Über das Dorf & mehr

Offener Mittagstisch, Mitmachgarten und mehr: Dorf mit Zukunft gewinnt deutschen Nachbarschaftspreis

Die 16 Landessiegerprojekte des 10. Deutschen Nachbarschaftspreises stehen fest – Dorf mit Zukunft ist als NRW-Gewinner mit dabei

Die Entscheidung ist gefallen: Die nebenan.de Stiftung hat die 16 Landessiegerprojekte des Deutschen Nachbarschaftspreises 2026 aus den Bundesländern gekürt. Der Preis ehrt deutschlandweit bereits zum 10. Mal das herausragende Engagement nachbarschaftlicher Initiativen und Projekte, die sich für ihr direktes Umfeld und somit ein lebendiges Zusammenleben einsetzen – oft neben Job und Familie.


Ob Nachbar:innen, die eine leerstehende Ladenfläche oder einen Gasthof in ihrer Innenstadt zu einem offenen Treffpunkt für Alt und Jung machen, sich einmal im Monat zu einem interkulturellen Frauen-Brunch mit Vorträgen und Stadtführungen treffen oder gemeinsam einen Mitmachgarten und offenen Mittagstisch in ihrem Dorf aufbauen: Mit ihrem besonderen Einsatz haben sich die 16 Landessiegerprojekte im Jubiläumsjahr des Preises aus 957 Bewerbungen durchgesetzt und die unabhängigen Expert:innenjurys überzeugt. Alle Landessiegerprojekte erhalten ein Preisgeld von je 2.000 Euro.

Die nebenan.de Stiftung findet: Alle Landessiegerprojekte setzen sich mit Herzblut für mehr Gemeinschaft in ihrem lokalen Umfeld ein und sind ermutigende Beispiele für gelebtes Miteinander in den Nachbarschaften überall im Land. Bei einer feierlichen Preisverleihung am 17. November in Berlin werden die Projekte gewürdigt.

Am Abend der Preisverleihung zeichnet die nebenan.de Stiftung außerdem die fünf Themensieger in den Kategorien Generationen, Kultur & Sport, Nachhaltigkeit, Öffentlicher Raum und Vielfalt mit jeweils 5.000 Euro aus – ergänzt durch einen Sonderpreis, der mit 2.000 Euro dotiert ist.
Alle Landessiegerprojekte und weitere Infos unter www.nachbarschaftspreis.de.

Worum geht es beim Projekt Dorf mit Zukunft?

Gemeinschaftlich versuchen wir in Dedinghausen konkrete Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu geben. So entwickeln wir verschiedenste Formate der Begegnung wie beim IdeenDinner… der Offene Mittagstisch bringt Generationen an einen Tisch… in Kursen der Dorfuni stärkt sich die Generation 60+ im Umgang mit Smartphone, KI und Co… im Arbeitskreis „Mensch hilft Mensch“ unterstützen sich die Dorfbewohner:innen unbürokratisch im Alltag… im Dorfgarten als Teil der Mitmachgärtnerei (Solidarische Landwirtschaft) bauen wir gemeinsam Gemüse an und verbinden so Nachhaltigkeit, Bildung und Gemeinschaft… und die Linde schafft genossenschaftlich organisiert und generationen-übergreifend Wohnraum  in der Neuen Mitte Dedinghausen.

Wirkliche Veränderung in unserer Gesellschaft entsteht heute durch unzählige kleine, dezentrale Akte der Nähe, der Solidarität, des Handelns und der Freude – genau deshalb ist dieser Preis für uns als dörfliche Initiative so besonders!

