Gearbeitet habe ich
eigentlich fast selten. AHA (nicht Aha) schickt mir mein Geld. Früher
hieß das Sozialamt. Anrufen kann man dort nicht. Muß eine geheime
Behörde sein - vielleicht liegt sie auch im Osten, im Hartz.
Für einen Euro arbeite
ich jetzt bei dieser Zeitung. Wegen Kenntnisse in Schwäche von Lese und
Schreibe sollte ich dort hingehen. Bei D.a. habe ich jetzt Arbeit. Der
Cheff Heini sagt, ich mache Vertrauen. Meine Arbeit soll sein
Gegendruckwalzen, Bote, Ausrufer, Delegiehrter, Drucker, Hefter und
Fächern. Arbeiten bei D.a. ist gut.
Zweiter Euro verdiene
ich jetzt mit Empfehlen von Cheffs (viele Cheffs bei der Zeitung) als
Nachtwächter. Erst sollte Bürgerring mir Arbeit machen. In einer
Delegiehrtenversammlung wurde dann heiß geredet. Es sollte Rissiko
gemacht werden und Fragen wurden geschrieben:
1.Gibt es Aha? 2.
Was, wenn Revolution kommt über Schienen? 3. Wer zahlt Steuer? 4. Soll
auf eine Regierung gewartet werden? 5. Wer kontrolliert Nachtwächter? 6.
Bessere Nachtwächter in Vorstand? 7. Wie viele Nachtwächter stimmen in
Delegiehrtensammlung? Der Vorstand der Delegiehrten war gegen das
Rissiko.
Meine Cheffs schickten
mich in Beirat zu einem neuen Förderverein. Ich darf dort nichts sagen.
Die Zeitung ist dort ohne Stimme. Die waren sehr nett. Ich sollte
erzählen wie ich Nachtwächter werden kann. Die Cheffs und Cheffinnen
dort da geben mir jetzt zwei Euro als Nachtwächter in Dedinghausen. Jetzt
kriege ich 3 € in Dedinghausen und AHA-Euros. Einen Euro verdiene ich
mit Schreiben. Zwei Euro bekomme ich auf meinem Gang im Dorf.
Meine Runden durch das
Dorf sind schön. Im Dunkeln sind alle sehr nett. Die alte Baulampe vom
Fördercheff brauche ich nicht mehr. Der Boss der Gaswerke hat mir zwei
Lampen geschenkt. Eine lasse ich aber gegenüber der Bahnhofskneipe
stehen. Dort ist es sau dunkel. Und ständig kann ich dort nicht
rumlaufen. Nachteile als Nachtwächter habe ich auch. Ich darf nicht in
eine Kneipe bei der Arbeit. Aber auf alle Kneipen soll ich aufpassen, wenn
Getrunkene nach Hause wollen.
Viele Taschentücher
habe ich verteilt. Sonntags abend stehe ich bei Kehl und komme kaum nach.
Fußballer einer Mannschaft stehen an. Mein Trost hilft denen und bald
gewinnen die auch wieder öfter. Ganz sicher. Ich glaube fest dran. Die
Taschentücher können dann andere haben. Die Taschentücher sind schön.
Die habe ich selbst gedruckt und gefalzt auf dem neuen D.a.-Drucker. Nur
mit ner blauen Angel drauf.
Wenn der letzte Zug
gefahren ist in der Nacht, mache ich die Schranken ganz zu. Einer meiner
Cheffs von der Zeitung wollte noch nach Hause bei Esbeck. Hat der
gemeckert. Er hat dann im Internett geschrieben an alle Cheffs und den
Ortsversteher. Alle anderen Cheffs sagten, sie stehen hinter mir.
Der Ortsversteher hat
keine Antwort gesagt. Er hat kein Internett. Aber nett ist der. Er sagte
mir, er bekommt Diät von die Stadt und gibt mir dann immer Einen aus. Ich
werde die Cheffs fragen, ob ich auch Diät bekomme. Ein Cheff von der
Zeitung ist Procheff bei einer Bierfirma. Er bekommt keine Diät, aber
Haustränke. Der ist auch manchmal nett.
Meine Cheffs haben mich
jetzt beschult. Eine schwierige Nacht kommt: Eine Schützensammlung. Die
Nacht wird lang. Ich soll jedem helfen. Jeder braucht Hilfe. Besonders
meine Cheffs. Wenn der König der Schützen aus der Kneipe darf, soll ich
die Besoffenen liegen lassen. Der König muß immer überleben! Cheffinnen
sind nicht da. Das macht es dann doch einfach. Verboten ist in der Zeitung
später schreiben wer, wann, wie nicht nach Hause kam. Außer über die
Schützenchefs.
Danach gibt es
Karneval. Die feiern direkt an dem Teich. Fukuhle oder so ähnlich. Vor
der Sauferei und den Reden sollen Kanonen erschießen. Ein Elferrad kommt
dann dahin. Alle wollen dann feiern und singen und trinken Kellerbier. Ich
werde auf den Keller gut aufpassen. Es können ja vielleicht wieder die
Räuber kommen aus Warstein.