bürgertreff fließen soll, zuerst muss die
Solaranlage komplett finanziert werden.
Wilhelm Schulte -
Remmert (Kolping) hatte die Idee ein sogenanntes
"Photovoltaikteam" zu bilden, um den Vorstand zu entlasten. Dies
Team sollte sich vor der Abstimmung bilden. Josef Stratmann unterbrach die
Versammlung um 21:45 Uhr für eine kurze Pause. Um 22:05 wurde die
Versammlung fortgesetzt. Folgende Personen wären bereit, in einem
"Photovoltaikteam" mitzuarbeiten : Jan - Walter Hammer, Klaus
Panzer, Andreas Fabig, Bernd Lücker - Corzillius.
Theo Husemann meinte,
das der Vorstand, egal wie die Versammlung entscheidet, bei der Stadt -
Lippstadt zwecks Vermietung der Dachfläche anfragen sollte. Wilhelm
Schulte - Remmert (Kolping) bat die Vereine, dass alle an einem Strang
ziehen und die Entscheidung mittragen, egal wie sie ausfalle. Grundlage
der Abstimmung für oder gegen die Installation einer Photovoltaikanlage
auf dem Dach des Bürgertreff war das bisherige Konzept mit dem neu
hinzugekommenen Finanzierungsmodell von Jan Walter Hammer vom 10.8.2005,
wo bereits nach ca. 12 Jahren mit dem Ende der Tilgung zurechnen ist. Die
Abstimmung erfolgte auf der Grundlage des vorherigem Protokollbeschluss,
dass jeder Verein von Dedinghausen, der im Bürgerring vertreten ist,
sowie der Vorstand des Bürgerrings selber, mit je 3 wahlberechtigten
Stimmen (1.Vorsitzender und 2 Wahlberechtigten, (z.B. Vorstand oder
Delegierte)) mit abstimmen darf. Für diese Abstimmung ergab dies 23
Wahlberechtigte.
Ergebnis der Abstimmung
: 9 Ja Stimmen 13 Nein Stimmen 1 Enthaltung Es erfolgte ein Moment der
Stille !! Die Entscheidung musste erst von Befürwortern und den
Stimmberechtigten, die abgelehnt hatten, erst einmal verstanden werden.
Der Antrag eine Photovoltaikanlage auf dem Bürgertreff zu installieren
wurde abgelehnt !
Josef Stratmann
Bürgerringvorsitzender und Ortsvorsteher fand als erster die Worte wieder
und bat, dass sich die Vereine und der Vorstand jetzt Gedanken machen
müssten wie es weitergehen soll. Er nannte verschiedene Maßnahmen um
Geld einzunehmen z.B. Haussammlung, Fukuhlenfest, alle 2 Jahre
Preisknobeln usw. Man wird sich in absehbarer Zukunft wieder
zusammensetzen, um über die Gründung eines Fördervereins zu
sprechen.
Der Vorstand hoffe auf
eine faire Berichterstattung im Hinblick auf die Äußerung von D.a., dass
es schwer sei, der Bevölkerung die gerade beschlossene Entscheidung zu
erklären.
Klaus Panzer betonte
ausdrücklich, dass sich der Vorstand für die jetzt getroffene
Entscheidung der Versammlung in keiner Weise zu rechtfertigen habe. Der
Vorstand habe das Thema über mehrere Sitzungen vorgestellt, analysiert,
erläutert, die ablehnende Entscheidung aber haben alle Vereine in einer
geheimen Wahl jeder für sich entschieden. Es sind aus der
Dorfbevölkerung nicht nur positive Stimmen zu der Photovoltaikanlage zu
hören.
Sebastian Schulte (KCD)
meinte als jüngster Teilnehmer dieser Versammlung, dass die Entscheidung
eine Entscheidung gegen die heutige Jugend und gegen den langfristigen
Erhalt des Bürgertreffs sei.
Der Vertreter von D.a.
Heinz W. Wellner appellierte an den Vorstand, die Gründung eines
Fördervereins nicht auf die lange Bank zu schieben sondern sehr schnell
in die Wege zu leiten. Andreas Fabig dankte dem Vorstand für die Arbeit,
die er sich in den letzten Monaten gemacht hat. Josef Stratmann bedankte
sich bei allen für die Unterstützung und schloss die Versammlung um
22:15 Uhr.
Michael Knieps (2.
Vorsitzender) Markus Schulte (2. Vorsitzender) (Schriftführer)