Über den Deutschen Nachbarschaftspreis

Der Deutsche Nachbarschaftspreis zeichnet Nachbarschaftsprojekte mit Vorbildcharakter aus, bei denen sich Menschen für ihr lokales Umfeld einsetzen und das Miteinander stärken. Er wurde von der nebenan.de Stiftung erstmals 2017 ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr zum 10. Mal verliehen. In dieser Zeit hat sich der Preis als feste Größe für die Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements etabliert und ist mit insgesamt 59.000 Euro dotiert. Mitreißender Höhepunkt ist in jedem Jahr die feierliche Preisverleihung in Berlin. Am Abend der Preisverleihung gibt die nebenan.deStiftung neben der Ehrung der 16 Landessiegerprojekte die Siegerprojekte in den Themenkategorien Generationen, Kultur & Sport, Nachhaltigkeit, Öffentlicher Raum und Vielfalt sowie einen Sonderpreis bekannt. Die Auswahl der Siegerprojekte treffen Expert:innenjurys, die sich aus Vertreter:innen der Förderer, der Vorjahressiegerprojekte sowie Expert:innen aus der Zivilgesellschaft zusammensetzen.

Hauptförderer des Deutschen Nachbarschaftspreises ist in diesem Jahr wieder die Postcode Lotterie. Unterstützt wird der Preis außerdem durch die Diakonie Deutschland, den Deutschen Städtetag, Wall und Amazon.

„Meine Daten & Passwörter schützen“ – Workshop am 29.7.26 mit Marcel Lucien Eteki

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Neuer Workshop Digitalbegleitung 60+ mit Marcel Lucien Eteki

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Einladung für den 16.6. ins Alte Sportheim: Sprechen & Zuhören – Wie geht es Dir mit den Krisen in unserer Welt?

Pressespiegel: Rikschafahrt und Drechselkunst, Lippstädter Tageszeitung vom 25.04.2026

 

Pressespiegel: Wochentip vom 24.09.2025 über die „Neue Mitte“

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Kasimir löst Erntekorb-Gutschein im Dorfgarten ein

Gurke ist sein Favorit, Mama Alexandra bevorzugt eher den schmackhaften Hokaido-Kürbis fürs gemeinsame Familienessen. Am Samstag, 30.8., haben Mutter und Sohn im Dorfgarten einen Gutschein eingelöst, den Kasimir bei der Tombola auf dem diesjährigen Frühjahrs-Dorfmarkt gewonnen hatte. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn jetzt ist Erntezeit im Gemeinschaftsgarten an der Kirche. Mit dabei in Kasimir’s Erntekorb sind u.a. Tomaten, Zucchini, Rote Beete, Zwiebeln, Kohlrabi und ein Zaphito-Kürbis – alles natürlich „natürlich“ angebaut. Das Dorfgarten-Team hat sich sehr gefreut über den lieben Besuch und wünscht guten Appetit, Kasimir und Alexandra!

 

Kasimir und Alexandra mir Erntekorb aus dem Dorfgarten

 

Inklusives Fest der Begegnung

Ein unvergesslicher Tag in Dedinghausen

Am Samstag, 24. Mai wurde in und um den Bürgertreff wieder ein ganz besonderes Fest gefeiert: Das „Fest der Begegnung“ brachte die Dorfgemeinschaft und die Bewohnerinnen und Bewohner vom Lippischen Blindenwerk aus Detmold-Heidenoldendorf auf wunderbare Weise zusammen. Es war ein Tag voller Herzlichkeit, Gemeinschaft und Freude – und ein echtes Zeichen gelebter Inklusion.

  • Kaffeetrinken im Bürgertreff

Bereits bei der Ankunft der fast 90 Gäste am frühen Nachmittag füllte sich der Schützenplatz mit gleichermaßen fröhlichen wie vertrauten Stimmen, den schließlich gibt es diese traditionelle Einladung bereits seit 1984. Im Bürgertreff hatten viele freiwillige Helferinnen und Helfer ein reichhaltiges Kuchenbuffet vorbereitet, das keine Wünsche offen ließ. Bei Kaffee und süßen Leckereien kamen die Gäste – ganz gleich ob jung oder alt – schnell miteinander ins Gespräch.

