Nr. 337 - Oktober 2002

2002: 30 Jahre D.a.

2002: 30 Jahre D.a.

„die daktiker“ bringen hohe Kultur in den Bürgertreff

Von Willi Schulte
Die Veranstaltung zum 30. Geburtstag unserer Dorfzeitung am Samstag, dem 5. Okt. 2002, im Bürgertreff stand ganz im Zeichen von Kultur. Herausgeber und Redaktion von D.a. hatten im Vorfeld viel Risiko genommen und das bekannte Kabarett-Ensemble „die daktiker“ engagiert – als Geschenk an das ganze Dorf. Sie sollten mit ihrem Programm „Wunderbar Dr. Bass“ der Jubiläumsfeier einen außerordentlichen Rahmen und besonderen Glanz verleihen. In unserer Nachbetrachtung dürfen wir ohne Übertreibung behaupten, dass dies vollends gelungen ist!
Über 250 Gäste konnte Redaktionssprecher Heinz-W. Wellner pünktlich um 19:30 Uhr begrüßen. Dabei galt sein besonderer Gruß neben den Dedinghauser Vereinsvorständen, dem Ortsvorsteher Josef Stratmann, den Ratsmitgliedern Jan-Walter Hammer und Reinhold Brinkhaus (Böf), dem ev. Pastor Rainer Grüber, dem Bürgermeister der Stadt Lippstadt Wolfgang Schwade und ganz besonders natürlich Landrat Wilhelm Riebniger. Sie alle, so HWW in seinen Begrüßungsworten, seien nun Teilnehmer einer Art Redaktionssitzung. Dazu gehöre die 14-köpfige Stammredaktion, die er einzeln auf die Bühne bat, um sie noch einmal allen vorzustellen. Auf die erste Frage des Sprechers an die D.a.-Redakteure und das Publikum, wer denn den Bericht über diese Veranstaltung schreibt, gab’s wie immer unzählige Wortmeldungen: nämlich keine.

Abschließend bedankte sich Heinz-W. Wellner bei allen, die zum Gelingen des Jubiläumsfestes beigetragen haben: bei der Jungkolpinggruppe für den Thekendienst, bei der Küchenmannschaft (Mechthild, Conny, Carmen), die für das leibliche Wohl sorgten und dem KCD, der die Bühne zur Verfügung gestellt hatte. Allen BürgerInnen dankte er im Namen des Redaktionsteams für die Unterstützung, ohne die ein 30-jähriges Bestehen von Dedinghausen aktuell nicht denkbar wäre.
Nachgefragt nach Anregungen für die Redaktionsarbeit meldete sich spontan Bürgermeister Wolfgang Schwade, um der Redaktion und ganz Dedinghausen seine Glückwünsche zum 30-jährigen Jubiläum der Dorfzeitung auszusprechen. Im Internet habe er recherchiert, um mehr über D.a. zu erfahren und sei doch sehr erstaunt gewesen, dass man bei Google auf über 500 Hinweise zu D.a. stößt. Weitere Glückwünsche überbrachten Landrat Wilhelm Riebniger, Pastor Rainer Grüber und im Namen aller Dedinghauser Vereine Josef Stratmann, der OV selbstredend in gewohnter Reimform.
Nun war es endlich soweit, „die daktiker“ konnten in Aktion treten. Über zwei Stunden begeisterten Brigitte Lämbgen, Hans-Peter Königs, Hermann-Josef Skutnik und Andreas Boxhammer mit ihrem Stück „Wunderbar Dr. Bass“ das Dedinghauser Publikum. Es war einfach Klasse, wie die vier Darsteller den ureigenen Schulalltag, die Handlung um einen scheidenden Schuldirektor und dessen Nachfolger oder den Unterricht auf die Bühne brachten. In seiner Nachbetrachtung in D.a. schrieb Gerry Hagenhoff derzeit: „die daktiker“ wussten in jeder Rolle, sei es als Direktor, Lehrer, Schüler, Eltern oder Hausmeister voll zu überzeugen. Die unzähligen Sketche und Lieder ließen bei den Zuschauern kein Auge trocken. Jeder einzelne aus dem Publikum war begeistert über diese Darbietung.‘ Dem ist nichts hinzuzufügen, denn mit lang anhaltendem Applaus wurde das Ensemble verabschiedet.
Wie man es von den großen Feten in Dedinghausen kennt: Vor dem ausgelassenen Feiern muss zunächst einmal die Tanzfläche freigeräumt werden, die Stühle mussten also raus. Auf der wieder freien Bühne überraschte dann die aus dem Dedinghauser Karneval bekannte Gruppe „Fünf im Chor“ die Redaktion mit zwei eigens für D.a. getexteten Liedern. Für den Rest der Nacht nahmen die DJ’s Daniel Brink und Jürgen Dickhut das Heft in die Hand und baten zum Tanz mit Musik quer durch die letzten Jahrzehnte.

