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Berichte 2003
 D.a.  2003 - Nr. 347 » ... aktuell * Rückblick
  

Der Friedhof in Dedinghausen
Josef Hillebrand ist den älteren Dorfbewohnern als langjähriges Kolpings- und Kirchenvorstandsmitglied bekannt. In letzterer Eigenschaft gewann er tiefe Einblicke in kirchenpolitische und -historische Begebenheiten. Nun als Rentner ist er angefangen dieses aufzuschreiben. In einer dreiteiligen Serie in D.a. über die Kirchhöfe des Kirchspiels Esbeck berichtete er u.a. auch über den Friedhof in Dedinghausen.
 

Nach dem zweiten Weltkrieg wünschte die Bevölkerung von Dedinghausen die Anlage eines eigenen Friedhofes, wozu der damalige Pfarrer Philipp Reker sein Einverständnis gab. Da die politische Gemeinde Dedinghausen die Errichtung eines konfessionellen (katholischen) Friedhofs wollte, tauschte sie mit dem Landwirt Franz Lößmann ein Grundstück. 

Dieses ehemalige Lößmannsche Grundstück (41,08 Ar) schenkte sie dann im Vertrag vom 16.12.1948 der Kirchengemeinde Esbeck mit der Auflage, auf ihm einen Friedhof anzulegen. Die Kosten hierfür bestritt die Kapellenkasse Dedinghausen. Die staatliche Genehmigung zu dem Beschluss des Kirchenvorstandes der Katholischen Kirchengemeinde Esbeck vom 16.4.1948 über die Errichtung eines Friedhofes in Dedinghausen wurde am 23.9.1948 vom Regierungspräsidenten in Arnsberg erteilt. 

Am Allerheiligentage des Jahres 1948 wurde der neue Friedhof in Dedinghausen von Pfarrer Reker eingeweiht. Als erster wurde auf dem Friedhof am 29.3.1949 Josef Vossebürger (von der Heide), der im 84. Lebensjahr verstorben war, beerdigt. Da der Friedhof allmählich belegt war, wurde in den Jahren 1971/72 das westlich benachbarte Grundstück (Kircheneigentum) an der Höchte für die Erweiterung des Friedhofes in vorbildlicher Eigenleistung von den Bewohnern der Gemeinde hergerichtet. Für die Vergrößerung des Friedhofes in südlicher Richtung, die später notwendig sein wird, ist von der politischen Gemeinde bereits ein Geländestreifen von etwa 2,5 Morgen angekauft worden. 

Mit Wirkung vom 1.1.1974 wurde der kirchliche Friedhof auf die Dauer von 90 Jahren an die politische Gemeinde Dedinghausen verpachtet, so wie es schon mit den Friedhöfen in Esbeck und Rixbeck bereits geschehen war. Als Anerkennungsgebühr waren DM 50,00 pro Jahr für die Pächterin vereinbart.

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 Erstellt am: 04.10.2003 (RC)

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