Nach der großen Kaffeerunde ging es gemeinsam zur Dedinghauser Kirche, wo das traditionelle Mitsing-Konzert schon lange ein fester Bestandteil dieses Tages ist. Begleitet von den Musikfreunden Dedinghausen und der Orgel mit Klaus Grothe war die Johannes-Kirche erfüllt von den Klängen der Musik und des gemeinsamen Gesangs. Bekannte Lieder wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ luden zum Mitsingen ein und berührten die Herzen aller Anwesenden. Besonders schön war zu erleben, wie die Musik Brücken schlug – zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, aber gleichen Emotionen.

Zurück auf dem Festplatz warteten schon die nächsten Höhepunkte auf die Gäste. Große Freude lösten die Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto und dem Trecker mit Anhänger aus. Für viele war es ein einmaliges Erlebnis, auf diese Weise das Dorf und die Feldflur zu erkunden. Auch die Fahrten mit der Fahrrad-Rikscha wurden mit viel Freude angenommen – nicht nur für die Fahrgäste, sondern auch für die Fahrerinnen und Fahrer war es eine besondere Erfahrung, die Nähe und das direkte Miteinander zu erleben. „Streicheleinheiten“ mit einem leibhaftigen Pferd schafften im tiefsten Sinne Berührung und mit „Wasser marsch“ sorgte die Feuerwehr an der Fukuhle für spritzige Erlebnisse.

Am frühen Abend wurde dann der Grill angeheizt. Der Duft von Bratwürstchen lag in der Luft, dazu wurden liebevoll belegte Schnittchen und frisch zubereiteter Kartoffelsalat gereicht. In lockerer Runde wurde gemeinsam gegessen, gelacht und erzählt. Alte Bekanntschaften wurden vertieft und manch neue Verbindung geknüpft – und genau das macht den Tag so besonders.

Zum Abschluss überreichten Petra Wiechers und Silvia Klahold stellvertretend für das Lippische Blindenwerk ein Hermannsdenkmal en miniature – ein Gastgeschenk, das neben den Dankesworten einiger Bewohner der Einrichtung echte Dankbarkeit und Freude über diesen Tag vermittelte. Diese „Dankbarkeit und Freude liegt zugleich auch auf unserer Seite“, brachte anschließend Wilhelm Schulte-Remmert für den Kreis der Dedinghauser Gastgeber zum Ausdruck. Mit diesen Eindrücken wird das Fest der Begegnung, das nur durch vielfache Unterstützung aus dem Dorf möglich wird, ganz sicher allen Beteiligten wieder lange in Erinnerung bleiben. Für diese großartige Unterstützung sagen die Organisatoren von Herzen Dank.

Herzliche Einladung zum inklusiven Fest der Begegnung am 24. Mai

Die Heidenoldendorfer kommen

Am Samstag, 24. Mai ist es wieder so weit: wir freuen uns auf unsere Gäste vom Lippischen Blindenwerk. Unsere Freunde werden ab 13.30 Uhr am Bürgertreff erwartet, die Rückreise ist gegen 17 Uhr geplant. Zu diesem inklusiven Fest der Begegnung in und um den Bürgertreff sind alle interessierten Menschen aus unserem Dorf herzlich eingeladen.

Ein inklusives Fest mit Tradition

Bereits seit 1984 pflegt Dedinghausen eine freundschaftliche Verbindung mit der Einrichtung für mehrfachbehinderte blinde und hochgradig sehgeschädigte Menschen in Detmold-Heidenoldenorf. Ob das Mitsing-Konzert in der Kirche mit den Musikfreunden, die festliche Kaffeetafel im Bürgertreff, die Fahrten mit Trecker und Wagen – der Tag hinterlässt stets tiefe Eindrücke bei Gästen und Gastgebern gleichermaßen. Seien Sie gerne mit dabei!

Herzliche Bitte um Unterstützung

Für alle, die sich in irgendeiner Form an diesem Tag engagieren, sei schon jetzt ein großes Dankeschön gesagt. Ob Kuchenspenden, Geldspenden oder einfach nur eine helfende Hand für unsere Gäste –  bitte melden Sie sich gerne bei Familie Schulte-Remmert, Telefon 02941-15902.