30 Jahre DEDINGHAUSEN aktuell – ein Jubiläumsfest hat gezeigt, dass Dedinghausen sehr wohl ‚Kultur‘ kann!

Aus Anlass des Jubiläums stellte die Redaktion in der Oktober-Ausgabe 2002 sowohl die Geschichte als auch die Macher der Dorfzeitung ausführlich vor. Die Titelseite jedes einzelnen gedruckten Exemplars war durchnummeriert von 001 bis 833 und von den Redakteuren handsigniert worden. Den LeserInnen wurde anheimgestellt, bis zum Jahresabschluss 2002 sorgfältig auf ihre D.a. zu achten und sie gut aufzubewahren. Denn das Gewinnspiel zum Ende des D.a.-Jubeljahres startete erst in der Januar-Ausgabe 2003. Ausgelobt war ein Rundflug über Dedinghausen, als erste von vier gezogenen Nummern wurde die Titelseite mit der Nummer 183 ausgelost. In der Mai-Ausgabe 2003 musste das Gewinnspiel ohne Gewinner beendet werden. ‚Alle Chancen verspielt‘, ließ die Redaktion die LeserInnen wissen, denn keine der veröffentlichten Titelseiten mit den Nummern 183, 833, 546 oder 008 wurde der Redaktion vorgelegt. Schade, das hatten sich die D.a.-Macher anders vorgestellt.
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Fortsetzung folgt

 

1992: 20 Jahre D.a.

Festwoche zum 20-jährigen der Dorfzeitung

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Ausgabe zum 20-jährigen D.a.-Jubiläum im Oktober 1992

Die komplette erste Oktober-Woche 1992 hatten Herausgeber und Redaktion von D.a. reserviert, um Jung und Alt ihre Dorfzeitung bis ins Detail zu präsentieren und nicht zuletzt das 20-jährige Bestehen mit allen DorfbewohnerInnen ausgiebig zu feiern.

Am 1. Oktober erschien mit D.a.227 die Jubiläumsausgabe mit Hochglanzeinband und bunten Luftaufnahmen unseres Dorfes. Neben der Vorstellung der aktiven Redaktion wurde die Entstehung einer Printausgabe geschildert und die rasante Entwicklung des D.a.-Umfangs und der Spendenaufkommen in den beiden ersten Jahrzehnten aufgezeigt.
Mit einer ‚Super-Oldie-Fete und Musik aus der Gründerzeit, also den Hits aus den 60er und 70er Jahren, wurde dann die Festwoche im Bürgertreff eröffnet. Die DJs Franti, Klaus und Wilhelm heizten den gut gelaunten Fans mit ABBA und T-Rex ein.

Natürlich blieb der 3. Oktober, ein Samstag als ‚Tag der deutschen Einheit‘, dem Schnatgang des Bürgerrings mit anschließendem gemütlichen Beisammensein vorbehalten. Aber bereits am Dienstag, 6. Oktober, war dann bei der Kolpingsfamilie in der Gastwirtschaft Kehl der D.a.-Film von Jürgen Dickhut und Martin Meyer zu sehen. Über mehrere Wochen wurde die Entstehung einer Ausgabe von DEDINGHAUSEN aktuell in bewegten Bildern festgehalten. ‚Kolpinger‘ und Gäste waren hellauf begeistert und diskutierten anschließend mit den Redakteuren über Inhalt, Form und Bedeutung der Dorfzeitung.

Den Senioren unseres Dorfes war der Mittwoch, 7. Oktober, mit einem Klönnachmittag vorbehalten. Hierzu hatte die Redaktion im Vorfeld darum gebeten, alte Fotos mitzubringen und sich über alte ‚Dorfgeschichten‘ auszutauschen – und damit einige erbauliche Stunden angeregt, die bei allen Beteiligten haften blieben.

Den jüngeren Lesern nicht ganz uneigennützig gewidmet war der Donnerstag, 8. Oktober, mit einem Nachwuchsseminar ‚Selbst eine Zeitung machen‘. Mit oder ohne Unterstützung der erfahrenen Redakteure konnten sich die Kids in Redaktionsarbeit üben und einige Seiten, u.a. ein Interview mit Heinz-W. Wellner, für die nächste D.a.-Ausgabe gestalten. Einige der Teilnehmer hat’s etliche Jahre bei der Dorfzeitung gehalten, so z.B. Linda Segbart-Wellner und Daniel Brink – heute in der Stammredaktion.

