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Berichte 2005
 D.a.  2005 - Nr. 370 » ... aktuell * Rückblick
  

Schnadgang 2005
Rund 150 Grenzgänger trafen sich am 3. Oktober vor der Gaststätte Kehl

Der Schnadgang 2005 erfolgte in drei Gruppen und wurde von vielen Bewohnern angenommen

 

(AF) Der Schnadgang 2005 erfolgte das erste Mal in drei verschieden Gruppen und auf drei Routen. Neben der Grenzwanderung für die Schnadgänger und die Gruppe "Junge Familien" der Kolpingfamilie, konnten die geringfügig erweiterten Dorfgrenzen unter der Führung des Ortsvorstehers Josef Stratmann mit Fahrrädern abgefahren werden. 

Am 03.10. konnte dieser vor der Gaststätte Kehl rund 150 Dorfbewohner zum Schnadgang 2005 begrüßen. Nach der Begrüßung setzen sich die drei Gruppen in Richtung Kölner Grenzweg in Bewegung und teilten sich an der Kreuzung Waldweg in zwei Fußtruppen und eine Fahrradgruppe auf. 
Unter der sachkundigen Führung der Kolpingfamilie bewegten sich die Familien mit Kindern, die wieder einmal sehr zahlreich erschienen waren, auf befestigten Wegen in Richtung südliche Dorfgrenze, um unterwegs die Kinder mit kleinen Spielen und Aufgaben zu unterhalten. 

Die hartgesottenen Schnadgänger marschierten über den Kölner Grenzweg zur östlichen Dorfgrenze, dem Lämmerbach. Von dort aus ging es, wie jedes Jahr entlang des Baches über Stock und Stein in Richtung Süden. So verwunderte es auch nicht, daß sich bereits nach wenigen Metern im schweren Gelände zwei Damen auf dem Hosenboden sitzend im Lämmerbach oder vielleicht doch besser im Lämmerbach wieder fanden. 

Unterwegs erklärte Michael Knieps den Schnödgängern noch den Unterschied zwischen einem Tannen- und einem Fichtenzapfen, bevor kurz vor Ermsinghausen der erste Versorgungspunkt erreicht wurde. Hier konnten die Wanderer mit diversen Getränken die Akkus für den nächsten Grenzabschnitt aufladen, bevor es durch das Waldgebiet "Schwarzen Raben" in Richtung Bökenförde ging. 

Gegen 11:30 Uhr trafen sich dann alle Gruppen am Grenzstein in der Nähe der Bienenhütte wieder, um dort erneut von den Helferinnen und Helfern des Bürgerrings mit Getränken versorgt zu werden. An dieser Stelle gilt es, diesen Helferinnen und Helfern nochmals den Dank der Schnadgänger auszusprechen. Bereits vor dem Start hatte Josef die Wichtigkeit dieses Schnadgangs in der Geschichte unseres Dorfes erklärt; so seien damals die Grenzen abgegangen worden, um die Viehbestände und deren Futterplätze gegen die Nachbargemeinden zu sichern.

Aber daß dies vielleicht der Grund dafür gewesen sein soll, daß die Fahrradgruppe über die östliche Grenze Dedinghausens hinaus, die Grenzen der Dörfer Mönninghausen und Garfeln überschritten hatten bzw. unsere Dorfgrenze geringfügig nach Osten ausgeweitet wurde, kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Weil ja auch die Aussage, daß diese Erweiterung der Radtour ausschließlich organisatorische Gründe hatte im Raum stand und daher wohl nicht als Schutzbehauptung für einen kriegerischen Akt gegen unsere Nachbarn anzusehen ist. Zumal dieses Jahr die südliche und nicht die nördliche Dorfgrenze zu Esbeck das Thema des Schnadgangs war. 

Es kann aber auch dahingestellt bleiben, denn die Radfahrer hatten offenkundig reichlich Freude an dieser erweiterten Tour. Lediglich ein Teilnehmer der Radtour mußte diese im letzten Teilstück wegen technischem Defekt (Platten) abbrechen und dann vorzeitig zum Suppenempfang im Bürgertreff erscheinen. 

Um 12:00 Uhr teilten sich die Gruppen erneut. Die jungen Familien begaben sich unmittelbar in den Bürgertreff, damit die Kinder ihr Mittagessen bekamen. Währenddessen bewegten sich die Radfahrer in Richtung Bökenförde und die Schnadgänger wanderten auf Rixbeck zu. 

Pünktlich zum Mittagessen fanden sich dann alle wieder im Bürgertreff ein, um dort nach dem Mittagessen dem Tag der deutschen Einheit zu gedenken. In gemütlicher Runde klang der Tag dann in den frühen Abendstunden langsam aus.

 

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 Erstellt am: 22.10.2005 (RC)

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