Impressionen vom Fest der Begegnung aus den vergangenen Jahren

Zweiter Infotag zur Solidarischen Landwirtschaft am 2. November

Aus gutem Grund in Gemeinschaft

Ermsinghausen/Dedinghausen – „Ich baue hier alles so an, dass ich es selber gerne esse“, sagt Christian Koch. Der 38-Jährige hat gut lachen. Denn wenn er in seinen Gewächshäusern sitzt und von Tomaten und Gurken, Auberginen und Paprika umgeben ist, dann sieht der Besucher ihm seine Freude und Verbundenheit sofort an.

Gut drei Jahre ist es her, dass Koch die ehemalige Gärtnerei in Ermsinghausen erwarb – und sie nun aus ihrem langen Dornröschenschlaf Schritt für Schritt wieder ins Leben erweckt. Der nächste Schritt: Gemeinsam mit Gleichgesinnten will der leidenschaftliche Gärtner hier im kommenden Jahr eine Solidarische Landwirtschaft (Solawi) entstehen lassen. „Wir wollen hier Gemüse-Anteile Menschen anbieten, die die Idee solidarischen Handelns in der Landwirtschaft mit uns teilen“, sagt Ludger Schulte-Remmert, der das neue Projekt „von Herzen“ unterstützt. „Wir suchen nicht Kunden, sondern Ermöglicher, die gemeinsam mit uns dafür sorgen, dass der Boden drinnen wie draußen gut und nachhaltig bearbeitet werden kann“, bringt Dorle Mühlhoff als weiteres Mitglied der Kerngruppe die Idee auf den Punkt. Nachhaltig bedeute, dass Kompost anstatt Chemie zum Einsatz komme, Nützlinge gegen Schädlinge eingesetzt würden, so Koch.

Laden zum vitaminreichen Info-Tag ein: (von links) Dorle Mühlhoff, Kurt Weigelt, Landwirt Christian Koch, Ludger Schulte-Remmert, Nadia Vogt-Gargiso Foto: Vogt

Ganz konkret will die neue Initiative mit dem vorläufigen Namen „SoLawi-Initiative Aus gutem Grund“ ab März 2025 die Gemüse-Anteile anbieten. Und damit Interessierte wissen, worauf sie sich einlassen, lädt die Gruppe zu einem weiteren Infotag am Samstag, 2. November, zwischen 11 und 16 Uhr auf den guten Grund in „In Ermsinghausen 16“ ein. Dann sollen in der wieder belebten Gärtnerei Gespräche, Info-Talks mit SoLawi- Experten (ab 11.30, 13.30 und 15 Uhr) und kleine Führungen ebenso Lust auf den guten Grund machen wie Spiele für Kinder, Mitmach-Aktionen, Lagerfeuer oder kleine Köstlichkeiten aus eigenem Anbau. Der Eintritt ist frei.

„Die Gründung dieser Solidarischen Landwirtschaft hier ist ein großartiger Schritt, regionale Erzeuger und Konsumenten von Lebensmitteln näher zusammen zu bringen und gemeinsam ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung zu übernehmen“, macht Mitgründer Kurt Weigelt auf die regionale Bedeutung aufmerksam. Der Mann muss es wissen, schließlich hat er auch hauptberuflich als Wirtschaftsförderer der Stadt Lippstadt ganz offiziell den Auftrag, „eine regionale Kreislaufwirtschaft zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln“ zu etablieren. Apropos regional: Nadia Vogt-Gargiso als Visionärin der Gruppe blickt schon über Ermsinghausen hinaus, meint: „Wir sind schon mit ganz konkreten Partnern unter anderen in Dedinghausen oder dem Naturhof Beerhues in Liesborn im Gespräch, damit mit immer mehr Wertschätzung immer mehr Böden gemeinsam bearbeitet werden.“ (Text Jürgen Vogt)

Infos zur „SoLawi-Initiative Aus gutem Grund“ und zum Info-Tag gibt es bei Christian Koch unter Tel. 0176 87332231 oder per Mail an info@landgaertnerei-koch.de.