Nach einem Preisskat in der Gaststätte Schulte-Nünnerich am Freitag startete am Samstagabend, 10. Oktober, die große Jubiläumsfeier im Bürgertreff mit einem abwechslungsreichen, kreativen Programm. Eingerahmt von Vorträgen des Liedermachers Martin Olberding und des Flötisten Roland Meschede gab sich die Haute volée aus Dorf, Stadt und Politik das Mikrofon in die Hand, D.a. ihre Anerkennung auszusprechen. Der Konter der Redakteure: Als „D.a.-Füller“ wurden – stellvertretend für die Sache – Eike Hovermann mit der ‚silbernen Mülltonne‘ für das Gutachten des Büros Helmolt und Klaus Panzer mit einer Lok (die H.G. Greschniok entgegennahm) für seine Verkehrs- und DB-Streckenplanungen ausgezeichnet. Als Festredner des Jubiläumsabends fungierte – wer sonst – das Urgestein „Urmel“ (alias Reinhard Sauerteig), den aber aufgrund der ‚lebensechten Kostümierung‘ wohl kaum jemand erkannte. Bei seiner Vorstellung der Redakteure und ihrer ‚besonderen Eigenschaften‘ blieb kein Auge trocken. Als Zeitungsbote hatte der KCD-Offizielle Bernhard Schäfers seine Glückwünsche anschließend ebenfalls in einen Vortrag in köstlichem Ruhrpott-Slang gekleidet. Nach einem abschließenden Blick über den Tellerrand, bei dem auch Esbeck und Rixbeck mit symbolischen Präsenten auf ihre Kosten kamen, ging der offizielle Teil zu Ende.

Zur Ballnacht spielten Klaus Schnerrer und Band bis in die frühen Morgenstunden auf – nur unterbrochen von einer Tombola mit äußerst lukrativen Preisen im Gesamtwert von über 1.500 DM. So gab’s u.a. drei Rundflüge, drei Ballonfahrten, fünf Zentner Kartoffeln oder ein lebendes Spanferkel zu gewinnen. Als Glücksfee fungierte Marion Knieps.
Den Abschluss der Jubiläumswoche von D.a. bildete ein großer Spielnachmittag für die Kinder am Sonntag, 11. Oktober, rund um den Bürgertreff. Neben den Attraktionen Spielmobil und Springburg waren es vor allem die alten, teilweise vergessenen Spiele wie „Pinneken“ oder „Kreisball“, die das rege Interesse der Kinder hervorriefen. Wenn auch bei Redakteuren und Helfern der Vereine (u.a. König Jürgen Hendel und Team) die Müdigkeit unübersehbar war: Alle ließen sich am Nagelbalken, beim Eierlaufen, Sackhüpfen, Völkerball oder Tauziehen von begeisterten Kindern anstecken. Und etwas fürs Auge wurde auch geboten: Über 30 Drachen standen beim Drachenflugwettbewerb der BI-Aechterheide am Himmel über der Höchte und den Start eines Modell-Heißluftballon konnte man am Schützenplatz bestaunen. Selbst der einsetzende Regen am späten Nachmittag konnte die Stimmung des Festwochenabschlusses nicht trüben.
Neben mehreren Hörfunkbeiträgen im Lokalsender „Hellweg Radio“ und der Regionalsendung „Radio für Südostwestfalen“ erregte erstmals auch ein Fernsehbeitrag in der ‚Aktuellen Stunde‘ – „Süd-Westfalen heute“ öffentliches Interesse für D.a. Detlef Freihoff und sein Team ließen Redakteure und Dorfbewohner zu Wort kommen und zeigten Aufnahmen aus dem Druckkeller.
20 Jahre DEDINGHAUSEN aktuell – ein Ereignis mit großem Erinnerungswert!

 

1982: 10 Jahre D.a.

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Ausgabe zum 10-jährigen D.a.-Jubiläum im Oktober 1982

Kunstgewerblich Tätige aus Dedinghausen stellen aus

Nach dem ersten mit viel Stolz zurückgelegten Jahrzehnt riskierte das noch junge Redaktionsteam, eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen. Mit Motiven aus Dedinghausen auf der Titelseite der Oktober-Ausgabe 1982, Zeichnungen von A. Rooke für den Jahreskalender 1983, warb man für eine Kunstgewerbe-Ausstellung am Wochenende 6./7. November 1982 im Bürgertreff.
Dort zeigten dann folgende Kunstgewerbetreibende und Hobbykünstler ihre Arbeiten:

  • Hedwig Roters (Spinnen und Färben, Makramee)
  • Helga Stienemeier (Tonplastiken – Tiere)
  • Christel Linnemann (Tonarbeiten)
  • Elisabeth Stockmann (Salzpuppen)
  • Josef Fischedick (Tonplastiken, Skulpturen)
  • Karl-Heinz Lux (Grafiken) und Uwe Greschniok (Holzbildhauerei).

Die Künstler bildeten so den Rahmen für einen Rückblick auf die ersten zehn Jahre Dorfzeitung. So ließen es sich die Kellerkinder nicht nehmen, mit ihrem ROTO-Drucker in Betrieb vorzuführen, mit welch einfachen Mitteln D.a. entsteht. Diese Ausstellung fand in der Dorfbevölkerung beachtlichen Anklang.